• Lonjezo (9, weißes Shirt) hat Zerebralparese. Nach einer zweijährigen Therapie, die CBM-Partner MACOHA ermöglichte, kann sprechen, stehen - und sogar die Schule besuchen! © CBM/Hayduk

Mit unserer politischen Arbeit setzen wir uns für die schwächsten Menschen in Entwicklungsländern ein

Eine Welt zu schaffen, in der niemand mehr beeinträchtigt sein muss, obwohl ihm die Medizin eigentlich helfen könnte. Eine Welt zu schaffen, in der Menschen mit Behinderungen in der Mitte der Gesellschaft leben. Diese Vision verlangt, dass sich alle dafür einsetzen – hier setzt unsere politische Arbeit an.

Wir kämpfen dafür, dass Deutschland sich dieser Herausforderung stellt. Armut darf nicht zu Behinderung und Behinderung nicht zu Armut führen. Menschenrechte gelten für alle. Das darf nicht nur Theorie bleiben, daran erinnert unser Team "Politische Arbeit und Beratung" immer wieder – sowohl die Regierung, das Parlament als auch unsere Partner unter den Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Unser Ziel ist, dass schwache Menschen in Entwicklungsländern nicht mehr diskriminiert werden. Sie sollen mitbestimmen und ein besseres Leben führen können.

Unsere Themen in der politischen Arbeit

  • Was nützt einem kranken Menschen ein Krankenhaus, wenn er es nicht erreichen kann?

  • Was bringt einem blinden Menschen eine Schule, wenn dort niemand weiß, wie man ihn unterrichten kann?

  • Wie erreicht ein Mensch im Rollstuhl den sicheren Zufluchtsort?

Starke Argumente und Rahmenbedingungen unserer politischen Arbeit

Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) deckt grundsätzlich alle Lebensbereiche ab – vom Recht auf Gesundheit, auf Bildung bis hin zu kultureller und politischer Teilhabe. Sie definiert keine neuen Rechte, sie erklärt bestehende Menschenrechte genauer für Menschen mit Behinderungen. Die UN-BRK begreift Behinderung nicht als medizinisches Problem, sondern als gesellschaftliches. Das sieht die CBM genauso. Denn: Wegen einer Beeinträchtigung ist man nicht behindert – man wird behindert. Deshalb nennt die UN-BRK klare Prinzipien, die eine Gesellschaft befolgen muss, die Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen zu verwirklichen. Dazu gehören:

  • Nicht-Diskriminierung
  • volle und effektive Partizipation und Inklusion
  • Chancengerechtigkeit
  • Barrierefreiheit
  • Gleichberechtigung von Mann und Frau
  • Respekt für Würde und Diversität (Vielfalt)

So wird klar: Behinderte Menschen sollen, wie alle anderen auch, an sämtlichen Lebensbereichen der Gesellschaft teilhaben. Dabei gilt es, auf ihre besonderen Bedürfnisse, zum Beispiel Information in Punktschrift oder Rampen an Gebäuden, Rücksicht zu nehmen – und zwar von Anfang an.

 

 

Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UN) haben die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung bei ihrer Generalversammlung am 25. September 2015 verabschiedet. In acht der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele finden sich in den Unterzielen Menschen mit Behinderungen. Sie werden explizit erwähnt oder als Personen in "vulnerable situations" (Gefahrensituationen) bezeichnet. Sie können bei der Agenda-Umsetzung in diesen Bereichen auf spezielle Unterstützung hoffen: Armutsbeseitigung, Ernährungssicherung, Bildung, Sanitärversorgung, Beschäftigung, Verringerung von Ungleichheit, öffentliche Infrastruktur.

In Unterzielen werden inklusive Nothilfe und Katastrophenvorsorge ebenso thematisiert wie die Notwendigkeit, Datenerhebungen für Statistiken auch nach Behinderung zu differenzieren. Letzteres unterstreicht der Text zweifach und verspricht, bei der Umsetzung der Agenda die betroffenen Menschen einzubeziehen. Sie sind "Agenten des Wandels". Ebenso bedeutend für die Umsetzung sind verbindliche Messgrößen für die Ziele. Die CBM wird in den kommenden Jahren die Umsetzung der 2030-Agenda begleiten und dafür sorgen, dass sich die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen nachhaltig verändert.

Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit muss Chefsache werden!

  • Zum Download: Offener Brief an Entwicklungsminister Müller

    Offener Brief an Entwicklungsminister Müller

    pdf586.2KB, nicht barrierefrei

    Mit den Mitgliedsorganisationen der VENRO*-AG "Behinderung und Entwicklung" fordert die CBM, Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit zur Chefsache zu machen. *Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe

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Unsere Forderungen an die Politik

Inklusion und Teilhabe erfordern Strategien und Konzepte, die alle Menschen von Anfang an mitdenken. Wichtig dabei ist, finanzielle Mittel bereitzustellen. Zudem muss es verbindliche Vorgaben der Geberländer zur Inklusion für die staatlichen und zivilgesellschaftlichen Umsetzungsakteure geben. Erfahren Sie nachfolgend mehr über unsere Forderungen im Bereich politische Arbeit.

Unser Team "Politische Arbeit und Beratung"