Ein Arzt untersucht die Augen eines achtjährigen Jungen. © CBM

Inklusive Gesundheitsversorgung: unsere Forderungen

Gesundheitsversorgung in armen Regionen ist mehr als nur medizinische Versorgung. Gesundheitliche Bildung und Aufklärung sind ebenso wichtig wie Wasserversorgung, sanitäre Einrichtungen und Hygiene.

Jährlich erkranken allein 500.000 Menschen in Entwicklungsländern an den 20 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierten vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTD), darunter die Augenkrankheiten Trachom und Flussblindheit (Onchozerkose). Viele der 800 Millionen Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung.

Die Herausforderung: globale Gesundheitssysteme stärken

  • Gesundheitliche Bildung und Aufklärung

  • Gesundheitsversorgung

  • Politisches Engagement

Die Gesundheitsversorgung in armen Regionen unseres Planeten muss darauf ausgerichtet sein, Beeinträchtigungen vorzubeugen, sie zu erkennen, zu therapieren und ihre Folgen medizinisch zu rehabilitieren, zum Beispiel durch Sehhilfen. Dabei geht es um mehr als eine medizinische Versorgung. Gesundheitliche Bildung und Aufklärung sind ebenso wichtig wie die Wasserversorgung, sanitäre Einrichtungen und Hygiene ("WASH").


Alle Menschen müssen Zugang zu gesundheitlichen Versorgungsleistungen haben, auch Menschen mit Behinderungen. Sie müssen sie finden, dorthin kommen, sie nutzen und bezahlen können.

Politisch engagieren wir uns in zivilgesellschaftlichen Bündnissen:

  • Deutsches NTD-Netzwerk
  • WASH-Netzwerk
  • AG "Gesundheit" im Dachverband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (VENRO)

Dort arbeiten wir mit anderen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit sowie Partnern aus Forschung und Privatwirtschaft zusammen.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung:

Deutschland muss die multilateralen Prozesse in der globalen Gesundheitssystemstärkung so beeinflussen, dass Beeinträchtigungen vorgebeugt wird und behinderte Menschen die Chance auf Rehabilitation erhalten. Für alle Menschen ist eine erreichbare Gesundheitsversorgung  unabdingbar.


Deutschland muss

  • seinen Einfluss auf multilaterale Programme geltend machen, zum Beispiel in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder dem globalen Impffonds,
  • sein finanzielles Engagement deutlich und zweckentsprechend erhöhen,
  • auf multilateraler Ebene bei der Verhandlung von Grundsatzpapieren die genannten Punkte konsequent und durchgängig einbringen.

Deutschland muss außerdem in seiner bilateralen Entwicklungszusammenarbeit zur Gesundheitssystemstärkung in Richtung Beeinträchtigungsbekämpfung und Zugang für alle vorangehen. Dazu muss es

  • in Strategien und Konzepten konkrete Schritte vorsehen,
  • sein Engagement in der NTD-Bekämpfung in den Partnerländern deutlich erhöhen und dabei auch WASH-Programme auflegen.

Haben Sie Fragen?

Unser Experte für den Bereich globale Gesundheit ist gerne für Sie da:

Porträt eines Mannes

Jan-Thilo Klimisch, Büro Berlin Team Politische Arbeit und Beratung: Schwerpunktthemen: globale Gesundheit, inklusive Bildung