Ein achtjähriges Mädchen lernt mit einem Rechenschieber. © CBM/Harms

Inklusive Bildung: unsere Forderungen

Bildung ist eine Voraussetzung für Entwicklung und Teilhabe in der Gesellschaft. Sie ist die Basis für eine freie Entfaltung der Persönlichkeit und ein eigenständiges, erfülltes Leben. Bildung ist ein Recht, das für alle gilt.

263 Millionen Kinder weltweit erhalten derzeit keine Schulbildung. Unter ihnen sind überproportional viele Kinder mit Behinderungen. Das hat viele Ursachen: Schulen sind für behinderte Kinder weder zu Fuß noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, die Kinder können nicht in die Gebäude hineinkommen, ihre Eltern sind zu arm, um die Schulgebühren zu bezahlen, das Lehrpersonal weiß nicht, wie es mit der Behinderung umgehen kann. Diese und viele weitere Gründe sind für eine fehlende Schulbildung von Kindern in Entwicklungsländern verantwortlich.

Bildung für alle ist eine globale Herausforderung:

  • Der Fokus muss auf Grundbildung liegen. Dazu gehören Lesen, Schreiben und Rechnen. Denn Grundbildung ist die Basis für weiterführende und berufsbezogene Bildung.
  • Menschen mit Behinderungen dürfen von Bildung nicht ausgegrenzt werden. Alle Programme müssen eine Antwort auf die Frage geben, wie das sichergestellt wird.
  • Eine globale Herausforderung wie Bildung für alle muss vor allem auch global angegangen werden. Der beste Weg ist über multilaterale Plattformen und Fonds wie dem "Global Partnership for Education" (GPE) oder der internationalen Initiative "Education Cannot Wait" (ECW), die sich um Bildung in Krisenregionen kümmert.

Die CBM kooperiert in diesem Bereich vornehmlich mit der globalen Bildungskampagne (GBK) in Deutschland. In der GBK formieren sich zivilgesellschaftliche Kräfte, denen globale Bildung wichtig ist. Überdies bringt sich die CBM selbst kontinuierlich in Konsultations- und Beteiligungsverfahren der Bundesregierung ein.

Unsere Forderungen an die Bundesregierung:

  • Deutschland muss sich stärker in der GPE engagieren, indem es dort konsequent für inklusive Bildung eintritt und einen Beitrag zum Fonds und zu ECW leistet, der Deutschlands wirtschaftlicher Bedeutung entspricht.
  • Deutschland muss sich in seiner bilateralen Entwicklungszusammenarbeit auf Grundbildung konzentrieren.

Deutschlands Strategien und Konzepte zu globaler Bildung müssen verbindlich festschreiben, dass Menschen mit Behinderungen in der Umsetzung nicht ausgegrenzt werden.

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Porträt eines Mannes

Jan-Thilo Klimisch, Büro Berlin Team Politische Arbeit und Beratung: Schwerpunktthemen: globale Gesundheit, inklusive Bildung