Silent Tears: Wendepunkte von Frauen mit Behinderung

Sie werden diskriminiert und stigmatisiert: Frauen mit Behinderung. Ihre vermeintliche Hilflosigkeit macht die Gefahr groß, dass sie Opfer von Gewalt werden. Mit der multimedialen Ausstellung "Silent Tears/Stille Tränen" will die Christoffel-Blindenmission (CBM) auf ihre Situation aufmerksam machen – und die Sichtbarkeit und Stärke der Frauen fördern.

Achtung, Triggerwarnung: Die folgenden Kunstwerke und dazugehörigen Geschichten thematisieren Gewalthandlungen gegen Frauen.

Eine junge Frau im Rollstuhl wird von einer anderen Frau eine Rampe hochgeschoben. © Silent Tears Projekt
Radio – Andrea – Guatemala: Andrea ist aufgrund einer Schussverletzung vom Hals an gelähmt. Durch eiserne Therapie ist sie zurück an der Universität und arbeitet beim Radio.

Frauen mit Behinderung sind aufgrund struktureller Diskriminierung und Stigmatisierung einem hohen Risiko von Gewalt ausgesetzt. Wegen ihrer vermeintlichen Hilfslosigkeit und ihrer Verletzlichkeit werden sie überdurchschnittlich häufig Opfer gewalttätiger Handlungen. Nicht selten geschieht dies durch Menschen aus dem direkten Umfeld, von denen sie abhängig sind.

Die Ausstellung "Silent Tears" verleiht diesen Frauen eine Stimme – und die CBM stärkt Frauen mit Behinderung durch ihre Projektarbeit.

Geschichten der Frauen

Über die Ausstellung

Eine junge Frau schaut aus einem Fenster © Silent Tears Projekt
Never Give Up – Marina – Indien: Für Marina ist Bildung der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Wegen ihrer Körperbehinderung wollten ihre Eltern Marinas Ausbildung nicht finanzieren. Sie hat sich alles alleine ermöglicht.

Silent Tears ist eine multimediale Ausstellung über Gewalt an Frauen mit Behinderung. Frauen aus aller Welt teilen dabei ihre Geschichten mit der Öffentlichkeit.

Sie alle sind Frauen, die aufgrund ihrer Behinderung Opfer von Gewalt wurden oder eine Behinderung davontrugen, weil ihnen Gewalt angetan wurde: von erzwungener Sterilisierung, Genitalverstümmelung, Missbrauch bis hin zu fehlender juristischer Gerechtigkeit.

Ihr Weg zur Überlebenden war oftmals steinig und einsam, doch die Silent Tears, die stillen Tränen, stehen für den Wendepunkt hin zu Hoffnung, Einheit und Stärke. Mit der Veröffentlichung ihrer Geschichten geben die Frauen ein starkes Zeugnis ab und ermächtigen sich ihrer eigenen Geschichte.

Die Ausstellung ist ein Gesamtwerk der Künstlerinnen Belinda Marson, Denise Beckwith, Margherita Coppolino und des Künstlers Dieter Knierim. Weitere Informationen zum Silent-Tears-Projekt finden Sie auf der englischsprachigen Homepage zur Ausstellung.

Turning Life Around – Shabana’s Story

Beispiel für ein CBM-gefördertes Projekt gegen geschlechtsbasierte Gewalt an Frauen mit Behinderung in Pakistan

Junge Frau mit Kopftuch

Die Forderungen der Christoffel-Blindenmission

  • Weibliche Figur

    Gerechtigkeit für alle! Konsequente Analysen zu Mehrfachdiskriminierungen beseitigen Barrieren und Diskriminierungen.

  • Megaphon

    Eine Stimme für alle! Mädchen und Frauen mit Behinderung müssen in ihren Rechten gestärkt und durch echte Beteiligung gezielt gefördert werden.

  • Aufgeschlagenes Buch

    Fakten sammeln! Systematische Sammlung und Analyse von Daten, aufgeschlüsselt nach Alter, Behinderung, Geschlecht und Migrationsstatus.

Mit Unterstützung weiterer Kooperationspartner bringt die CBM Silent Tears erstmals nach Deutschland und startet eine öffentliche Debatte über das Thema Mehrfachdiskriminierungen.

  • Logo: giz Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Gmbh

    Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

  • Eine junge Frau schaut aus einem Fenster

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

  • Logo: cbm in Kleinbuchstaben, daneben ein Stern aus Punkten, darunter der Name christoffel-blindenmission

    CBM Christoffel-Blindenmission Christian Blind Mission e.V.