Eine Frau verkauft Früchte auf dem Markt. © CBM

Uganda – die Perle Afrikas

Winston Churchill sagte über Uganda, es sei die "Perle Afrikas". Der ostafrikanische Staat hat fruchtbare Böden und ist dank vielen großen Seen wie dem Viktoriasee reich an Wasser. Trotzdem gehört Uganda zu den ärmsten Ländern der Welt.

Ein Land mit einer einzigartigen Schönheit...

Ugandische Landschaft mit Bäumen im Vordergrund und einem See im Hintergrund. © CBM/argum/Einberger
Uganda beeindruckt durch seine Vielfalt: Von großen Seen über schneebedeckte Berge bis hin zu tropischen Ebenen hält das ostafrikanische Land spektakuläre Naturschauspiele bereit.

Abwechslungsreicher könnte ein Land wohl kaum sein: Während im Westen der Mount Stanley mit seinen 5.109 Metern als dritthöchster Berg Afrikas mit schneebedeckten Spitzen und Gletschern punktet, findet sich im Südosten der größte See des Kontinents – der Viktoriasee mit seinem besonderen Artenreichtum. Weite Savannen prägen das Landschaftsbild genauso wie üppige Regenwälder.

Schützenswerte Tierwelt

Zehn Nationalparks bewahren zudem eine einzigartige Tierwelt. Unter anderem lebt im Bwindi Impenetrable National Park die Hälfte aller weltweit noch existierenden Berggorillas. Und auch die Uganda-Grasantilope ist hier beheimatet. Das Besondere: Sie zählt mit einer Länge von bis 1,80 Metern zu den größten Antilopenarten.

  • Eine Frau und ein Kind stehen inmitten von übermannshohen Pflanzen.

    Knapp 77 Prozent der Menschen in Uganda leben auf dem Land.

  • Zwei Löwen liegen hoch oben in Baumwipfeln.

    Sonst selten, in Uganda normal: auf Bäume kletternde Löwen.

  • Eine runde Backsteinhütte mit strohgedecktem Dach als typisches ugandisches Haus auf dem Land.

    Ein typisches ugandisches Haus auf dem Land.

  • Gewürzsäcke mit vielen verschiedenen bunten Gewürzen

    Uganda hält eine bunte und vielfältige Gewürzwelt bereit.

... und vielen Problemen

Gruppenbild einer Familie © CBM
Wer besonders arm ist, läuft in Entwicklungsländern häufiger Gefahr, eine Behinderung zu bekommen. Mangelernährung oder fehlende Gesundheitssysteme können dafür verantwortlich sein, dass Menschen Behinderungen entwickeln.

Trotz seiner Vielfalt gilt Uganda noch immer als eines der ärmsten Länder der Welt. Fast 42 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut. Obendrein hat die Krankheit Aids für viel Leid gesorgt. Weil so viele daran starben, ist fast die Hälfte der Bevölkerung heute jünger als 15 Jahre.

Armut bedingt Behinderung

In Uganda leben knapp 42,9 Millionen Menschen. Über zwölf Prozent der Bevölkerung haben eine Behinderung: mehr als fünf Millionen Menschen! Sie sind auch am stärksten von der hohen Armutsrate im Land betroffen. Mehr als ein Drittel aller Ugander und Uganderinnen müssen mit weniger als einem Euro am Tag zurechtkommen.

Die CBM in Uganda

Seit 1971 ist die CBM in Uganda tätig und unterstützt derzeit acht Projekte mit den Schwerpunkten Augenmedizin und Orthopädie.

Beispielhaft für die Arbeit der CBM in Uganda stehen die Mengo-Augenklinik und das CoRSU-Projekt mit orthopädischer und wiederherstellender plastischer Chirurgie sowie angeschlossenen Rehabilitationsprogrammen.

Da die meisten Menschen in Uganda in schwer zugänglichen ländlichen Gebieten leben, sind mobile Teams im Auftrag der CBM unterwegs, um auch in den entlegendsten Gebieten Menschen zu finden, die medizinische Hilfe brauchen oder um Aufklärungsarbeit zu leisten.

Uganda im Überblick

Die ugandische Hauptstadt Kampala bei Nacht. © CBM/Echwalu
Ca. zwei Mio. Menschen leben in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Der Name bedeutet so viel wie "Hügel der Antilopen".
  • Fläche: 241.500 km²                               
  • Einwohner: 42,9 Mio. (Stand 2017)  
  • Hauptstadt: Kampala
  • Klima: tropisches Hochland
  • Sprachen: Englisch, Suaheli, weitere Sprachen wie Luganda¹
  • Religion: ca. 80 Prozent Christen, fast 14 Prozent Muslime¹
  • Lebenserwartung: 60,2 Jahre² (DEU: 81,2)
  • Kindersterblichkeit: 49 von 1.000³ (DEU: 4 von 1.000)
  • Human DeveIopment Index: Platz 162 von 189²
  • Anteil extrem armer Menschen: 41,6 Prozent (Stand 2016)³

Quellen:
¹ Auswärtiges Amt; ² Human Development Index; ³BMZ