Augen- und ohrenmedizinische Versorgung sicherstellen
Augenleiden gehörten in Tansania lange zu den zehn häufigsten Krankheitsursachen und stellen auch heute noch ein großes Gesundheitsproblem dar. Gleichzeitig sind Hörbehinderungen und Erkrankungen des Ohrs im Land weit verbreitet. Ursachen hierfür sind unter anderem Infektionen, der begrenzte Zugang zu medizinischer Versorgung sowie eine unzureichende Aufklärung der Bevölkerung.
Da viele Menschen in Tansania keine Krankenversicherung haben und sich auch keine medizinische Behandlung leisten können, werden gerade sie vom CBM-geförderten Kilimandscharo-Hospital unterstützt. So erhalten auch besonders arme Patientinnen und Patienten Zugang zu medizinischer Hilfe.
Das KCMC in Moshi, der Hauptstadt der Kilimandscharo-Region, wurde 1971 von der "Good Samaritan Foundation of Tanzania" eröffnet. Es entwickelte früh spezialisierte Fachabteilungen, darunter eine Augenklinik, die später als erste Einrichtung des Landes auch Kinder augenchirurgisch versorgen konnte. Bis heute ist das ein wichtiger Schwerpunkt der Augenklinik. Kinder und Erwachsene mit Augenkrankheiten werden untersucht, bei Bedarf operiert und in der Nachsorge betreut.
Heute verfügt das KCMC zudem über eine leistungsstarke Hals-Nasen-Ohren(HNO)-Abteilung, die zu den führenden Zentren des Landes zählt. Zu den Dienstleistungen der Ohrenabteilung gehören umfassende Untersuchungen, bei denen Erkrankungen des Ohrs und Hörprobleme frühzeitig erkannt werden. Im Therapiebereich werden akute und chronische Ohrenkrankheiten behandelt, einschließlich chirurgischer Eingriffe. Darüber hinaus werden Aufklärungs- und Präventionsprogramme durchgeführt, um die Bevölkerung über Ohrenerkrankungen und ihre Vorbeugung zu informieren. Damit spielt die HNO-Abteilung eine wichtige Rolle bei der allgemeinen Gesundheitsversorgung in der Region, denn sie trägt wesentlich dazu bei, die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten zu verbessern, indem sie lebenslanger Hörbehinderung vorbeugt.