Eine Gruppe von Kindern im Alter zwischen etwa fünf bis sieben Jahren sitzen nebeneinander im Freien auf dem Boden. Eine Frau vor ihnen zeigt auf eine dort aufgestellte Tafel. Ein Mann steht daneben mit Stift und Schreibblock.

Bildung für Kindern mit Behinderungen!

Die Lebensbedingungen in der Turkana-Region im Nordwesten Kenias sind extrem. Armut und Dürre machen den Menschen das Leben schwer. Wo können Kinder mit Behinderungen in dieser Notlage zur Schule gehen? Mit unserem Partner "Waldorf Kakuma Project" helfen wir ihnen: Machen Sie mit!

Geflüchtete Kinder mit Behinderungen brauchen unsere Hilfe

Ein etwa achtjähriger Junge und eine etwa 65-jährige Frau halten leere Blechteller hoch. Sie sind in einer Strohhütte.
Shadrack (l.) hat eine Sehbehinderung. Mit seiner Großmutter lebt der Siebenjährige in einem Camp für Geflüchtete in der Turkana-Region.

Unser Projektgebiet in der Turkana-Region ist nicht nur von Naturkatastrophen betroffen. Konflikte und große Fluchtbewegungen aus den Nachbarländern verschärfen die schwierige Lage. Zehntausende Familien leben in Camps und Gemeinden, die den Geflüchteten Zuflucht gewähren. Viele Menschen sind ständig auf der Suche nach Wasser und wissen nie, ob das Essen für ihre Familien reicht.

Kein Unterricht für Kinder mit Behinderungen

Abgeschiedenheit, eingeschränkte Bewegungsfreiheit und die instabile Sicherheitslage machen es den Menschen schwer, Arbeit, Bildung und medizinischer Versorgung zu erhalten. Vor allem Kinder mit Behinderungen haben nur eingeschränkten Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung. Die Lehrerinnen und Lehrer sind oft nicht dafür ausgebildet, ihren Unterricht inklusiv zu gestalten – und geeignetes Lern- und Lehrmaterial gibt es nicht.


Keine Bildung – keine Arbeit – kein Einkommen

All diese diese Faktoren führen dazu, dass es für Kinder mit Behinderungen besonders schwer ist, eine gute Schulbildung zu bekommen. Wer keinen Schulplatz hat oder keine Chance, dem nicht für Kinder mit Behinderungen angpassten Unterricht zu folgen, kann später keinen Schulabschluss machen. Das hat weitreichende, langfristige Folgen: Die betroffenen Kinder können später keine Ausbildung machen und haben kaum Chancen, einmal ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können.

Förderung von Kindern, ihren Familien und Lehrern

In Massai-Tracht gekleidete Frauen, Männer und Kinder sitzen in einer Gruppe auf dem Boden unter einem Baum, vor ihnen stehen ewa fünf Menschen, daneben ein Auto mit CBM-Logo.
Bei einem Außeneinsatz werden Eltern über die Rechte ihrer Kinder mit und ohne Behinderungen geschult.

Das Projekt setzt den Schwerpunkt darauf, Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen den Zugang zu inklusiver Bildung zu ermöglichen. Gleichzeitig unterstützt es Kinder aus geflüchteten Familien dabei, bessere Entwicklungschancen zu erhalten. Der CBM-Projektpartner "Waldorf Kakuma Project" (WKP) hilft seit Jahren auch im Auftrag des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) in der Turkana-Region.

WKP erarbeitet sowohl Bildungs- als auch Kinderschutzprogramme. Die CBM ist seit 2015 in der Region aktiv, insbesondere im Camp Kakuma, einer der größten Flüchtlingssiedlungen der Welt. Dort gibt es ein Förder- und Lernzentrum. Um ihre Bildungschancen nachhaltig zu verbessern, werden über den gesamten Projektzeitraum insgesamt rund 3.500 Kinder mit und ohne Behinderungen im Alter von drei bis elf Jahren, 400 Familienangehörige sowie 30 Lehrkräfte und Beschäftigte im Sozialdienst unterstützt.

Helfen Sie mit! Das erreichen wir gemeinsam:

  • Haus

    Barrierefreier Ausbau eines Förder– und Lernzentrums in der Flüchtlingscamp-Region sowie Ausstattung der vorhandenen Schulen

  • Aufgeschlagenes Buch

    Bereitstellung vielfältiger inklusiver Lernmaterialien von Brailleschrift bis hin zu spielerischen, sensorischen und motorischen Hilfsmitteln

  • Arztkoffer

    Medizinische Außeneinsätze, Hilfsmittelversorgung, therapeutische Materialien, Medikamente und Über-weisungen an Krankenhäuser

  • Sieben Figuren bilden eine Gruppe

    Eltern werden für die Herausforderungen ihrer Kinder mit Behinderungen gestärkt, Förderung von Inklusion durch Gemeinschaftsaktivitäten für alle

Die Eckdaten des Kakuma-Projekts

Ein Junge von etwa sieben Jahren sitzt in einem Klassenzimmer an einem Schreibpult, auf dem ein aufgeschlagenes Heft liegt. Der Junge hält einen Stift in der Hand.
Shadrack hat eine Sehbehinderung und lebt in einem Flüchlingscamp. Dank CBM-Partner WKP wird er in einem Bildungszentrum unterrichtet. Dort bekommt er auch Mahlzeiten.

Projektname: SHINE Project Kenya

Projektort: Turkana-Region, im Nordwesten Kenias

Partnername: Waldorf Kakuma Project (WKP)

Beginn der Projektpartnerschaft mit der CBM: 2020

Zielgruppe: Kinder mit Behinderungen in der Turkana-Region

Projektvolumen: Um das Projekt dieses Jahr erfolgreich umsetzen zu können, benötigen wir 200.000 Euro.

Unser Ziel: Kinder mit und ohne Behinderungen besuchen gemeinsam die Schule und machen einen Schulabschluss, der sie für ein Studium oder eine Berufsausbildung qualifiziert. Ihre Lehrerinnen und Lehrer sind darin ausgebildet, den Unterricht inklusiv zu gestalten und auch Kinder mit Behinderungen bestmöglich auf ihre Schulabschlüsse vorzubereiten. Eltern und Gemeinschaften sind dafür sensiblisiert, ihre Kinder bzw. Mitglieder mit Behinderungen zu stärken, damit sie ihre Rechte wahrnehmen können. Die nötige Infrastruktur in Verwaltungen und Schulen ist vorhanden.

Die Wirkung: 
Menschen mit Behinderungen können so selbstständig wie möglich leben, haben ein ausreichendes Einkommen, können ihre Rechte wahrnehmen und sind respektierte Mitglieder der Gesellschaft.

Wir brauchen Ihre Unterstützung, um in der Turkana-Region nachhaltig zu helfen!

Kinder von etwa fünf bis sieben Jahren stehen nebeneinander, lachen und heben teils die Arme hoch.
Shadrack (4.v.r.) hat in den Pausen Spaß beim Spielen mit den anderen Schulkindern.

Nur mit Ihrer Unterstützung ist es uns möglich, Kindern mit und ohne Behinderungen den Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen. Es sind Kinder wie Shadrack aus dem Flüchtlingscamp in der Turkana-Region, denen Sie helfen.

Dank der Schulbildung haben sie die Chance, später einen Beruf zu erlernen und selbst für sich und ihre Familien zu sorgen. So verbessert sich nicht nur ihre Lebenssituation, sondern auch die vieler Menschen in den Camps.

 

Video ?: Schule für alle!

Kinder von etwa fünf bis sieben Jahren sitzen nebeneinander im Freien auf dem Boden. Einige lachen.

Sie möchten das Projekt unterstützen oder mehr darüber erfahren? Rufen Sie uns gerne an!