Eine Frau in den Vierzigern mit einem bunten Kopftuch drückt den Rücken ihres Daumens ans rechte Auge. Sie sitzt in der Öffnung einer Lehmhütte. Schriftzug: CBM-Initiative TRACHOMFREI 2030

Schützen Sie Menschen in Äthiopien vor Trachom!

Die vernachlässigte Tropenkrankheit Trachom ist quälend. Wer mit der bakteriellen Augeninfektion infiziert ist, braucht rasch Hilfe, denn sie kann schlimmstenfalls zu Blindheit führen. Doch in abgelegenen Risikogebieten fehlt die Gesundheitsversorgung! Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Betroffenen helfen – und Trachom bis 2030 besiegen.

Unser Projekt auf einen Blick

  • Das Projektziel: Die blindmachende Augenkrankheit Trachom in Äthiopien besiegen
  • Die Projektstrategie: SAFE
    Surgery – Operationen der erkrankten Augen,
    Antibiotika-Behandlung und Vorbeugung mit Antibiotika,
    Facewashing – Hygieneaufklärung zum Waschen des Gesichts,
    Environmental improvement – Verbesserung der Lebensumstände, wozu eine gute Wasserversorgung gehört
  • Der Projektname: Amhara Trachoma Control Program
  • Unser lokaler Projektpartner: Organization for Rehabilitation and Development in Amhara (ORDA)
  • Die Projektregion: Amhara-Region im Norden Äthiopiens

Mit Ihnen stoppen wir Trachom bis 2030!

Eine Frau mit Koptuch und getrübten Augen, daneben der Schriftzug: Diese Krankheit besiegen wir für immer.

Lassen Sie uns den Menschen in abgelegenen Regionen helfen! Die CBM kümmert sich schon seit den 60er Jahren um Trachomkranke, seit den 1970ern auch in Äthiopien.

Weltweit leben 97,1 Millionen Menschen in Risikogebieten. Sie sind besonders gefährdet, an Trachom zu erkranken. Diese Gefahr wollen wir zusammen mit der WHO und Ihnen bis 2030 stoppen!

In Äthiopien wütet die Krankheit am heftigsten und bedroht die Zukunft der Menschen. Während sie in anderen Ländern bereits ausgerottet ist, wohnen rund zwei Drittel der weltweit von Trachom bedrohten Menschen in dem armen Land am Horn von Afrika.

Wasser ist der einfachste Schutz

Eine Frau mit hält die Händer in den Wasserstrahl, der aus einem Wasserkessel läuft. Schriftzug: Ohne Wasser droht Blindheit

Eigentlich reicht es, regelmäßig Hände und Gesicht zu waschen, um sich nicht mit der bakteriellen Augeninfektion Trachom anzustecken. Das klingt so einfach! Aber in Ländern, in denen Trachominfektionen verbreitet sind, ist das manchmal gar nicht möglich.

Auch in Äthiopien ist sauberes Wasser Mangelware – von fließendem, sauberen Wasser können viele nur träumen. Für einen Kanister mit wenigen Litern Wasser müssen arme Familien oft kilometerweit laufen. Denn es gibt zu wenig Brunnen, viele schöpfen das Wasser aus Tümpeln.

Die CBM arbeitet schon seit den 60er Jahren kontinuierlich dafür, Trachom weltweit einzudämmen. 2002 waren laut WHO noch 1,5 Milliarden Menschen weltweit der Gefahr von Trachom ausgesetzt. Heute sind es 94 Prozent weniger als zu Beginn des Jahrtausends, ein immenser Fortschritt!

 

Die CBM-Hilfe für trachomkranke Menschen – von den Anfängen bis heute

1960er

Die gezielte Trachomarbeit der CBM beginnt

"Mit dem Unterhalt einer Armenapotheke unweit von Isfahan fällt der Startschuss im Kampf gegen blindmachende Krankheiten", berichtet die CBM in den 1960er Jahren ihren Spenderinnen und Spendern. Bald darauf beginnt auch die Trachomarbeit in Afghanistan, wo ab 1966 in der NOOR-Augenklinik in Kabul routinemäßig Trachomoperationen durchgeführt wurden, dann auch in Pakistan, Indien und in Äthiopien.

Eine Frau im weißen Kittel untersucht das Auge einer anderen Frau.
1970er

Augensalbe für die Menschen in Afrika

Anfang der 1970er wird Trachom als großes Problem der Augengesundheit auch in CBM-geförderten Projekten in Ägypten und weiterhin in Äthiopien behandelt. 1973 wird die antibiotische Tetracyclin-Augensalbe eingeführt. Mitarbeiter in CBM-geförderten Projekten verteilen sie – mit Erfolg! Die Salbe bewirkt, dass die akute Augenentzündung abheilt.

Ein Mann behandelt das Auge eines Kindes mit Salbe.
1980er

Besonders stark betroffen: Äthiopien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 500 Millionen Menschen in armen Regionen an Trachom leiden. Äthiopien ist besonders stark betroffen, schon die Kinder. Ein CBM-Augenarzt und sein Team behandeln und operieren dort bis zu 140 trachomkranke Menschen pro Tag.

Frau mit geschwollenen Augenlidern
1990er

Erstmals spezielle Trachomprogramme

1993 wird in 245 CBM-unterstützten Projekten Trachom vorgebeugt – mit Dorf-Gesundheitsaufklärung, Bau von Brunnen und sanitären Anlagen, Augenlid-Operationen und der Verteilung von Tetracyclin-Salbe. Ab 1999 fördert die CBM spezielle Trachom-Bekämpfungsprogramme ("Trachoma Control Programmes"): 14 in Äthiopien, Ghana und Tansania, eines in Myanmar. Dazu kommen viele Augenkliniken, die auch bis dahin und weiterhin trachomkranke Menschen bei Außeneinsätzen untersuchen, Medikamente an sie verteilen und sie operieren.

Ein Mann mit Stirnlampe untersucht die Augen eines Kindes, weiter Personen sitzen dabei.
2000er

Eine Tablette für ein ganzes Jahr

Neben Tetracyclin-Salbe werden jetzt auch in großem Stil die vom Pharmakonzern Pfizer zur Verfügung gestellten Azithromycin-Tabletten in CBM-geförderten Trachomprogrammen verteilt. Der außerordentliche Vorteil: Eine Tablette bietet Schutz für ein ganzes Jahr.

Ein Kind mit Kopftuch streckt die Hände hoch, in denen es einen Becher und zwei Tabletten hält.
2007

Kenia – auf dem Weg, TRACHOMFREI zu werden!

In Kenia fördert die CBM ab 1971 augenmedizinische Arbeit. Schwester Gloria Sauck (l.) zeigt Schulkindern in Samburu, wie sie sich am besten das Gesicht waschen, damit Trachom sich nicht mehr so schnell verbreiten kann. Gloria zieht ihre Augenlider nach oben. Hellrosa Haut wird sichtbar: "Hier versteckt sich die Krankheit am liebsten", erklärt sie den Kindern.

Schulkinder stehen in einer Schlange vor einem Eimerchen, das an einem Baum hängt und aus dessen Boden ein dünner Wasserstrahl läuft.
2016

Trachom-Aktion: Welttag des Sehens in Uganda

Eine CBM-Aktion in der Region Karamoja sensibilisiert die Menschen am Welttag des Sehens in Uganda für die Augenkrankheit Trachom, sogar der Minister der Region ist dabei. Noch gibt es Trachom in Uganda, doch vor 2030 soll das Land TRACHOMFREI werden. Seit 1971 fördert die CBM Partnerprojekte im Land, die Augenpatienten versorgen.

Drei Menschen stehen neben einem Plakat, auf dem über einen medizinischen Außeneinsatz für Augenpatienten in Karamoja/Uganda am Weltsehtag 2016 informiert wird.
2016

CBM-Trachomarbeit ausgezeichnet: Wasserpreis

2016 erhält die CBM den Wasserpreis ("Water Award") der "International Society for Neglected Tropical Diseases" (Internationale Gesellschaft für vernachlässigte Tropenkrankheiten) für ihren innovativen Ansatz im Kampf gegen Trachom in Äthiopien.

Ein Junge wäscht sich die Augen mit Wasser. Es fliept aus einem Wasserhahn, der an einer Kunststofftonne angebracht ist.
2018

Ghana ist trachomfrei!

2018 bestätigt die WHO die Ausrottung von Trachom in Ghana! Die CBM war dort mit ihrem lokalen Partner seit 1995 an der Trachom-Bekämpfung beteiligt. Sie ermöglichte dutzende Außeneinsätze, schulte Fachkräfte und beteiligte sich an einer Studie zur Massenverteilung von Antibiotika. CBM-Arzt Dr. Babar Qureshi: "Dass Ghana als erstes afrikanisches Land Trachom besiegt hat, ist ein Meilenstein und ein Grund zu feiern – nicht nur für Ghana, sondern für den gesamten Kontinent."

Eine junge, lachende Frau hält beide Hände hoch. Sie steht im Freien vor einer Hütte.
2018

Hilfe für den Jemen

Die erste groß angelegte Behandlungskampagne gegen Trachom im Jemen unterstützt die CBM 2018 mit ihren Partnern: Etwa 450.000 Menschen in Hochrisikogebieten erhalten Antibiotika – und die Hygienebedingungen werden verbessert.

Eine Frau im weißen Kittel untersucht das Auge einer anderen Frau.
2020

Myanmar ist trachomfrei!

In Myanmar gelingt die Eliminierung von Trachom! Seit den 1980er Jahren hatte die CBM an der Seite der Regierung des südostasiatischen Landes und der WHO gekämpft, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Sie stellte Antibiotika zur Verfügung, schulte einheimische Fachkräfte und half mit medizinischer Ausrüstung und Fahrzeugen, um die augenmedizinische Hilfe in die abgeschiedensten Regionen des Landes zu bringen.

Ein Mädchen wäscht sich die Hände an einem Wasserhahn.
2021

Erste Trachomhilfe für den Südsudan

Die CBM ist die erste Organisation, die umfassende Hilfe zu den von Trachom bedrohten Menschen im Bundesstaat Unity bringt. 2021 ging es los mit der Verteilung von Antibiotika sowie Hygieneschulungen. Augenlid-Operationen retten die schwer erkrankten Menschen vor dem Erblinden. Auch die Ausbildung von Trachom-Chirurgen gehört zum Hilfsprogramm.

Afrikanisches Kleinkind auf dem Arm einer Frau
2022

Malawi ist trachomfrei!

In Malawi haben wir mit dem Gesundheitsministerium und Partnerorganisationen die vier wichtigen SAFE-Maßnahmen über Jahre konsequent umgesetzt: Operationen (Surgery), Antibiotika-Verteilung, Hygieneschulungen (Facial cleanliness), Wasserversorgung (Environment). Es hat sich gelohnt! Das Land ist frei von Trachom.

Ein Chirurg beugt sich über den Patienten auf dem OP-Tisch.
2024

Pakistan ist trachomfrei!

Mehr als drei Millionen Menschen haben durch die CBM-Hilfe der vergangenen Jahre profitiert: Zahlreiche neue Waschstationen, Handpumpen und Toiletten ermöglichen eine bessere Hygiene, die wichtig ist zur Vorbeugung der Augenkrankheit. In sogenannten WASH-Clubs lernten Schülerinnen und Schüler, sich regelmäßig das Gesicht und die Hände zu waschen. Außerdem verteilten CBM-Partnerprojekte Medikamente und führten mehr als 20.000 Augen-Operationen durch.

Plakat mit der Aufschrift "Free Medical and Eye Camp", daneben steht eine Frau im Sari und ein Mann in Hemd und Pluderhose
2025

Burundi ist trachomfrei!

Die gefährliche Augenkrankheit Trachom ist in Burundi gestoppt! Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Land offiziell für trachomfrei erklärt. Seit 2007 engagiert sich die CBM dort bei der Trachombekämpfung: Über eine Million Menschen haben CBM-geförderte Hilfe erhalten – durch die Verteilung von Antibiotika und Augen-Operationen.

Eine Frau im weißen Kittel untersucht die Augen eines jungen Mannes im gelben T-Shirt.

Hier hat die CBM geholfen!

In Äthiopien, im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik und in der Demokratischen Republik Kongo sind CBM-Partnerprojekte im Einsatz gegen Trachom. In Burundi, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Tansania, Uganda und weiteren Ländern haben CBM-Partnerprojekte Menschen über die Krankheit informiert, sie mit Medikamenten versorgt und wenn nötig an den Augenlidern operiert.

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