Mondestas Sehprobleme sind richtig schlimm geworden. "Wenn ihr etwas herunterfällt, kann sie es nicht mehr wiederfinden“, erzählt Mondestas Vater. Und es fällt der Dreijährigen zunehmend schwerer, sich zu orientieren. Mondestas Mutter hat die beiden verlassen, deshalb ist die Kleine jetzt bei ihrer Großmutter, wenn der Vater als Motorradtaxifahrer oder auf dem Feld arbeitet. Mondestas Oma lässt die Kleine nicht mehr allein herumlaufen.
Zu viele Gefahren für ein blindes Kind
"Es gibt hier zu viele Gefahren für ein blindes Kind", erklärt sie und deutet auf die Schlaglöcher im Weg, der an der Lehmhütte der armen Familie vorbeiführt, und auf die Büsche und Bäume, deren niedrige Äste drohen, Mondesta ins Gesicht zu schlagen. "Sie stößt sich an allem, weil sie es nicht mehr sehen kann", erzählt die Oma. Die Sorgenfalten graben sich dabei noch tiefer in ihr Gesicht. Weil die Sehprobleme der Kleinen immer größer wurden, bringt sie das Mädchen ins nächste Krankenhaus in der Stadt Geita. Jetzt wissen Oma und Vater, warum ihre Kleine solche Probleme hat. "Uns wurde gesagt, Mondesta hat Grauen Star. Davon hatten wir noch nie zuvor gehört", sagt die Oma. Sie weiß jetzt auch, dass die Kleine eine Operation braucht, dringend. Aber die Familie ist arm. Sie hat dafür kein Geld.