Vor Lakshmis Augen liegt dichter Nebel. Das Mädchen ist nahezu blind. Tag für Tag sitzt es in dem winzigen Häuschen seiner Familie oder setzt sich auf die Türschwelle. Von dort lauscht die Kleine dem Lachen der anderen Kinder in ihrem Dorf im Osten Indiens. So gerne würde sie mit ihnen Fangen spielen oder Seilspringen. Aber jeder Schritt könnte gefährlich für sie werden.
Angst vor einem Sturz
Wo Laksmi wohnt, verlaufen Abflussgräben für Regenwasser – ohne Abdeckungen. Für ein blindes Kind könnte ein Sturz in diese Gräben schlimm enden.
Früher war das Mädchen ein echter Wirbelwind. Doch seit Lakshmi immer schlechter sieht, ist sie zum Stillsitzen verurteilt, auch weil ihre Mutter Nurukurthi fürchtet, dass Lakshmi sich verletzt. Sie bangt auch um die Zukunft des fünf Jahre alten Mädchens. Denn blind kann die Kleine nicht mehr zur Schule gehen.
Lakshmis Mutter muss sich um Lakshmis neugeborene Brüderchen kümmern und der Vater arbeitet auf dem Feld für andere Farmer, um Geld zu verdienen. Da ist die Sorge groß, ob die Familie überhaupt das Geld für die ärztliche Behandlung aufbringen kann, die Lakshmi jetzt so dringend braucht.