Ursachen und Vorkommen von Flussblindheit
Flussblindheit gehört zu den sogenannten "Big Five" der insgesamt 21 vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTD) – neben Trachom, Elefantiasis, bodenübertragenen Wurmerkrankungen und Bilharziose. Diese fünf NTD treten am häufigsten auf.
Überträger der Krankheit ist die Kriebelmücke. Sie dient als Zwischenwirt des eigentlichen Erregers, der Fadenwurmart Onchocerca volvulus. Lebensraum der Mücke sind vor allem Ufergebiete schnell fließender Flüsse. Da als eine Krankheitsfolge unheilbare Blindheit droht, wird die Erkrankung auch als Flussblindheit bezeichnet. Am stärksten gefährdet sind afrikanische Staaten südlich der Sahara, die Menschen im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Venezuela sowie der Jemen. Mehr als 99 Prozent der infizierten Menschen leben in Afrika und im Jemen.