Die dreijährige Kushi aus Indien wird an den Augen untersucht. Sie hatte angeborenen bilateralen Grauen Star, es drohte Kindernlindheit. Nach einer erfolgreichen Grauer Star-OP kann sie wieder sehen. © CBM

Kinderblindheit

Schockierend: Jahr für Jahr erblinden zwischen 250.000 und 500.000 Kinder! Grauer und Grüner Star gehört dabei zu den häufigsten Ursachen für Kinderblindheit in armen Ländern, obwohl eine Behandlung die Krankheiten stoppen könnte. Mit ihren Spenderinnen und Spendern bekämpft die Christoffel-Blindenmission (CBM) vermeidbare Kinderblindheit.

  • 1,4 Mio. Kinder weltweit sind blind.

  • 500.000 Bis zu 500.000 Kinder erblinden jährlich.

  • 1,9 Mio. Kinder wurden 2017 augenmedizinisch untersucht.

Kinderblindheit hat viele Ursachen

Für Blindheit bei Kindern gibt es vielfältige Ursachen. Besonders häufig sind jedoch angeborener Grauer oder Grüner Star, Vitamin-A-Mangel, aber auch Frühgeborenenretinopathie oder extreme Kurz- oder Weitsichtigkeit.

Die dreijährige Kushi aus Indien wird von ihrer Großmutter auf dem Arm gehalten. Kushi hatte angeborenen bilateralen Grauen Star, es drohte Kindernlindheit. Nach einer erfolgreichen Grauer Star-OP kann sie wieder sehen. © CBM
Khushi (3) aus Indien strahlt mit ihrer Großmutter um die Wette: Das kleine Mädchen hatte angeborenen Grauen Star – es drohte Kinderblindheit. Nach einer erfolgreichen Grauer Star-OP wird sie sehen können!

Die meisten blinden Kinder leben in Asien und Afrika

Von den etwa 1,4 Millionen irreversibel blinden Kinder weltweit leben die meisten in Asien (700.000) und Afrika (300.000). Man schätzt, dass Kinderblindheit 70 Millionen Blindheitsjahre (Anzahl blinder Kinder multipliziert mit der Anzahl der Lebensjahre) verursacht. Eine unvorstellbar hohe Zahl an Lebensjahren, die die Betroffenen in Dunkelheit verbringen müssen!

Blindheit wäre vermeidbar

Das Tragische daran: Die genannten Blindheitsursachen müssten gar nicht zu Blindheit führen, wenn sie rechtzeitig entdeckt und behandelt würden! Dennoch erblinden viele Kinder in armen Ländern, weil sie keine Chance auf eine gute medizinische Versorgung haben. Häufigkeit und Ursachen vermeidbarer Erblindung im Kindesalter werden weitgehend davon bestimmt, wie gut die Gesundheitsversorgung auch für arme Menschen ist und welche augenmedizinischen Dienste es gibt.

Frühe Behandlung kann Blindheit vorbeugen

Entscheidend ist, dass Augenkrankheiten und -verletzungen frühzeitig erkannt und fachgerecht behandelt werden. Denn etwa die Hälfte aller Erblindungen bei Kindern ließen sich dadurch vermeiden. Dauerhafte Blindheit kann in vielen Fällen z. B. durch Operationen oder die Vergabe von hochdosierten Vitamin-A-Kapseln verhindert werden. Deshalb setzt sich die CBM für einen flächendeckenden Ausbau von Basisgesundheitsdiensten mit Kenntnissen über Kinderaugenheilkunde ein.

 

  • Lächelndes Mädchen mit Augenklappe
    125
    Spenden

    Graue-Star-OP: Kind

    Mit einer Grauen-Star-OP helfen Sie einem blinden Kind, wieder ungetrübt in die Zukunft zu sehen.

  • Ein Kind mit Schulranzen
    25
    Spenden

    Schul-Kit

    Spenden Sie Schulmaterial für ein blindes Kind wie eine Braille-Tafel mit Griffel und ein Mathe-Set mit Abakus.

  • Hände mit Medikamenten
    18
    Spenden

    Medikamente

    Spenden Sie Medikamente für Menschen in Entwicklungsländern, um Behinderungen vorzubeugen.

Das haben CBM-Spenderinnen und -spender ermöglicht

2017 wurden rund 61.000 Kinder an den Augen operiert, davon fast 41.000 am Grauen Star.

Fast 40.000 blinde oder sehbehinderte Jungen und Mädchen unterstützte die CBM mit gemeindenaher Rehabiliation, z. B. mit "Skillstraining", bei dem sie wichtige Fertigkeiten erlernen, die ihnen im Alltag nützlich sind – wie der Umgang mit dem Taststock.

Mehr als 7.000 Kinder mit Sehbehinderungen wurden in Bildungsprojekten gefördert und viele mit "Low Vision Devices", Hilfsmittel für Kinder mit Sehbehinderungen, oder Brillen versorgt.