Hügelige Landschaft mit Bäumen und Feldern © CBM/argum/Einberger

Gedanken zum Monatsspruch Januar 2023

Einfach sehr gut! – von CBM-Mitarbeiter Christoph Müller

Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut.

1. Mose 1,31 (Die Bibel, Altes Testament, 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 31)

Das "Sehr-Gut" gilt der Gesamtheit

In Kapitel 1 des ersten Mosebuchs sehen wir, dass Gott sechs Mal einzelne Schöpfungswerke betrachtet. Stets heißt es: "Gott sah, dass es gut war." Am sechsten Tag, nachdem Gott alle Schöpfungswerke abgeschlossen hat, betrachtet er das gesamte Werk. "Gott sah alles an, was er gemacht hatte und siehe …" - nun scheint der Bericht einen Moment lang Atem zu holen - "…es war sehr gut." Schon die einzelnen Werke sind gut, aber alle zusammen sind sie sehr gut. Wir können auch sagen, nur zusammen sind sie sehr gut. Das hebräische "tov meod" bedeutet dabei "sehr gut" im Sinne von "sehr gelungen, sehr schön, sehr lebenstauglich". Welch eine mutmachende Aussage über uns und unser Leben!

Das "Sehr-Gut" nimmt nichts und niemanden aus

Aber wie sehr liegt uns an den Schöpfungswerken Gottes, die nur zusammen "sehr gut" sind? Spielen wir nicht eher einzelne Schöpfungswerke gegeneinander aus? Die Energieträger zu nutzen, erscheint oft wichtiger als das Klima, der Appetit der Menschen wichtiger als das Wohl mancher Tiere usw. Liegt hier nicht eine der Ursachen der heutigen Krise?

Und wie gehen wir als Menschen miteinander um? Vielfach werden z. B. Menschen mit Behinderungen ausgegrenzt und können nicht im vollen Genuss ihrer Rechte und Möglichkeiten leben. Deshalb setzt sich die CBM in den Armutsregionen dieser Welt gerade für sie ein.

Das "Sehr-Gut" ist Gottes Trost und Herausforderung

Mich tröstet es und macht mich froh, dass wir in einer sehr gelungenen, schönen und lebenstauglichen Welt leben. Mich fordert es aber auch heraus, diesem "Sehr-Gut" Gottes meine Kraft zu widmen, für ein gelingendes Miteinander in einer schönen Welt.

Porträt eines Mannes © CBM
Christoph Müller

Christoph, was ist Deine Aufgabe in der CBM und was schätzt Du dabei am meisten? 

Ich bin Kirchenreferent, d.h. mit meinen Kolleginnen im Team Kirche vertrete ich die Arbeit der CBM in den Kirchen in Deutschland. Viele Spenderinnen und Spender der CBM sind nicht nur der CBM, sondern auch ihren Kirchen treu verbunden. Sie freuen sich, wenn die CBM in ihren Gemeinden vorkommt, und werden dann zu weiterer Unterstützung ermutigt. Deshalb entwickeln wir Materialien für Gottesdienste, die Mitarbeitenden in den Kirchen bei ihrer Arbeit helfen, und gehen auf kirchliche Treffen, um Menschen zu begegnen.  

Was sind in Deiner Tätigkeit die größten Herausforderungen?  

Die Kirchen in Deutschland befinden sich in einem großen Wandel. Personal und Mittel werden in Zukunft knapper. Verständlicherweise liegt der Fokus der Pfarrpersonen und Gemeinden stark auf ihren eigenen Sorgen. Da ist es nicht leicht, den Blick für die Nöte von Menschen mit Behinderungen in anderen Weltgegenden zu öffnen.  

Und was tust Du am liebsten in Deiner Freizeit? 

Als Lektor im Dekanat Bergstraße feiere ich gern Gottesdienste mit den Gemeinden. Außerdem liebe ich es, mit meinem Cross-Tretroller durch den Odenwald zu rollern. Oft muss ich die Berge hinaufschieben, aber dann geht es mit Karacho wieder runter.   

Danke, Christoph!