Weinlaub und Weintrauben © CBM/Hayduk

Gedanken zum Monatsspruch Januar 2024

Mutig Neues wagen

Von CBM-Mitarbeiterin Lillian Zalwango

Junger Wein gehört in neue Schläuche.

Markus 2,22 (Die Bibel, Neues Testament, Evangelium nach Markus, Kapitel 2, Vers 22)

In der Kultur zu Jesu Lebzeiten wäre es als törichte Verschwendung angesehen worden, neuen Wein in einen alten Weinschlauch zu füllen. Der alte, ausgetrocknete Weinschlauch würde dem Druck des gärenden Jungweines nachgeben und reißen, so dass der neue Wein auslaufen und auf den Boden fließen würde.

Jesus verwendet dieses Bild, um sich selbst als den neuen Wein und die damaligen religiösen Traditionen als die alten Weinschläuche zu beschreiben. Viele religiöse Führer jener Zeit stellten seine Heilmethoden, seine Lehren und seinen Umgang mit vermeintlichen Sündern in Frage, weil es nicht ihrem Verständnis des göttlichen Gesetzes entsprach.

Jesus betont dagegen, dass er gekommen sei, die eigentliche Bedeutung des Gesetzes zu erfüllen und die Brücke zwischen Mensch und Gott zu sein. Seine Botschaft, dass Gott uns Menschen annimmt, gründet sich auf dem Fundament der Liebe. In 1. Johannes 4,18 heißt es: "In der Liebe ist keine Furcht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht".

Mut, das Alte abzulegen

Damals wie heute hilft uns die Botschaft Jesu aber nur, wenn wir auch bereit sind, alte Überzeugen abzulegen. Das wird dann möglich, wenn wir unser Leben Jesus Christus ganz anvertrauen. So ist dieser Monatsspruch ein Aufruf zur Erneuerung und sogar noch mehr, zur Errettung.  

Ich denke, zu Beginn des neuen Jahres lohnt es sich, über Jesus Christus, den neuen Wein nachzudenken. Er fordert uns heraus, nicht an den alten Vorstellungen festzuhalten, was religiös gut und angemessen ist, sondern uns seinen neuen Wegen anzuvertrauen.

Natürlich fühlen wir Menschen uns oft sicherer, wenn wir alten Traditionen folgen. So tun wir das Richtige, denken wir. Verstehen wir doch, dass Gott mehr an einem mutigen Herzen interessiert ist als an einem Tun auf "Nummer sicher".

Mut, ehrlich zu werden

Und was zeigt uns ein ehrlicher Blick in dieses Herz? Vielleicht nicht nur Gutes, sondern auch Dinge, die uns nicht gefallen. Was auch immer wir in unserem Herzen zu bewältigen haben, diese Dinge sind ein Aufruf, uns ganz dem Wort Gottes zu unterstellen und Heilung und Wiederherstellung durch seine Liebe zu finden.  

Möge der neue Wein (die Botschaft und Wahrheit Jesu Christi) in uns wohnen und uns verwandeln, damit wir den Mut haben, neue Wege zu gehen.  

Zur Autorin

Porträt einer jungen Frau © Lillian Zalwango
Lillian Zalwango

Lillian, Sie leben in Uganda und helfen dort im Länderbüro mit, die CBM-Programme umzusetzen. Wenn Sie sich den CBM-Freundinnen und -Freunden in drei Sätzen vorstellen wollten, was würden Sie ihnen über sich erzählen?

Lillian: Ich bin Christin, Mutter von zwei Kindern und Ehefrau. Ich liebe es, anderen in verschiedenen Bereichen zu dienen, aber am liebsten diene ich meinem Herrn Jesus. Ich bin ein fröhlicher Mensch, der gerne mit anderen interagiert und seinen Teil zur Veränderung beiträgt, die die Welt braucht.

Was gefällt Ihnen am meisten an der CBM?

Lillian: Mir gefällt, dass es sich um eine christlich fundierte Organisation handelt, die ein Herz für Menschen mit Behinderungen weltweit hat. Wir bewirken, dass Leben verändert werden. Durch unsere Arbeit und unsere Partner hinterlassen wir gute Spuren in dieser Welt. Ich freue mich, wenn ich Geschichten höre von Menschen, denen wir helfen konnten. Es ermutigt mich und macht mich gleichzeitig demütig, Teil von etwas zu sein, das größer ist als ich selbst.

Und noch eine Frage: Was tun Sie am liebsten, wenn Sie nicht arbeiten?

Lillian: Ich treffe mich gerne mit anderen Christen, lese, reise und gehe gerne essen.