Älteres afrikanisches Paar vor einer Hütte, die Frau macht Tanzbewegungen © CBM/Hayduk

Gedanken zum Monatsspruch März 2021

Gottes Heil kommt! – von CBM-Mitarbeiter Kurt Rossmann

Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.

Monatsspruch März 2021 aus Lukas 19,40 (Die Bibel, Neues Testament, Lukasevangelium, Kapitel 19, Vers 40)

Was für eine Begeisterung! Die ganze Menschenmenge jubelt und tanzt, das ganze Volk klatscht in die Hände und schwenkt Palmenzweige! Alle finden es großartig! Alle? Nein, nicht alle. Da gibt es einige – wenn auch wenige – in der Menge, für die ist das ganze Geschehen ein Ärgernis! Und sie wenden sich an den "Verursacher" dieses Hypes, er solle dem Ganzen doch gefälligst ein schnelles Ende bereiten!

Freude lässt sich nicht aufhalten

Was geschieht hier? Jesus reitet in Jerusalem ein. Drei Jahre hat er im Land gepredigt, geheilt, zum Reich Gottes eingeladen, mit den Menschen geweint und gefeiert. Nun begrüßen ihn die Einwohner Jerusalems und die vielen Besucher des nahen Passahfestes als König. Ja, noch mehr: als den versprochenen Erlöser! Das ist den frommen Pharisäern zu viel. Sie halten Jesus für einen anmaßenden Gotteslästerer. Darum fordern sie ihn auf, dem Treiben ein Ende zu setzen und die Menschen zum Schweigen zu bringen. Und Jesus antwortet: "Wenn diese schweigen, so werden die Steine schreien."

Gott lässt sich nicht aufhalten

Er sagt damit: Das Reich Gottes lässt sich nicht aufhalten. Ja, Gott selbst lässt sich nicht aufhalten, seinen geliebten Menschenkindern Heil und Heilung zu bringen. Das geschieht dann so, dass die jüdisch-religiöse Obrigkeit den römischen Statthalter Pilatus dazu bringt, das Todesurteil am Kreuz über Jesus auszusprechen. Daraufhin stirbt Jesus zwar am Kreuz, aber Gott erweckt ihn auf. Durch dieses Geschehen besiegt Gott Tod und Teufel, Sünde und Schuld und bringt ewiges Leben und Unvergänglichkeit ans Licht. Seitdem kommen sein Heil und seine Heilung zu jedem, der sich der Liebe Gottes öffnet.

Christoffel ließ sich nicht aufhalten

In diesem Glauben an die Liebe Gottes, die sich trotz so vieler Widerwärtigkeiten, Intrigen, Schuld, Versagen und Grausamkeit nicht aufhalten lässt, ließ sich der CBM-Gründer Ernst Jakob Christoffel nicht beirren. Es war wahrlich nicht leicht für ihn! Was musste er kämpfen! Aber er blieb trotz aller Anfechtung, Sorgen und Widerstände dabei: Gott lässt sich nicht aufhalten, seinen geliebten Menschenkindern Heil und Heilung zu bringen.

Die CBM lässt sich nicht aufhalten

Diese Liebe und das Handeln Gottes wirkt sich so bis heute in den CBM-Projekten aus: Menschen erhalten dringend nötige medizinische Hilfe, werden in die Lage versetzt, für sich und die ihren zu sorgen, schöpfen neue Hoffnung und oft auch neues Vertrauen in die Hilfe Gottes, die sie erlebt haben. Wie gut, dass bis heute Menschen über die Liebe Gottes jubeln, so dass die Steine gar nicht erst schreien müssen. Daran werden wir bei der CBM weiterarbeiten, mit der Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender.

Porträt eines Mannes © CBM
Kurt Rossmann

Der Theologe Kurt Rossmann arbeitet im Spenderservice der Christoffel-Blindenmission (CBM) und freut sich jeden Morgen auf seine Arbeit, "… weil es so ungeheuer sinnvoll ist, an der Hilfe für notleidende Menschen mit Behinderungen mitzuarbeiten. Gemeinsam mit unseren Spenderinnen und Spendern und allen Mitarbeitern in Bensheim und in den Entwicklungsländern kann ich so etwas von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes weitergeben."