Betende Hände © CBM/Hayduk

Gedanken zum Monatsspruch Oktober 2020

Betet für Eure Stadt! – von CBM-Mitarbeiterin Helen Sikinson

Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.

Monatsspruch Oktober aus Jer. 29,7 (Die Bibel, Altes Testament, Buch Jeremia, Kapitel 29, Vers 7)

In Jeremia 29 finden wir einen Brief des Propheten an das jüdische Volk, das 586 v. Chr. von den Babyloniern nach Babel verschleppt worden war. Die Menschen sollen nicht resignieren, sondern Häuser bauen und Familien gründen. Für die Orte, an denen sie nun unfreiwillig leben, ist die Aufforderung: „Suchet der Stadt Bestes“. Dieser Satz ist für viele Christinnen und Christen bis heute leitend, ob sie nun als Alteingesessene oder Zugezogene an ihrem Ort leben.

Wie kann man „der Stadt Bestes suchen“? Zwei Ebenen gehören zusammen: einerseits konkretes Tun (suchet der Stadt Bestes), anderseits das Gebet (betet für sie zum Herrn).

Konkretes Tun für die Nächsten

Wie suchen wir konkret das Beste der Stadt oder des Ortes, an dem wir leben? Vielleicht, indem wir nicht nur auf unsere eigenen Bedürfnisse schauen, sondern auch auf die Bedürfnisse unserer Nachbarn. Ob beim Parken im Hof, beim Herausstellen der Mülleimer oder beim Engagement für eine neue Kita. Oder in der Teilnahme an karitativen Initiativen oder einfach, indem wir ein offenes Ohr für einen Nachbarn haben.

Gebet für die Stadt

Das Zweite ist uns oft nicht so naheliegend: das Gebet für die Stadt. Wir können z. B. um Weisheit und Gelingen für den Bürgermeister oder den Stadtrat bitten, selbst wenn wir jemand anders gewählt haben. Wir können für die Polizei, die Lehrkräfte an den Schulen, das medizinische Personal danken und dafür bitten, dass sie in ihrer Arbeit zum Wohl aller wirken können. Gerade jetzt in dieser Zeit der Pandemie ist es gut, ab und zu von unseren eigenen Sorgen wegzuschauen und einen Blick für die Bedürfnisse anderer zu haben und diese im Gebet vor Gott zu bringen.

Weltweites Engagement

Diese Aufforderung „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn“ dürfen wir sicher auch als allgemeine Verantwortung für die Welt deuten. Was für ein Privileg, dass wir als CBM, mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Spenderinnen und Spendern, Beterinnen und Betern die Möglichkeit haben, aktiv das Beste für die verschiedensten Orte dieser Welt zu suchen.

Ohne Ihre Gebete und Gaben, liebe Spenderinnen und Spender, wäre dies gar nicht möglich. Deshalb danken wir Ihnen, dass Sie von Ihren eigenen Sorgen wegschauen und sich dafür einsetzen, dass Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt nicht vergessen, sondern medizinisch versorgt werden und Bildung erhalten, um ihren Lebensunterhalt selber verdienen zu können.

Porträt einer Frau © Helen Sinkinson
Helen Sinkinson

Helen Sinkinson: "Ich arbeite im Geschäftsbereich 'Finance and Operations Development'. Durch die Gestaltung von Veränderungs- und Lernprozessen trage ich dazu bei, dass wir als Organisation effizient gestaltet sind und dass wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Geschäftsbereich unsere Aufgaben mit der höchsten Kompetenz durchführen können."