Augenarzt Dr. Philippin untersucht eine ältere Frau während eines Außeneinsatzes in Tansania. © CBM/argum/Einberger

Gedanken zum Monatsspruch August 2019

Gott steht zu seiner Welt – von CBM-Mitarbeiterin Gisela Matthes

Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.

Der Monatsspruch August aus Matthäus 10,7 (Die Bibel, Neues Testament, Evangelium des Matthäus, Kapitel 10, Vers 7)

Wie soll es mit dieser Welt nur weitergehen? Wird es zur Klimakatastrophe kommen? Werden die Kriege, die seit vielen Jahren toben, nie vorbei sein? Werden destruktive Kräfte diese Welt in den Abgrund führen? Wenn man sich mit den aktuellen globalen Problemen beschäftigt, könnte man zweifeln, ob es überhaupt noch Hoffnung für die Welt gibt.

Als Jesus die aktuelle Monatslosung seinen Jüngern mit auf den Weg gab, hatten die Menschen zwar andere Sorgen. Doch sie waren nicht geringer als unsere heutigen.

Im Kern der Botschaft Jesu steht ein Satz: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Das ist sowohl Zuspruch als auch Auftrag. Da hören wir zunächst die Zusage Gottes, dass er zu seiner Welt steht, sie mit allen ihren Geschöpfen liebt und zum Guten führen möchte. Deswegen schickte er seinen Sohn Jesus zu uns. Wir können der Zusage Gottes vertrauen.

Der Zuspruch Jesu ist aber in einen klaren Auftrag an seine Jünger eingebunden. Im Kontext des Verses können wir ihn sehr detailliert finden: Zunächst gibt Jesus ihnen Macht, Krankheiten zu heilen. Der Mensch soll Gottes Handeln ganzheitlich erfahren. Dann sollen die Jünger predigen. Sie wiederholen die Worte Jesu: Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Wo Wort Gottes und diakonisches Handeln zusammengehören, da kann Gottes Reich beginnen und wachsen. Die Jünger sollen dahin gehen, wo sie Aufnahme finden und weitergehen, wenn sie nicht willkommen sind. Jeder ist in Gottes Reich eingeladen, aber es gibt keinen Zwang. Diese Arbeit wird ihnen einiges abverlangen. Aber ihre Botschaft ist auch der Zuspruch, der sie trägt: das Himmelreich ist nahe, auch ihnen.

In der weltweiten Arbeit der CBM erleben wir das, was die Jünger tun, tagtäglich. Wir kommen zu Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen und können durch Operationen, Medikamente, Rehabilitation oder Bildungsangebote das Leben dieser Menschen zum Besseren wenden. Die Menschen erleben: Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Mit jedem einzelnen Menschen, dessen Leben sich zum Besseren wendet. Das ist nicht nur die Leistung von Mitarbeitenden der CBM, ermöglicht durch die Spenderinnen und Spender, sondern immer auch Gottes Geschenk. Dafür sind wir sehr dankbar.

Porträt einer Frau © CBM
Gisela Matthes

Gisela Matthes ist seit 2011 Mitarbeiterin des Kirchenteams der Christoffel-Blindenmission (CBM). In den Arbeitsmaterialien, die sie für Kirchen und Gemeinden entwickelt, geht es um Menschen mit und ohne Behinderungen und Inklusion – in Deutschland wie in Entwicklungsländern. "Es ist schön, dadurch Menschen die Arbeit der CBM nahezubringen. Ich freue mich über das Interesse an der CBM und das große Engagement für Menschen mit Behinderungen in den Kirchengemeinden", sagt Gisela Matthes.