Wolkenhimmel am frühen Morgen © CBM/Hayduk

Gedanken zum Monatsspruch April 2020

Der Tod verliert seinen Schrecken! – von CBM-Mitarbeiterin Claudia Becker

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.

Der Monatsspruch April aus 1. Korinther 15, 42 (Die Bibel, Neues Testament, Der Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 15, Vers 42)

"Verweslich" – das ist kein schönes Wort. Eher eines, das sofort einen "Igittigitt"-Reflex hervorruft. Wir denken an ein Stück vergessenes Obst, was unbemerkt in einer Ritze vor sich hingammelt. Oder an die Maus, die die Katze unbeobachtet in den Keller geschleppt hat. Riecht eklig, sieht eklig aus. Dass unser Körper sich in dieser Beziehung nicht von dem der Maus unterscheidet, diesen Gedanken lassen wir normalerweise nicht zu. Würde jemand so eine Bemerkung in einer Unterhaltung äußern, wir würden uns peinlich berührt und befremdet abwenden.

Meister im Ablenken von der Sterblichkeit

Wir sind Meister darin, uns von dem abzulenken, was uns mit allem anderen Leben auf der Erde verbindet und dem keiner von uns ausweichen kann – unserer Sterblichkeit. Und doch rückt sie uns immer wieder, im wahrsten Sinn des Wortes, auf den Leib: sei es durch eigene Krankheit und Hinfälligkeit oder die eines uns nahen Menschen.

Paulus spricht Klartext

Der Apostel Paulus weicht nicht aus und redet nicht drumherum. Im Kapitel 15 des Korintherbriefs durchleuchtet er den Kern der christlichen Botschaft in allen Aspekten und das betrifft auch die eigene Sterblich- und Verweslichkeit.

Er kann das nüchtern und unerschrocken tun, denn für ihn steht fest: Seit Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, hat der Tod für die Menschen, die ihm nachfolgen, seinen Schrecken verloren, denn er setzt keinen Schlusspunkt mehr hinter das Leben, sondern einen Doppelpunkt:

Gute Nachricht pur

Das ganze Kapitel 15 ist Evangelium, gute Nachricht pur. Alle Christen sind im Leben und Sterben und darüber hinaus in die Liebe Gottes eingeschlossen. Die Hinfälligkeit unseres Leibes (und damit auch unseres Geistes und oft auch der Seele) muss keinen Christen mehr verzweifeln lassen. Ja, es wird gesät verweslich, immer noch. Aber in uns ist - durch die Auferstehung Jesu – auch unsere Auferstehung in einem neuen, herrlichen und unzerstörbaren Leib in der Gemeinschaft mit Christus angelegt. 

Daher endet dieses Kapitel auch mit einem triumphierenden Jubelruf:

"Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?" (Verse 55 bis 56).

Porträt einer Frau © CBM
Claudia Becker

Claudia Becker arbeitet im Bereich Kommunikation und Markenmanagement und ist u.a. für die Dokumentation der Projektarbeit zuständig. "Zu lesen, wie unsere Projektpartner in der Welt helfen, und diese Informationen für unterschiedliche Nutzer aufzubereiten, gehört zu den interessantesten Aspekten meiner Arbeit", findet die gelernte Bibliothekarin.