Wolke vor blauem Himmel © CBM

Gedanken zum Monatsspruch April 2021

Gott lässt sich sehen – von CBM-Mitarbeiterin Claudia Becker

Christus ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.

(Die Bibel, Neues Testament, Brief des Paulus an die Kolosser, Kapitel 1, Vers 15)

Wer ist Gott? Wie ist er? Was können wir sicher über ihn wissen? Wer über den Glauben nachdenkt, wer an Gott glauben und eine Beziehung zu ihm aufbauen möchte, kommt um diese Fragen nicht herum. Und das gilt nicht nur für uns heutige Menschen.

Gott lässt sich sehen in Christus

Schon die junge Gemeinde in der antiken kleinasiatischen Stadt Kolossä stellt sich diese Fragen. In seinem Brief an sie spitzt der Apostel Paulus die Antwort so zu: "Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“!

Die Frage, wer und wie Gott ist, führt uns also immer zu Christus:

Schaut auf Christus – dann seht ihr Gott am Werk. Ihr seht ihn am Werk in seiner großartigen Schöpfung, am Werk im Bau seiner neuen Gemeinschaft und am Werk in seiner Erlösung eines jeden Menschen von Schuld und Vergänglichkeit.
Schaut auf Christus – dann seht ihr in Gottes Herz und erkennt seine Liebe und sein Wesen.

Immer wieder hebt Paulus im Brief an die Kolosser hervor: Bei Christus ist alles zu finden, was Menschen an Weisheit und Erkenntnis nötig haben, denn in ihm zeigt sich alles, was Gott ausmacht. Mehr geht nicht! Wer sich in seiner Gottesbeziehung an Christus und sein offenbartes Wort hält, braucht keine religiösen Rituale und kein elitäres Insiderwissen.

Vom Sehen zum Tun

Weil sich aber Gotteserkenntnis und Gottesbeziehung nicht in einem "richtigen" Denken über Gott erschöpft, sondern Auswirkungen auf das ganze Leben des Menschen und besonders auf seine Beziehungen zu anderen Menschen hat, folgt auf die Theorie in den ersten beiden Kapiteln des Kolosserbriefes der Praxisbezug in Kapitel drei und vier: Da geht es um Ertragen und Vergeben, um Lehren und Singen und vor allem um Danken und Lieben.

Wenn also unsere Gesinnung und unser Handeln sich an Christus als dem Ebenbild des unsichtbaren Gottes orientiert, dann spiegelt sich auch in uns etwas von diesem Gott wider. Nur so wird es möglich, dass wir auch in anderen Menschen das Verlangen nach der Antwort auf ihre Gottesfragen wecken können.

In diesem Geist sagte einst Pastor Ernst Jakob Christoffel: "Die Tat der Liebe ist die Predigt, die jeder versteht." Diesem Leitwort folgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CBM noch heute und hoffen, dass in ihrem Wirken etwas von der Liebe Gottes in Christus sichtbar wird. 

Porträt einer Frau © CBM
Claudia Becker

Claudia Becker arbeitet im Bereich Kommunikation und Markenmanagement und ist u.a. für die Dokumentation der Projektarbeit zuständig. "Zu lesen, wie unsere Projektpartner in der Welt helfen, und diese Informationen für unterschiedliche Nutzer aufzubereiten, gehört zu den interessantesten Aspekten meiner Arbeit", findet die studierte Bibliothekarin.