Wie die Corona-Pandemie die CBM beeinflusst

Auch wir von der CBM sind von der Corona-Pandemie betroffen und tun alles, um die Eindämmung des Virus zu unterstützen. Diese Seite aktualisieren wir regelmäßig, um Sie auf dem Laufenden darüber zu halten, was die Pandemie für unsere Arbeit in Deutschland und in den Projekten bedeutet. Außerdem erfahren Sie, wie Sie auch weiterhin Menschen mit Behinderungen helfen können.

CBM-Arzt Dr. Martin Kollmann über die Corona-Pandemie in Kenia

Portrait eines Mannes

CBM-Ärztinnen berichten aus den Projektländern

Auch in den CBM-Projekten ist das Virus angekommen und beeinflusst nicht nur die Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte, sondern auch das alltägliche Leben. Wir haben mit zwei Ärztinnen gesprochen, um zu erfahren, wie sie in den letzten Wochen die Situation in den Kliniken erlebten, wie ihr Alltag aussah und welche Konsequenzen sie ziehen mussten.

© CBM/Hayduk
Dr. Fröschl (re.) bei den Vorbereitungen zu einer Operation.

Dr. Uta Fröschl arbeitet als HNO-Ärztin in Äthiopien. Von der Lage im Land berichtet sie: "Die Stimmung ist schon angespannt und COVID-19 ist überall ein Thema." Mit Blick auf ihre Arbeit berichtet die Ärztin, dass "das Krankenhaus bis auf Weiteres die Behandlung von selektiven Fällen einstellt und nur noch Notfälle gesehen werden." Geplant sei, das Krankenhaus als Behandlungszentrum für Coronapatienten umzurüsten. Jedoch sei alles noch sehr vage und es mangele am Nötigsten: "Es gibt keine Schutzausrüstung in der HNO-Abteilung, am Freitag nicht einmal mehr Mundschutz", berichtet die Ärztin.

Sorge um Patienten ist groß

Zum Schutz der Ärzte sind auch sie ins Homeoffice geschickt worden. Einerseits gut, da so liegengebliebene Arbeiten erledigt werden können. Andererseits sorgt sich Dr. Fröschl um "viele Patienten, die Behandlung brauchen und operiert werden müssen und jetzt nicht behandelt werden und weiter warten – obwohl sie schon so lange warten." Und weiter: "Die Ausbildung der angehenden HNO-Ärzte stoppt erst einmal und sie sind mehr oder weniger auf sich allein gestellt."

Ich mache mir Sorgen um die Menschen in Tansania.

Dr. Karin Knoll, Augenärztin

Ebenfalls in Afrika, in Tansania, hat bis vor einer Woche noch Dr. Karin Knoll als Augenärztin an einer CBM-geförderten Klinik gearbeitet. Nun ist sie aus Sicherheitsgründen wieder in Deutschland. Auch in Tansania sei das Virus ein sehr präsentes Thema gewesen, berichtet die Ärztin. "Das öffentliche Leben wurde schon sehr eingeschränkt. Alle Schulen und Universitäten sind geschlossen und es gibt ein Versammlungsverbot. Ich denke, die Menschen machen sich sicher Sorgen wegen des Virus, dass sie oder jemand aus der Familie erkranken könnten."

Schwerwiegende Folgen für das gesamt Land

Dr. Knoll hofft, dass sich das Virus nicht weiter in Tansania ausbreitet, denn: "Wenn es sich massiv ausbreiten würde, hätte das gravierende Folgen für die Bevölkerung, das öffentliche Leben, das Gesundheitssystem, die Wirtschaft, die Sicherheitslage."

Insbesondere betroffen sind jedoch die Menschen, die sich von der CBM-geförderten Klinik und den Ärzten dort Hilfe erhofften. Denn für "die Menschen, die Hilfe in CBM-Projekten suchen, würde es sehr schwierig werden. Sie haben es unter 'normalen' Umständen oft schon nicht leicht und die Gefahr ist, dass sich durch die Corona-Krise ihre Situation noch deutlich verschärfen könnte. Deswegen mache ich mir schon Sorgen um die Menschen in Tansania."

Wie es weitergeht, weiß die Ärztin nicht. Gleichwohl hofft sie, dass sie "bald nach Tansania zurückkehren kann."

Corona: Verhindern Sie das Schlimmste – bitte helfen Sie jetzt

In der Corona-Krise brauchen Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern besonders unsere Hilfe. Denn gerade sie können häufig aus eigener Kraft keine Vorräte anlegen oder Gesundheitsstationen erreichen. Bitte helfen Sie mit, dass Überleben betroffener Menschen zu sichern. Wir haben zwei Möglichkeiten für Sie eingerichtet, wie Sie für Menschen mit Behinderungen jetzt spenden können:

Unser Service für Sie

Auch bei der CBM in Deutschland haben wir unsere Arbeit aus Fürsorge für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitgehend ins Homeoffice verlegt. Unser Spenderservice ist selbstverständlich auch weiter für Sie da. Bitte haben Sie Verständnis, falls es hier zu kleineren Verzögerungen bei der Betreuung kommen sollte. In der Zwischenzeit nutzen Sie gerne unsere Serviceangebote:

  • Sieben Figuren bilden eine Gruppe

    Leider mussten wir unsere Veranstaltungen absagen. Um welche Veranstaltungen es dabei geht, finden Sie unten in der Rubrik "Alles auf ein Blick".

  • Tropfen

    Eine gute Hygiene ist wichtig - nicht nur in Zeiten der Corona-Krise. Wir haben eine Seife, die nicht nur saubermacht, sondern auch Augenlicht rettet.

  • Doktorhut

    Alle Schulen und Kitas sind geschlossen. Um diese Zeit sinnvoll zu nutzen, haben wir unter "Lernwerkstatt Schau mal" tolle Angebote für Ihre Kinder.