Eine einfache Hütte aus Lehm, in der gelebt, geschlafen und gekocht wird. Trockener Boden, dessen Staub sich auf der Haut und den Kleidern wiederfindet. Dazu Tiere, die überall frei herumlaufen. Das ist die Welt von Mabaze. Und sie kann sie nicht sehen. Denn obwohl Mabaze noch so jung ist, hat der Graue Star ihr das Augenlicht schon komplett geraubt.
"Weil ich selbst blind bin, kenne ich die Schwierigkeiten, die Mabaze hat, genau", sagt Mabazes Mutter. "Ich mache mir große Sorgen um sie. Und ich habe Angst, dass sie keine gute Zukunft hat."
Leise fügt sie hinzu: "Oft weine ich deshalb. Ich weine, wenn ich gehe. Ich weine, wenn ich schlafe. Und ich weine, wenn ich zu Gott bete. Ich denke, dass er der Einzige ist, der uns von der Krankheit befreien kann."
Mabaze würde so gerne zur Schule gehen
Während Mutter Ramo ihren Kopf traurig in Richtung von Mabaze bewegt, kommt Hekram, eine weitere Tochter, aus der Schule zurück. "Mabaze wartet immer sehnsüchtig darauf, dass ich nach Hause komme", erzählt sie. "Dann stellt sie viele Fragen und ich muss ihr genau erzählen, was ich alles erlebt und gelernt habe. Ihr größter Wunsch ist es, sehen zu können und dann selbst zur Schule zu gehen."