Anlässlich des 150. Geburtstags von Ernst Jakob Christoffel hat die Christoffel-Blindenmission (CBM) am vergangenen Wochenende ein Stück Afrika nach Rheydt gebracht, in die Heimatstadt des CBM-Gründers. „Rheydt ist für uns als CBM ein wichtiger Ort der Begegnung und des Rückzugs. Hier spüren wir die besondere Verbindung zu den Wurzeln unserer Organisation“, sagt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. Die CBM lud Spenderinnen und Spender aus Rheydt und Umgebung zu einem besonderen afrikanischen Abend ein. Für die weltweit tätige Organisation ist Rheydt dabei weit mehr als ein historischer Ort.
Ein Mann, dessen Wirken die Welt veränderte
Ernst Jakob Christoffels Spuren sind in Rheydt noch heute sichtbar. Eine Gedenktafel erinnert an seinen Geburtsort, und auch das Gemeindezentrum der Evangelischen Kirche Rheydt trägt seinen Namen. Im Ernst-Christoffel-Haus finden heute Jugendtreffen, Frauenkreise, ein Integrationscafé und zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Es ist ein Ort der Begegnung und zugleich eine lebendige Erinnerung an einen Mann, dessen Engagement weit über seine Heimatstadt hinaus Wirkung entfalten sollte. Das Ernst-Christoffel-Haus ist heute ein fester Bestandteil des Gemeindelebens in Rheydt und ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Eine Tafel mit einem Satz Christoffels schmückt heute das Gemeindehaus: „Die Tat der Liebe ist die Predigt, die jeder versteht.“ Diese Haltung prägt auch heute das Leben der Gemeinde und den Alltag im Ernst-Christoffel-Haus. „Es macht uns stolz zu wissen, dass Ernst Jakob Christoffels Mission hier in Rheydt begann“, sagt Heike Zeiatz, eine der Besucherinnen des afrikanischen Abends.
Afrika zu Gast in Rheydt
Im Mittelpunkt des Abends stand ein Blick auf die heutige Arbeit der CBM. Dr. Heiko Philippin nahm die Gäste mit auf eine Reise nach Tansania und Kenia. Der Augenarzt hat lange Zeit für die CBM in Afrika gearbeitet. Heute ist er Oberarzt am Universitätsklinikum Freiburg und engagiert sich weiterhin für die CBM. Unter anderem bildet er Augenärztinnen und Augenärzte in afrikanischen Ländern aus. Für die passende musikalische Begleitung sorgte der Chorale Africaine mit afrikanischen Rhythmen und Liedern. So wurde Afrika an diesem Abend mitten in Rheydt erlebbar. Der Jubiläumsabend erinnerte an einen Rheydter, dessen Einsatz für Menschen mit Behinderungen weit über seine Heimatstadt hinaus Wirkung entfaltete. Gleichzeitig zeigte der Abend, dass seine Gedanken auch 150 Jahre nach seiner Geburt noch lebendig sind. Was in Rheydt seinen Anfang nahm, wirkt bis heute weltweit.