Ärztin untersucht einen Jungen. © CBM/argum/Einberger

Ein Leben ohne Geräusche: Die CBM im Kampf gegen Hörbehinderungen

Hörbehinderung ist weit verbreitet: 430 Millionen Menschen sind in unterschiedlichem Ausmaß betroffen. Auffällig ist, dass die meisten Betroffenen in Entwicklungsländern leben. Gründe dafür sind unzureichende Gesundheitsversorgung und Armut. In Sambia gibt es z. B. nur zwei HNO-Abteilungen für 14 Millionen Einwohner!

Armut erhöht Risiko zu erkranken

Menschen in Entwicklungsländern sind aufgrund der hohen Armutsrate besonders benachteiligt. Einseitige oder mangelhafte Ernährung und schlechte Hygiene-Standards erhöhen das Risiko zu erkranken. Zudem sind die Gesundheitssysteme in armen Ländern oft unzureichend und kranke Menschen häufig zu arm, um sich behandeln zu lassen. So können z. B. wiederholte Mittelohrentzündungen zu einer Hörbehinderung führen. Bei Kindern sind fast 60 Prozent der Hörverluste auf Ursachen zurückzuführen, die vermeidbar wären. Und Menschen mit Hörbehinderung haben kaum Chancen auf ein Hörgerät: In einkommensschwachen Ländern ist weniger als drei Prozent des Bedarfs an Hörgeräten gedeckt.

Auswirkungen einer Hörbehinderung

Menschen mit Hörbehinderung haben mit vielen Problemen zu kämpfen. Diese reichen von sozialer Ausgrenzung über wirtschaftliche Not bis hin zu geringen Bildungschancen. Gerade für hörbehinderte Kinder gibt es sehr wenige Angebote. Viele von ihnen besuchen keine Schule. Die Folge: Sie können keinen Schulabschluss und keine Ausbildung machen und finden später keine Arbeit.

Doch es geht auch anders! Das zeigt Tobiles Beispiel. Die Sechsjährige aus Sambia hat lange nicht gesprochen. Ihre Mutter Clara erinnert sich: "Mir wurde zum ersten Mal bewusst, dass Tobile ernsthafte Hörprobleme hat, als sie nicht wie andere Kinder zu sprechen begann." In der Schule hatte Tobile Probleme: Sie konnte einfach vieles nicht hören. Weil sie gehänselt wurde, kam sie oft weinend nach Hause. Clara suchte Hilfe für ihr Kind im Uni-Hospital in Lusaka. Von da wurde Tobile zum Glück an die CBM-geförderte Beit-CURE-Klinik verwiesen und dort mit einem Hörgerät versorgt. Auf der Hörquizseite erfahren Sie, wie es Tobiles Leben verändert.

Helfen Sie Menschen mit Hörbehinderungen in Entwicklungsländern

  • Kind mit Hörgerät
    20
    Spenden

    Hörgerät

    Lassen Sie von sich hören! Spenden Sie einem Kind ein Hörgerät.

  • Ein Mann entfernt den Kopfverband eines Kindes.
    300
    Spenden

    Ohrenoperation

    Schenken Sie einem Kind oder einem Erwachsenen Gehör! Spenden Sie eine Ohrenoperation.

  • Afrikanische Frau gebärdet mit beiden Händen
    25
    Spenden

    Eine Stimme für Menschen mit Behinderungen

    Mit dieser Spende können Sie nachhaltige Veränderung bewirken. Sie unterstützen Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel bei der Durchsetzung politischer Forderungen.

Schaubild zum anatomischen Aufbau des Innenohrs. © CBM
Das Innenohr kann durch Infektionen und Medikamente geschädigt werden.

Ursachen angeborener und erworbener Hörbehinderungen

Eine angeborene Hörschädigung kann sich aufgrund genetischer Defekte, Infektionen oder der Einnahme gehörschädigender Medikamente bereits im Mutterleib manifestieren. Auch während oder kurze Zeit nach der Geburt können Faktoren wie ein geringes Geburtsgewicht, Sauerstoffmangel oder Gelbsucht eine Hörbehinderung verursachen.

Ein Hörverlust kann in jedem Alter auftreten. Zu den häufigsten auslösenden Faktoren gehören Infektionen wie Mumps oder Meningitis, Mittelohrentzündungen, Verletzungen des Innenohrs und die Einnahme gehörschädigender Medikamente, z. B. Antibiotika oder Anti-Malaria-Mittel.

Die CBM hilft hörbehinderten Menschen auf der ganzen Welt

Medizinische Maßnahmen könnten 60 % Hörverlust bei Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern vorbeugen. Deshalb fördert die Christoffel-Blindenmission (CBM) in Entwicklungsländern Programme, in denen Kinder und Erwachsene Hals-Nasen-Ohren-Behandlung bekommen. Menschen, die bereits eine Hörbehinderung haben, werden von CBM-Partnern umfassend versorgt. Ein Hörgerät verbessert z. B. bei vielen Betroffenen wesentlich das Hörvermögen.

Ein junger Mann bekommt eine hellrote Paste ins Ohr gespritzt. © CBM/Lohnes
Ein Hörgerät verhilft Betroffenen zu besserem Hörvermögen.

So werden Hörbehinderungen vermieden oder behandelt

  • Reihenuntersuchungen in Schulen und Dörfern
  • Beratung werdener Mütter
  • Impfung von Kindern gegen Infektionen, von Frauen gegen Röteln
  • Aufklärung über hörschädigende Medikamente
  • Behandlung und Operation von Ohrenerkrankungen mit anschließenden Rehamaßnahmen
  • Vergabe von Hilfsmitteln wie z. B. Hörgeräten
  • Aus- und Fortbildung von HNO-Ärzten und Audiologen

Menschen, deren Hörbehinderung nicht heilbar ist, werden von CBM-Partnern durch Schul- und Berufsausbildung gefördert.