Ärztin untersucht einen Jungen. © CBM/argum/Einberger

Ein Leben ohne Geräusche: Die CBM im Kampf gegen Hörbehinderungen

Hörschädigungen sind weit verbreitet: Insgesamt sind 360 Millionen Menschen in unterschiedlichem Ausmaß betroffen. Auffällig ist, dass die meisten Betroffenen in Entwicklungsländern leben. Gründe dafür sind unzureichende Gesundheitsversorgung und Armut. In Sambia gibt es z. B. nur zwei HNO-Abteilungen für 14 Millionen Einwohner!

ein afrikanisches Mädchen mit einem großen Kopfhörer auf dem Kopf. © CBM
Mit einem Hörtest können HNO-Ärzte den Schweregrad einer Hörschädigung feststellen.

Armut erhöht Risiko zu erkranken

Menschen in Entwicklungsländern sind aufgrund der hohen Armutsrate besonders benachteiligt. Einseitige oder mangelhafte Ernährung und schlechte Hygiene-Standards erhöhen das Risiko zu erkranken. Zudem sind die Gesundheitssysteme in armen Ländern oft unzureichend und kranke Menschen häufig zu arm, um sich behandeln zu lassen. So können z. B. wiederholte Mittelohrentzündungen zu einer Hörbehinderung führen.

Auswirkungen einer Hörbehinderung

Menschen mit Hörbehinderung haben mit vielen Problemen zu kämpfen. Diese reichen von sozialer Ausgrenzung über wirtschaftliche Not bis hin zu geringen Bildungschancen. Gerade für hörbehinderte Kinder gibt es sehr wenige Angebote. Viele von ihnen besuchen keine Schule. Die Folge: Sie können keinen Schulabschluss und keine Ausbildung machen und finden später keine Arbeit.

Schaubild zum anatomischen Aufbau des Innenohrs. © CBM
Das Innenohr kann durch Infektionen und Medikamente geschädigt werden.

Ursachen angeborener und erworbener Hörbehinderungen

Eine angeborene Hörschädigung kann sich aufgrund genetischer Defekte, Infektionen oder der Einnahme gehörschädigender Medikamente bereits im Mutterleib manifestieren. Auch während oder kurze Zeit nach der Geburt können Faktoren wie ein geringes Geburtsgewicht, Sauerstoffmangel oder Gelbsucht eine Hörbehinderung auslösen.

Ein erworbener Hörverlust entsteht erst im Laufe des Lebens und kann in jedem Alter auftreten. Zu den häufigsten auslösenden Faktoren gehören Infektionen wie Mumps oder Meningitis, Mittelohrentzündungen, Verletzungen des Innenohrs und die Einnahme gehörschädigender Medikamente, z. B. Antibiotika oder Anti-Malaria-Mittel.

Die CBM hilft hörbehinderten Menschen auf der ganzen Welt

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten durch Prävention 50 Prozent aller Hörbehinderungen vermieden werden, bei Kindern sogar 60 Prozent. Deshalb fördert die Christoffel-Blindenmission (CBM) in Entwicklungsländern Programme, die Hörbehinderungen vorbeugen. Menschen, die bereits eine Hörbehinderung haben, werden von CBM-Partnern umfassend behandelt. Ein Hörgerät verbessert z. B. bei rund 20 Prozent aller Betroffenen wesentlich das Hörvermögen.

Ein junger Mann bekommt eine hellrote Paste ins Ohr gespritzt. © CBM/Lohnes
Ein Hörgerät verhilft 20 Prozent der Betroffenen zu besserem Hörvermögen.

So werden Hörbehinderungen vermieden oder behandelt

  • Reihenuntersuchungen in Schulen und Dörfern
  • Beratung werdener Mütter
  • Impfung von Kindern gegen Infektionen, von Frauen gegen Röteln
  • Aufklärung über hörschädigende Medikamente
  • Behandlung und Operation von Ohrenerkrankungen mit anschließenden Rehamaßnahmen
  • Vergabe von Hilfsmitteln wie z. B. Hörgeräten
  • Aus- und Fortbildung von HNO-Ärzten und Audiologen

Menschen, deren Hörbehinderung nicht heilbar ist, werden von CBM-Partnern durch Schul- und Berufsausbildung gefördert.

 

 

Helfen Sie Menschen mit Hörbehinderungen in Entwicklungsländern

  • Lächelnder Junge mit Hörgerät
    20
    Spenden

    Hörgerät

    Lassen Sie von sich hören! Spenden Sie einem Kind ein Hörgerät.

  • Zwei Frauen an einer Nähmaschine
    140
    Spenden

    Ausbildung

    Schenken Sie einem Menschen mit Behinderung in einem armen Land eine Perspektive - indem Sie eine Ausbildung spenden.

  • Eine Frau performt Gebärdensprache
    25
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    Eine Stimme für Menschen mit Behinderungen

    Mit dieser Spende können Sie nachhaltige Veränderung bewirken. Sie unterstützen Menschen mit Behinderungen z. B. bei der Durchsetzung politischer Forderungen.