Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
Die Sehnsucht der Menschheit
Der alttestamentliche Prophet Jesaja spricht davon, was seit jeher die Sehnsucht der Menschen war: Frieden – keine Produktion und Anwendung von Waffen mehr, kein gegenseitiges Töten in Kriegen, die Kapazitäten der Rüstungsindustrie und das viele Geld, das sie verschlingen lieber in Projekte zum Besten der Menschen einzusetzen, für Bildung, Gesundheit und Wohlergehen.
Eine unerfüllte Sehnsucht
Wenn es sich doch vermutlich alle Menschen wünschen, warum schafft es die Menschheit nicht, friedlich miteinander zu leben? Warum kämpfen Menschen stets miteinander, nicht nur auf den Schlachtfeldern der Kriege und Krisenherde, sondern auch in Schulklassen und Wohnzimmern? Ist der Mensch unfähig zum Frieden?
Die Erfüllung der Sehnsucht
Der Prophet Jesaja ist sich dennoch gewiss, dass ein umfassender Friede einmal kommen wird. Eine Zeit, in der man aus Panzern Traktoren für den Ackerbau macht: DANN wird es sein, dann wird "der Herr Recht schaffen … und zurechtweisen".
Damit schaut Jesaja weit voraus, auf die Zeit, von der wir im apostolischen Glaubensbekenntnis aussprechen: "[Jesus Christus ist] aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes … von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten."
Die Erfüllung dieser von Jesaja ausgesprochenen Sehnsucht der Menschheit erwartet das Neue Testament, wenn Jesus wiederkommt auf diese Erde. Wenn er Menschen für ihr Handeln zur Rechenschaft zieht und durch ihn die Voraussetzungen für Versöhnung und wirklichen Frieden zum Tragen kommen.
Sehnsüchtig unterwegs
Bis dahin sind Menschen sehnsüchtig unterwegs und hoffnungsvoll tätig. Diese Hoffnung, dass die Sehnsucht nach Wohlergehen für alle Menschen sich erfüllen wird, beflügelte auch unseren Gründer Ernst Jakob Christoffel. Deshalb kümmerte er sich um die, um die sich sonst niemand kümmerte: die blinden und behinderten Menschen im Orient.
Die Vor-Erfüllung der Sehnsucht
Man könnte sogar sagen, der Frieden Gottes kann sich jetzt schon ausbreiten, wo Menschen des Glaubens das Wort Gottes weitergeben und die Liebe Gottes leben. Wie es durch Christoffel geschah und heute millionenfach in den von der CBM geförderten Projekten geschieht. Menschen mit Behinderungen erhalten existentielle Hilfe und schöpfen daraus Kraft und Hoffnung. Wer es sehen möchte, der erkennt, dass es sich lohnt, glaubend und tätig auf die endgültige Erfüllung der Prophetie von Jesaja zuzugehen.
*Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart; Quelle für den Monatsspruch: "Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB)", Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin