Wolke vor blauem Himmel © CBM

Gedanken zum Monatsspruch November

Gott hilft beim Lieben! – von CBM-Mitarbeiterin Ulrike Stahlberg

Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.

2. Thess. 3,5 (Die Bibel, Neues Testament, 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher, Kapitel 3, Vers 5)

Beim Lesen des Monatsspruchs schießt mir in den Kopf: Warum erinnert Paulus die Thessalonicher an diese christlichen Selbstverständlichkeiten? Die Herzen auf die Liebe Gottes ausrichten und auf Christus warten, das ist doch zentral im christlichen (Gemeinde-)Leben. Haben sich die Christinnen und Christen in Thessaloniki vielleicht in Nebensächlichkeiten und Streitereien verloren, wie das manchmal in Gemeinden passiert?

Vorbildlich liebevolle Gemeinde!

Aber nein! Aus dem Anfang des zweiten Thessalonicherbriefs geht hervor: Paulus ist stolz auf die Frauen und Männer, die Christus in Thessaoliniki nachfolgen, obwohl die Menschen um sie herum andere Götter haben. Er lobt sie für ihre Liebe untereinander. Die Gemeinde muss vorbildlich gewesen sein. Selbst Verfolgung und Leid haben sie tapfer ertragen!

Paulus ermutigt die Thessalonicher

Paulus will mit dem Monatsspruch also gar nicht ermahnen, sondern ermutigen! Er will ausdrücken, dass es wichtig ist, an dem festzuhalten, was die Thessalonicher als Basiswahrheit für ihr Leben erkannt haben: mit der Liebe Gottes und mit Jesus zu rechnen.

Gott befähigt seine Gemeinde

Das Wunderbare dabei ist, dass Paulus mit seiner Formulierung aufzeigt, dass Gott – der HERR – selbst dafür sorgt, dass die Christinnen und Christen an dieser Lebensausrichtung festhalten können, egal wie schwer die Zeiten sind. Paulus schreibt nämlich nicht auffordernd so etwas wie: „Und vergesst nicht, als von Gott Geliebte richtig zu lieben und auf Jesus zu warten!“

Nein, Paulus macht klar, dass Gott selbst die Thessalonicher befähigt: „Der HERR richte Eure Herzen aus … !“ Paulus drückt aus, dass wir uns nicht abmühen müssen, uns nicht aus eigener Kraft ausrichten: Gott soll die Gemeinde ausrichten!

Liebevoll mit den Nächsten

Ich will mich auch von Paulus‘ Zuspruch ermutigen und vom HERRN auf seine Liebe ausrichten lassen. Das – so hoffe ich - hilft mir, gerade in diesen stresspotenzierten Corona-Zeiten, dann auch liebevoll mit meinen Nächsten umzugehen.

Porträt einer Frau mit Brille © CBM
Ulrike Stahlberg

Ulrike Stahlberg arbeitet als Online-Redakteurin bei der Christoffel-Blindenmission (CBM).

Sie findet, dass der Monatsspruch auch gut zur Arbeit der CBM passt, denn:

"Es gibt so viele treue CBM-Freundinnen und -Freunde, die sich in ihrem Leben vom Lieben leiten lassen. Aus Nächstenliebe helfen Sie mit Spenden – und erreichen viel: z.B. dass Menschen mit Behinderungen selbstständig und würdig leben können. Das entspricht ganz dem, was Jesus mit seinem Gebot der Nächstenliebe meinte. Und Paulus hätte sich gefreut über die kraftvollen Veränderungen durch die Liebe Gottes, die Menschen weitergeben."