Frauen im Sari mit Rettungswesten oder Schwimmring gehen über eine Rampe aus dem Wasser auf ein Schiff. © CBM/CDD

Gedanken zum Monatsspruch Juni 2024

Nicht verzagen – von CBM-Mitarbeiter Oscar Mushivochi

Mose sagte: Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der HERR euch heute rettet!

2. Mose 14,13 (Die Bibel, Altes Testament, 2. Buch Mose, Kapitel 14, Vers 13)

Der Monatsspruch aus dem zweiten Buch Mose führt uns in eine dramatische Situation, die das Volk Israel bei seinem Auszug aus Ägypten erlebte. Hinter ihnen her jagte eine Schar ägyptischer Streitwagen mit furchtbarer Entschlossenheit – und das Volk konnte sich nicht vorstellen, heil davonzukommen. Furcht und Klagen der Israeliten wurden immer größer, als sie sahen, dass sich das Rote Meer wie eine Mauer vor ihnen auftürmte.

Können wir uns all die Emotionen von Wut, Angst, Unruhe, Unglauben und Hoffnungslosigkeit vorstellen, die ihre Herzen erfüllten? Obwohl sie die gewaltigen Wunder gesehen hatten, die Mose durch die Gnade Gottes in Ägypten vollbracht hatte, konnten sie jetzt nicht mehr an Rettung glauben. Sie fragten sich, wie es weitergehen sollte, da ihnen das Meer den Weg versperrte. Wer konnte sie jetzt noch retten? 

Bekannte Gefühle

Wir kennen solche Gefühle, wenn wir uns in einer schwierigen Situation befinden. Gepriesen sei jedoch unser Herr und Heiland Jesus Christus, der uns durch das Wort Gottes darin bestärkt, geduldig und unter allen Umständen mutig zu sein. Unser Erlöser ist immer bei uns!

Tragfähiger Glaube

Natürlich hatte Mose, der die Israeliten in das verheißene Land führte, keine Vorstellung davon, wie die Befreiung am Roten Meer vonstatten gehen würde. Eins aber wusste er: Gott würde sie befreien! Er ermutigte deshalb die Israeliten, unerschütterlich am Glauben festzuhalten: "Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen und schaut zu, wie der HERR euch heute rettet!" Indem er sie aufforderte, standhaft zu bleiben, setzte er ihrem Unglauben seinen Glauben und echte Leitung in kritischer Zeit entgegen. Und tatsächlich erlebten die Israeliten eine wundersame Befreiung, als Gott das Rote Meer teilte und die Ägypter besiegte.

Im Glauben nicht verzagen

Ich kenne vielfältige Krisen in der Arbeit der CBM. Manchmal treten sogar Überschwemmungen, Schlammlawinen und Hungersnöte im Bereich unserer Arbeit auf und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Die Menschen, für die wir arbeiten, gehören aufgrund ihrer Behinderung zu den besonders Verletzlichen. Viele von ihnen fragen sich in solchen Krisen, woher Hilfe kommen kann. Und sehr oft ist es die CBM, die dank ihrer großzügigen Spenderinnen und Spender die dringend benötigte Rettung anbieten kann und neue Hoffnung bringt. So erleben Menschen, ähnlich wie das Volk Israel, die Errettung des Herrn in einer kritischen Zeit ihres Lebens. Im Glauben kann man gewiss sein: Der Herr ist unser Fels, unsere Festung und unser Befreier!

Zum Autor

Porträt eines afrikanischen Mannes © privat
Oscar Mushivochi

Oscar, bitte stellen Sie sich unsern Leserinnen und Lesern vor!

Mein Name ist Oscar Mushivochi und ich lebe in Nairobi in Kenia. Bei der CBM arbeitete ich in der Abteilung für Finanzen und operative Entwicklung und achte als Verantwortlicher darauf, dass  Finanzen korrekt gehandhabt und Projekte mit der höchsten Qualität umgesetzt werden.

 

Was ist Ihnen in Ihrem Leben als Christ wichtig?

Privat bin ich sehr aktiv, junge Christen zu fördern und in meiner Kirchengemeinde zu predigen. Außerdem möchte ich die Werte Christi in der Geschäftswelt vorleben. Ich verstehe sie als eine Quelle der Ermutigung für die Menschen um mich herum.