Wolke vor blauem Himmel © CBM

Gedanken zum Monatsspruch August 2021

Auf Gottes Beistand vertrauen – von CBM-Mitarbeiter Andreas Nordt

Neige, HERR, dein Ohr und höre! Öffne, HERR, deine Augen und sieh her!

2. Könige 19,16 (Die Bibel, Altes Testament, 2. Buch der Könige, Kapitel 19, Vers 16)

Man könnte meinen, die Welt ist aus den Fugen geraten. Eine große Gefahr schwebt über ihr und die ganze Menschheit ist bedroht. Nichts scheint mehr, wie es einmal war, und man wünscht sich sein altes Leben zurück. Diese Situationsbeschreibung trifft nicht nur auf die aktuelle Pandemiesituation zu, sondern auch auf die Zeit, als Hiskia König von Juda war.

Juda ist bedroht

Juda mit seiner Hauptstadt Jerusalem wird von der damaligen Weltmacht Assyrien belagert und Hiskia steht mit seinem Volk mächtig unter Druck. Für das Volk Judas geht es um das nackte Überleben. In dieser Situation fleht Hiskia zu Gott: "Neige, HERR, dein Ohr und höre! Öffne, HERR, deine Augen und sieh her!" Er bittet JAHWE, seinen Gott, dass er das Unheil über Jerusalem wahrnehme und ihn und sein Volk von dieser aussichtlosen Situation erlösen möge.

Judas Vertrauen ist bedroht

Dabei bedroht der assyrische König das Volk Juda nicht nur militärisch, sondern versucht außerdem, das Volk mit dem Argument zu schwächen, dass die Götter der anderen Völker auch nicht geholfen haben. Wieso sollte also der Gott Hiskias seinem Volk helfen? Doch Hiskia und sein Volk halten an ihrem Vertrauen fest.

Judas Standhaftigkeit zahlt sich aus

Diese Standhaftigkeit zahlt sich aus, denn Gott greift ein. Nach der biblischen Überlieferung muss der König die Belagerung auflösen und sich mit seinem übriggebliebenen Heer zurückziehen.

JAHWE ist einzigartig

Die Götter der besiegten Völker konnten ihren Völkern nicht helfen. Ganz anders JAHWE, der Gott Israels: Er lässt Hiskia und sein Volk nicht im Stich. Sie waren überzeugt, dass JAHWE sie nicht dem assyrischen Machthaber ausliefern wird und sie behalten Recht.

Gott erfüllt das Bitten des Einzelnen

Für uns heute bedeutet das nicht nur, dass Gott einzigartig ist, sondern auch, dass er uns mit unseren Problemen und Herausforderungen nicht im Stich lässt. Er lässt unsere Bitten und unser Flehen nicht unerhört. Im Gegenteil: Er nimmt unsere Bitten ernst und kann sie erfüllen.

Gott erfüllt auch die Bitten einer Gemeinschaft

Aber nicht nur die Bitten des Einzelnen erhört Gott, sondern auch die der Glaubensgemeinschaft. Das Volk Juda hat auf seinen Gott vertraut. So können auch wir als Glaubensgemeinschaft mit unserem gemeinsamen Anliegen vor Gott treten und darauf vertrauen, dass er uns damit nicht alleine lässt. Er wird diese ernst nehmen und kann herausfordernde Situationen zum Positiven wenden.

Gott steht uns bei

Wir von der CBM bauen darauf, dass Gott uns beisteht! Denn wir haben eine so wichtige Mission: Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Regionen dieser Erde zu unterstützen, damit sich ihr Leben zum Guten wendet. – Und auch Sie dürfen auf Gottes Beistand setzen! Lassen Sie uns Hiskia zum Vorbild nehmen und Gott anrufen – im Vertrauen darauf, dass er uns zuhört und uns sieht.

Porträt eines Mannes © CBM
Andreas Nordt

Andreas Nordt ist Theologe und Betriebswirt. Bei der CBM ist er zuständig für Spenderanfragen zur Nachlassabwicklung.

Er staunt immer wieder über die engagierten Menschen, mit denen er täglich zu tun hat: "Ich finde es wunderbar, dass so viele CBM-Freunde mit dem, was sie geben können, Menschen mit Behinderungen weltweit fördern. So manche helfen sogar über ihren Tod hinaus mit einem Erbe. Das ist ein Grund zu großer Dankbarkeit. Da macht die Arbeit Freude!"