Wasser ist der einfachste Schutz!
Es reicht, regelmäßig Hände und Gesicht zu waschen, um sich nicht mit der schrecklichen Augenkrankheit Trachom anzustecken. Das klingt so einfach! Aber in Ländern, in denen Trachominfektionen verbreitet sind, ist das manchmal gar nicht möglich. Denn dort mangelt es of an sauberem Wasser.
In Kürze hier: neues Video mit Brunnenbau
Ohne Hilfe droht Blindheit
So wie in Äthiopien, wo Mekiya lebt. Sie ist 40 Jahre alt und schwer an Trachom erkrankt. Ohne Hilfe wird sie unweigerlich erblinden. Und auch ihrer Tochter Werko droht dieses Schicksal. "Es juckt, es sticht, und ich muss mir immerzu die Augen reiben", sagt Mekiya. Sie weiß, wie wichtig es wäre, sich täglich das Gesicht und die Augen zu waschen. Doch von fließendem, sauberen Wasser kann sie nur träumen.
Zu wenig Brunnen
Für einen Kanister mit wenigen Litern Wasser müssen arme Familien in Äthiopien oft kilometerweit laufen. Denn es gibt zu wenig Brunnen, viele schöpfen das Wasser aus Tümpeln. Bei Mekiya haben Wasserknappheit und fehlende Medikamente dazu geführt, dass sie jetzt verarbte Augenlider hat und ganz dringend eine Augenlid-Operation benötigt. Ihre nach innen gebogenen Wimpern müssen begradigt werden, damit sie nicht mehr über die Augen kratzen. Mekiyas Tochter braucht Antibiotika, damit ihre Trachom-Augenentzündung abklingt und es nicht wie bei ihrer Mutter zu vernarbten Augenlidern kommt.