Eine Frau und ein etwa dreijähriges Mädchen sitzen in einem Krankensaal auf einem Krankenbett. Eine weitere Frau steht vor ihnen. Sie hält der Kleinen ein leuchtendes Spielzeug hin. Das Kind greift danach.

Diese Ärztin ist ein Lichtblick für blinde Kinder!

Sie ist die einzige Kinderaugenärztin der "Lake Zone", in der 18 Millionen Menschen leben: Dr. Evarista Mgaya setzt sich im Nordwesten Tansanias leidenschaftlich dafür ein, Kinder vor einem Leben in Blindheit zu bewahren. CBM-Augenarzt Dr. Heiko Philippin, der sie vor Jahren ausgebildet hat, berichtet:

Eine Frau untersucht die Augen eines etwa dreijährigen Kindes, das auf dem Schoß einer älteren Frau sitzt. Ein Mann schaut zu.
In der Hütte der Großmutter untersuchen Dr. Evarista und ich gemeinsam die kleine Mondesta.

Im Licht meiner Lampe schimmern die Linsen in Mondestas Augen weiß. Die Dreijährige ist blind. Ich tausche einen Blick mit Dr. Evarista Mgaya. Einst habe ich sie ausgebildet. Jetzt rettet sie Kinder wie Mondesta aus der Dunkelheit.

Schon im Morgengrauen sind wir aufgebrochen. Der Weg zu der kleinen Hütte im Nordwesten Tansanias, in der Mondesta lebt, ist weit. Jetzt scheint die Sonne – aber die Dreijährige kann das nicht sehen. Mit einer Hand winkt Dr. Evarista dicht vor dem Gesicht der Kleinen. Doch das Kind reagiert nicht. Wir sind beide betroffen, als wir zusehen, wie sich Mondesta vorsichtig auf die Knie sinken lässt und den Boden abtastet. Sie sucht einen Stein zum Spielen.

Die Nachbarskinder geben sich nicht mit ihr ab. Sie rufen sie "Kipofu", auf Deutsch: blindes Mädchen. Mondestas Oma erzählt uns, wie weh ihr das tut – und wie groß ihre Angst um die Kleine ist. "Es gibt hier zu viele Gefahren für ein blindes Kind", sagt sie und deutet auf Schlaglöcher, Äste, die Mondesta oft ins Gesicht schlagen, und einen tiefen Ziehbrunnen.

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125 Euro kostet eine Graue-Star-Operation unter Vollnarkose.

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Großes Herz für die Kleinsten

Wenn Sie in Ihrem Herzen Platz finden, helfen Sie den blinden Kindern in Tansania. Wenn wir nichts tun, bleiben sie für immer blind!
Augenärztin Dr. Evarista Mgaya

Mondesta ist leider keine Ausnahme. Sie ist eines von viel zu vielen blinden Kindern in der Region "Lake Zone" in Tansania. Jahrelang gab es dort keine augenmedizinische Versorgung – bis Dr. Evarista kam. Schon als Kind hatte sie beschlossen, Augenärztin zu werden, weil ihr Opa blind war. Nur dank eines Stipendiums der CBM konnte sie diesen Beruf erlernen – und spezialisierte sich auf Kinder.

"Für mich ist es das Schlimmste, wenn ein Kind blind bleibt, weil es zu spät Hilfe bekam", erzählt mir die zweifache Mutter. Vor diesem Schicksal will sie unbedingt auch die kleine Mondesta bewahren – und so nehmen wir das Mädchen im Auto mit zur Klinik, ins CBM-geförderte "Bugando Medical Centre".

Dort wirbelt Dr. Evarista energiegeladen durch alle Räume. Sie untersucht, operiert, beruhigt ihre kleinen Patientinnen und Patienten. Tag für Tag rettet die 45-Jährige Augenlicht – mit so viel Herzblut! Mondesta trägt sie eigenhändig in den OP-Saal und lenkt sie ab, bis die Narkose wirkt. Dann greift sie zum Skalpell. Wir fragen uns beide: Kommt ihre Hilfe noch rechtzeitig?

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Endlich kann Mondesta sehen!

Eine Frau untersucht die Augen eines etwa dreijährigen Kindes, das auf dem Schoß einer älteren Frau sitzt. Ein Mann schaut zu.
Bitte helfen Sie mit und retten Sie Kinder wie Modesta vor Blindheit!

Grau und verschwommen war bisher alles vor den Augen der kleinen Mondesta in Tansania. Doch die Augenoperation hat das geändert. Als ihre Retterin Dr. Evarista ein Leuchtspielzeug hervorholt, lacht die Kleine laut. Endlich kann sie sehen!

Unermüdlich rettet Augenärztin Dr. Evarista Kinder in Tansania vor Blindheit – und bittet Sie um Ihre Hilfe: "Es gibt noch viel zu tun! Wenn Sie in Ihrem Herzen Platz finden, helfen Sie den blinden Kindern in Tansania. Wenn wir nichts tun, bleiben sie für immer blind!"

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Fakten zu Sehbehinderung weltweit

  • 90 % aller Menschen mit Sehbehinderung leben in einkommensschwachen Ländern

  • 43 Mio. Menschen weltweit sind blind

  • 295 Mio. Menschen weltweit sind mittelgradig bis stark sehbehindert

  • 77 % der mittelgradig bis schweren Sehbehinderungen bis hin zu Blindheit könnten vermieden oder behandelt werden