Kind mit zwei kleinen Pflastern auf der Stirn über den Augen © CBM

Dieser Neubau schenkt blinden Menschen Hoffnung

Stellen Sie sich vor: Sie haben ein akutes Augenproblem und überhaupt keine Anlaufstelle, an der Sie Hilfe bekommen können. Damit das für viele Menschen in Uganda nicht so bleibt, bauen wir dort eine Augenklinik aus. Sie wird Kinder, Frauen und Männer vor Blindheit retten!

Leah kann jetzt sehen!

"Ich hatte immer Angst, dass sie ins Kochfeuer fällt", erinnert sich Leahs Mutter Shanitah. Leah gehört zu den Kindern, die dank der Hilfe in der Mengo-Augenklinik sehen können. Deshalb ist die Zeit der Angst und Sorge endlich vorbei! Im Video sehen Sie berührende Momente nach Leahs Operation am Grauen Star!

Ein Mann und ein kleines Mädchen klatschen die Hände aufeinander und lachen dabei.

Noch viele Kinder wie Leah warten in Uganda ganz dringend auf ihre augenlichtrettende Operation! Deshalb ist die Erweiterung der Mengo-Augenklinik ein ganz wichtiger Schritt hin zur besseren Versorgung der Augenpatientinnen und -patienten, die noch auf ihre dringend nötige Behandlung warten. Wie gut, dass der Bau der Mengo-Augenklinik voranschreitet!

Früher fünf, heute bis zu 400 Menschen am Tag!

Für die bestehende Augenabteilung des Mengo-Hospitals wird der Zustrom der Hilfesuchenden zu einer großen Herausforderung: Sie kommen mittlerweile nicht mehr nur aus der direkten Umgebung der Klinik, sondern aus ganz Uganda und sogar aus den Nachbarländern Demokratische Republik Kongo und Südsudan. Für solche Massen war die Augenabteilung aber nie ausgelegt!

Direkt nach ihrer Gründung in den 1980-er Jahren kamen fünf Menschen pro Tag in die Augen-Ambulanz. Heute kommen im Schnitt 225 Menschen am Tag hierher – manchmal sogar 400. Das sind 80-mal so viele Patientinnen und Patienten wie früher! Eine absolute Mammutaufgabe für die gerade mal sechs Ärztinnen und Ärzte. Und die Zahl steigt jedes Jahr weiter. Kein Wunder, dass die Augenabteilung zu klein geworden ist!

So dringend wird Hilfe benötigt

  • 1 Mio. Menschen in Uganda sind Schätzungen zufolge blind oder sehbehindert. Viele können mit einer OP geheilt werden.

  • 45 Ärzte Nur 45 Ärzte und Ärztinnen für Augenheilkunde gibt es im Land. Viel zu wenig! 96 weitere Augenärzte werden gebraucht!

  • 400 Bis zu 400 Augenpatienten kommen pro Tag. Nicht mehr lange und die Klink muss sie aus Platzmangel abweisen.

So viel Spenden brauchen wir noch!

Benötigte Spendensumme: Zwei Millionen; bisher eingegangene Spenden: 792.000 Euro © CBM

Der von der CBM aufzubringende Baukostenanteil liegt bei zwei Millionen Euro. Bisher haben Spenderinnen und Spender der CBM schon 792.000 Euro gespendet.

Dafür sind wir sehr dankbar. Doch bis zu den benötigten zwei Millionen gibt es noch eine große Lücke! In der Grafik zeigen wir Ihnen den Spendenstand. Dieser wird jede Woche aktualisiert.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, den Bau zu vollenden und die Spendensumme zu erhöhen!

Das können wir nur mit Ihnen erreichen!

  • Augenklinik-Gebäude mit ausreichend Platz, darunter drei neue OP-Säle, damit die Wartelisten kürzer werden

  • Sieben Figuren bilden eine Gruppe

    Behandlungskapazitäten für 100.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr, doppelt so viele wie bisher

  • Auge

    Fachabteilungen für Grauen Star (Katarakt), Grünen Star (Glaukom) und für Kinderaugenheilkunde

  • Stethoskop

    Ausstattung der Operations- und Behandlungsräume mit neuen Untersuchungsgeräten

"Eine wuselnde, geschäftige Klinik!"

Friederike Loosen arbeitet in der CBM-Programmabteilung in der Zentrale in Bensheim. Sie ist in engem Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im CBM-Landesbüro vor Ort. So erfährt sie als eine der Ersten in Bensheim die aktuellen Entwicklungen rund um den Klinik-Ausbau in Mengo. Wir haben ihr Fragen gestellt, wie es zum Bauprojekt kam, wie weit es realisiert ist – und was die nächsten Schritte sind:

Porträt einer Frau © Friederike Loosen
Friederike Loosen

Friederike, Du begleitest die Projektaktivitäten von Bensheim aus. Was ist der Grund für die Entscheidung, die Klinik zu erweitern?
Friederike: Mengo [Anm. der Red.: gemeint ist das "Mengo Hospital"] ist ein langjähriger CBM-Partner und ein wichtiges Krankenhaus in Uganda. Mengos guter medizinischer Ruf reicht weit über die Stadtgrenzen von Kampala und sogar weit über die Grenzen von Uganda hinaus. Aus diesem Grund kommen viele Patientinnen und Patienten, teilweise sogar auch aus den Nachbarländern, um augenmedizinische Hilfe zu erhalten. Die räumlichen Gegebenheiten der Augenklinik reichen nicht mehr aus, um die Vielzahl an Patienten zu behandeln. Aus diesem Grund hat die CBM auf Bitte Mengos die wichtige und richtige Entscheidung getroffen, die Augenklinik mit einem Neubau zu erweitern.

Wer gehört zu den Finanziers des Projekts?
Der Bau wird maßgeblich von der CBM finanziert. Aber auch Mengo trägt einen Teil der Baukosten. Des Weiteren hat Mengo für alle Bauaktivitäten und Baumaterialien eine Befreiung der Mehrwertsteuer erhalten – die Regierung verzichtet auf Steuereinnahmen von fast 400.000 Euro! Das ist ein sehr bedeutungsvolles Signal für die Wichtigkeit des Bauprojektes in Bezug auf die Gesundheitsversorgung.

Warum ist es so wichtig, dass CBM-Spenderinnen und -Spender ihr Herz und ihre Geldbeutel für das Projekt öffnen?
Weil die Erweiterung der Augenklinik sehr wichtig ist, um weiterhin gute augenmedizinische Arbeit leisten zu können: qualitativ und quantitativ! Um den Menschen vor Ort zu helfen, um die augenmedizinischen Dienste durch weitreichende Outreaches [Anm. der Red.: Außeneinsätze] auszudehnen und trotzdem vor Ort Kapazitäten zu haben, die Vielzahl an hilfesuchenden Menschen zu behandeln.

Wie sieht das Projektresultat in fünf Jahren aus, wenn alles so läuft wie geplant?
Mengo hat eine gut ausgestattete, wuselnde, geschäftige Augenklinik. Jeder Mensch, der augenmedizinische Hilfe braucht, weiß, dass er kommen kann, um sich behandeln zu lassen.

Was ist Dein persönliches Highlight beim bisherigen Projektverlauf oder dem Projektziel?
Mein bisheriges persönliches Highlight war mein erster Besuch auf der Baustelle im Mai diesen Jahres. Es war total beeindruckend zu sehen, wie groß die Baustelle ist, wie geschäftig die Bauarbeiter sind, wie kompetent und professionell die Bauaufsicht ist – und vor allem schon zu erkennen, wie das Endergebnis aussehen wird. Bisher war der Bau immer eine Zeichnung mit vielen technischen Details, jetzt wird er sichtbar und greifbar. Ich bin sehr gespannt auf weitere Besuche der Baustelle, um den Fortschritt zu sehen und freue mich schon sehr auf die Eröffnung nächstes Jahr!