Ein Mann mit Schirmmütze und Bart rührt in einem großen Kochtopf mit Auberginenstücken.

Warmes Essen für die Menschen in Gaza

Die Suppenküchen der CBM-geförderten "Atfaluna Society" im kriegsgeschüttelten Gazastreifen retten Leben! Denn in Deir Al-Balah und Gaza-Stadt kochen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich nahrhafte Mahlzeiten – für Menschen, die sonst hungern müssten.

Unsichere Lebensmittelversorgung verbessern

In Gaza hat der anhaltende Konflikt zu weitreichenden Vertreibungen, wirtschaftlicher Not und Nahrungsmittelknappheit geführt. Alles ist teurer geworden, was die Notlage der Bewohnerinnen und Bewohner immer weiter verschärft.

Blockaden, Gewalt und wirtschaftliche Zwänge haben es noch schwerer gemacht, in der Region selbst Nahrungsmittel zu produzieren, zu beziehen und zu verteilen. Das hat zur Folge, dass viele Menschen zu wenig zu essen haben und von Hunger und Unterernährung bedroht sind.

Inklusive Suppenküche als Lebenshilfe

Eine junge Frau mit Kopftuch füllt ein Reisgericht von einem Blech in eine Schale.
Die Arbeit in der Gemeinschaftsküche ist für S. mehr als ein Job: "Ich war wieder in Kontakt mit meinen ehemaligen Kollegen und konnte die Mahlzeiten genießen."

Um den leidenden Kindern, Frauen und Männern zu helfen, hat die CBM mit ihrem Partner "Atfaluna Society" im Sommer 2024 Suppenküchen eröffnet, die warme Mahlzeiten für vertriebene Familien und Einzelpersonen bereitstellt.

Die Küchen verteilen täglich 200 Mahlzeiten für Familien und versorgen damit mehr als 1.100 Menschen. Bis Mai 2025 bekamen mehr als 510.000 Menschen Mahlzeiten. Das hat in der extremen Situation, in der es nicht genug Lebensmittel zu kaufen gab, ihr Überleben gesichert.

Je nach Verfügbarkeit der Zutaten wird im Voraus ein Monatsmenü zusammengestellt, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Es umfasst eine Vielzahl von Hülsenfrüchten, Gemüse- und Reisgerichten, die nach Möglichkeit auch Fleisch oder Fisch enthalten.

Die Gemeinschaftsküche beschäftigt 20 Menschen mit Hörbehinderungen – 10 Männer und 10 Frauen –, die einen Kochkurs absolviert haben. Die gemeinschaftliche Arbeit fördert nicht nur die wirtschaftliche Unabhängigkeit, sondern auch die soziale Teilhabe.

Die Möglichkeit, einen sinnvollen Beitrag in ihrer Gemeinschaft zu leisten und einer regelmäßigen täglichen Aufgabe nachzugehen, stabilisiert die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden. So fühlen sie sich in einem trostlosen Umfeld, das durch externe Faktoren bestimmt wird, nicht mehr völlig hilflos. Mit ihrer Arbeit sensibilisieren sie auch für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, was einen wertvollen Einfluss auf ihre Gemeinschaft hat.

Jede Mahlzeit verbessert das Leben

Mit verschiedenen Mahlzeuten gefüllte Aluschalen.
M., Vater von sieben Kindern: "Diese Mahlzeiten haben mir das Kochen und Einkaufen für meine Familie erleichtert."

Die Bedeutung der Suppenküchen geht weit über die reine Versorgung mit Nahrungsmitteln hinaus. Für viele Familien in Gaza sind diese täglichen Mahlzeiten eine wichtige Hilfsquelle, die dazu beiträgt, den Stress der unsicheren Lage zu verringern. Die Bereitstellung warmer Mahlzeiten gewährleistet, dass Kinder und Erwachsene wenigstens die notwendigen Nährstoffe erhalten, die sie für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden benötigen. 

Die Lage in Gaza bleibt schwierig. Doch das Team der "Atfaluna Society" trotzt den Widrigkeiten, indem es seine Abläufe immer wieder anpasst, um den Betrieb der Küche und die Verteilung der Mahlzeiten sicherzustellen. Die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Unterstützung ist wichtiger denn je. Jede servierte Mahlzeit ist ein Schritt, um das Leid der vom Konflikt Betroffenen zu lindern und ihr Leben spürbar zu verbessern.

Psychosoziale Unterstützung

Eine Person gibt einem Kind eine Aluschale in die Hände.
Eine warme Mahlzeit am Tag bewahrt die Menschen im Krisengebiet vorm Hungern!

Die Suppenküchen werden unter der direkten Aufsicht des humanitären Atfaluna-Einsatzteams betrieben, zu dem technische Leiter für Schutz, Logistik und ein Auswertungssystem gehören, um die Erfolge zu prüfen und bei Bedarf die Abläufe zu verbessern. Für Sicherheitsfragen gibt es Ansprechpartner.

Die Teammitglieder mit Hörbehinderungen, die in der Küche arbeiten, werden täglich von Gebärdensprachdolmetschern und Betreuern unterstützt, die für eine klare Kommunikation, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und das emotionale Wohlbefinden sorgen.

Dieses inklusive Betriebsmodell garantiert Verantwortlichkeit, Sicherheit und psychosoziale Unterstützung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So ist sichergestellt, dass die Initiative auch inmitten des anhaltenden Konflikts effektiv und human bleibt.

Die Versorgung ist nach wie vor schwierig: Nicht immer stehen alle Lebensmittel auf dem lokalen Markt zur Verfügung. Durch Lagerhaltung versucht die "Atfaluna Society" zu ermöglichen, dass das Essen der Suppenküchen regelmäßig ausgegeben wird.

Manchmal werden auch besondere Hilfsmittel (wie Geh- oder Hörhilfen) dringend benötigt und angefordert. Sie werden bereitgestellt, sobald sie – und das geschieht nur gelegentlich – in den Gazastreifen gebracht werden dürfen.

Damit alle Aktionen für die beteiligten Menschen möglichst sicher geschehen, gibt es spezielles Schutzpersonal, das die Arbeiten koordiniert und dafür sorgt, dass die Risiken soweit wie nur möglich minimiert werden – unter Berücksichtigung der allgemein unsicheren Gesamtumgebung.

Helfen Sie mit Ihrer Spende Menschen in Not!

Für 134 Euro erhält eine Familie in Gaza Nahrung für einen Monat.
Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass wir Menschen mit und ohne Behinderungen in Not wie im Gaza-Streifen helfen können.

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