Startseite Hauptnavigation Inhalt Footer und Kontaktmöglichkeiten Suche Spenden
CBM (Christoffel-Blindenmission)

Vier Augen sehen mehr

Die Schwestern Vaileth und Susana waren fast blind durch Grauen Star

Zwei kleine afrikanische Mädchen
Die Schwestern Vaileth (l.) und Susana aus Tansania sind von Geburt an fast blind. Sie leben bei ihrer Oma.

Vaileth (6) und Susana (5) sind Schwestern und beste Freundinnen. Doch sie teilen auch eine große Last: Beide sind von Geburt an fast blind durch Grauen Star. Sie leben bei ihrer Großmutter Fausta und diese trifft eine Entscheidung, die das Leben der kleinen Familie verändert.

"Dass die beiden kaum etwas sehen, bemerkte ich schon, als sie noch sehr klein waren. Wenn ich ihnen etwas in die Hand gab, hielten sie den Gegenstand immer sehr nah vors Gesicht." Eine Erinnerung, die Fausta immer noch schmerzt. Susana war nicht mal ein Jahr alt, als ihre Eltern sie und ihre Schwester Vaileth zu ihrer Großmutter brachten und nicht zurückkehrten.

Fausta machte sich große Sorgen um das Augenlicht ihrer Enkelinnen.

Die 57-Jährige lebt von dem, was das kleine Stückchen Land neben der Hütte am Fuß des Kilimandscharo abwirft. Fausta baut Bananen, Mais und Kaffee an. Arbeit, die sie ganz allein bewältigen muss: "Mein Mann ist in die Stadt gezogen. Er kümmert sich kaum um uns." Weil sich Fausta um das Augenlicht ihrer Enkelinnen sorgte, suchte sie in einem örtlichen Krankenhaus Hilfe. Dort teilte ihr eine  Krankenschwester allerdings mit, dass man nichts für die Kinder tun könne. Entmutigt kehrte Fausta nach Hause zurück.

Endlich wieder Hoffnung

Eines Tages jedoch kehrte die Hoffnung zurück: In der Kirche hörte Fausta von einer bevorstehenden Reihenuntersuchung für sehbehinderte Menschen. Kurz entschlossen brachte Fausta ihre Enkelinnen dorthin. Bei diesem Außeneinsatz des CBM-Partners "Kilimanjaro Christian Medical Centre" (KCMC) erkannten die Ärzte den Grauen Star bei Vaileth und Susana und überwiesen die Kinder ans Krankenhaus. "Ich bin überglücklich, dass den beiden geholfen werden kann", sagt Fausta.

Eine Frau und zwei Mädchen in farbenprächtigen Kleidern
Für den Klinikaufenthalt haben Fausta und ihre  Enkelinnen ihre schönsten Kleider angezogen.
Ein Mann hält einen Finger vor das Gesicht eines Mädchens
Selbst aus kurzer Entfernung kann Vaileth kaum den Finger des Klinikmitarbeiters erkennen.

Im Festtagskleid zum Krankenhaus

Ein Geländewagen von KCMC bringt die drei in die 50 Kilometer entfernte Klinik. Alle haben ihre schönsten Sonntagskleider angezogen. Das zeigt die Bedeutung dieses Tages. Fausta kommen vor Anspannung die Tränen: "Ich bin verantwortlich für die beiden. Was ist, wenn etwas schiefgeht und sie für immer blind bleiben?" Während der Untersuchungen vor den Operationen versuchen Ärzte, ihr diese Angst zu nehmen: Der Eingriff sei Routine. Dennoch ist sie voller Sorge und sitzt bang im Wartesaal. Minuten ziehen sich gefühlt zu Stunden.

Lachen vor Freude

Endlich kommt Dr. Godfrey Furahini aus dem OP-Saal. Der Augenarzt erklärt Fausta, dass alles gut gegangen ist. Die Anspannung der letzten Tage weicht und sie kann wieder lächeln. Am nächsten Morgen werden die Augenverbände abgenommen. Es zeigt sich, wie gut Vaileth und Susana schon kurz nach der OP sehen. Von den Eindrücken überwältigt, fängt Susana voller Freude an zu kichern und steckt die anderen damit an. Das Untersuchungszimmer ist erfüllt von fröhlichem Lachen.

Eine afrikanische Frau und zwei kleine Mädchen
Fausta (M.) freut sich mit ihren Enkelinnen Susana (l.) und Vaileth, dass sie gut sehen können!

Dank an die CBM-Spender

Einige Monate sind seit den Operationen vergangen. Susana schielt auf einem Auge etwas. Sie muss daher abwechselnd auf dem rechten und dem linken Auge ein Pflaster tragen. Mit der Zeit korrigiert sich dadurch die Fehlstellung und das Sehvermögen nimmt zu. "Ich bin so glücklich", sagt Fausta. "Ich danke Gott und den Spenderinnen und Spendern der CBM, dass sie meinen Enkelinnen das Augenlicht geschenkt haben."

Helfen Sie mit!

Es ist so einfach, Menschen das Augenlicht zu schenken und ihr Leben zum Guten zu wenden: Nur 30 Euro kostet eine OP am Grauen Star bei einem Erwachsenen.

125 Euro kostet ein solcher Eingriff pro Kind, denn hier ist eine Vollnarkose erforderlich.

Jeder Euro zählt!


Eine afrikanische Frau und zwei kleine Mädchen
Jetzt können die beiden all das tun, was Kinder in dem Alter eben so machen. Dazu gehört in Tansania
nicht nur spielen und umhertollen, sondern auch, Pflichten im Haushalt zu übernehmen – zum Beispiel Wasser holen!

Das könnte Sie auch interessieren

×

Mit Abonnieren des Newsletters
stimmen Sie der Nutzung Ihrer Daten gemäß der zu.