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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Jeden Tag Freude verbreiten

Augenarzt Dr. Nathaniel Chan operiert Kinder aus Elendsvierteln

Lächelnder Mann in OP-Kleidung
Dr. Chan: "Kinder vor Blindheit bewahren ist meine Mission. Die Kraft dazu gibt mir mein Glaube und dass Menschen wie Sie hinter mir stehen. Danke!"
Eine Frau hält ein Kleinkind auf dem Arm
Arresh (1) ist von Geburt an blind durch Grauen Star. Ihre Mutter Resheil hat sie in die Augenklinik gebracht, in der Dr. Chan die Kleine ehrenamtlich operiert.

Kurz vor 8 Uhr. Auf quietschenden Sohlen eilt Dr. Nathaniel Chan den Klinikflur entlang. Er könnte jetzt zu Hause gemütlich mit seiner Familie frühstücken. Aber der philippinische Arzt nutzt seine kostbare Freizeit anders: Er will das Augenlicht eines kleinen Mädchens retten.

Zur gleichen Zeit im OP-Vorbereitungsraum: Still liegt Arresh in den Armen ihrer Mutter. Um sie herum gibt es viel zu entdecken. Doch das kleine Mädchen schließt nur müde die Augen. Denn so sehr es sich auch anstrengt, es kann nichts sehen. Die Einjährige ist von Geburt an blind durch Grauen Star. Zu Hause in ihrer winzigen Wohnung im Armenviertel der philippinischen Stadt Dumarao kann Mutter Resheil Artieda ihre Tochter keine Sekunde aus den Augen lassen. Überall lauern Gefahren für ein blindes Kind. Als Resheil von Augenarzt Dr. Chan hörte, kamen ihr vor Erleichterung die Tränen. Denn der Arzt behandelt arme Kinder wie Arresh ehrenamtlich, die Spenderinnen und Spender der Christoffel- Blindenmission (CBM) bezahlen das Material und die Medikamente.

Mann in OP-Kleidung
Weil Arresh weit weg von der Klinik wohnt, operiert Dr. Chan gleich beide Augen des kleinen Mädchens.

Ein Leben in Armut

Während Arresh für die OP vorbereitet wird, desinfiziert Dr. Chan seine Hände, schlüpft in den Kittel und geht im Kopf den Eingriff durch. Er beschließt, gleich beide Augen des Mädchens zu operieren. "Die Familie wohnt weit weg von der Klinik. Eine zweite Busfahrt hierher könnte sie sich nicht leisten", sagt er seufzend. Der 43-Jährige stammt selbst von den Philippinen. Er weiß, dass viele seiner Landsleute in Armut leben – und er will helfen. Deshalb kehrte er nach seiner Facharztausbildung am "Children's National Medical Centre" in Washington, D.C. (USA) in seine Heimat zurück. Sein Wissen ist auf den Philippinen kostbar. "Ich bin der einzige Kinderaugenarzt in einer Region mit rund sieben Millionen Menschen", erklärt Dr. Chan.

Viel zu viele Patienten

Das Wartezimmer seiner winzigen Augenarztpraxis in der Stadt Iloilo quillt jeden Tag über vor Patienten. "Es ist viel zu viel Arbeit für mich allein", so Dr. Chan. Seine wenige Freizeit würde er gern allein seiner Frau und seinen fünf Kindern widmen. Stattdessen operiert der engagierte Arzt außerhalb seiner Praxiszeiten kostenlos Patienten, die der lokale CBM-Partner "Cataract Foundation of the Philippines Inc." bei Außeneinsätzen findet und zu ihm schickt.

Frau mit Baby auf dem Schoß, ein Mann schaut in die Augen des Babys
Ein bewegender Moment: Nach der OP kann Arresh zum ersten Mal sehen – erst ihre Mama, dann das Licht in Dr. Chans (l.) Hand.

Glück für alle

Wenn dem 43-Jährigen doch einmal alles zu viel wird, erinnert er sich daran, warum er Arzt geworden ist. "Ich wollte schon als Kind Menschen heilen", sagt er. Die Augenheilkunde zog ihn besonders an. "Denn als Augenarzt verbreite ich Freude", erklärt Dr. Chan. Am liebsten mag er Graue-Star-Operationen. "Danach sind alle glücklich: die Eltern, die Kinder und ich!" Froh ist auch Resheil. Als Dr. Chan bei ihrer Tochter am Tag nach der OP die Pflaster löst, blinzelt Arresh verblüfft. Der Arzt ist zufrieden: "Sie folgt dem Licht der Lampe. Mit einer Brille wird sie gut sehen." Vor Freude findet Resheil keine Worte. Später schreibt sie eine Nachricht: "Danke und Gottes Segen. Ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt!" Ein Glück, das Dr. Chan noch oft erleben will: "Trotz allem Stress: Meiner Arbeit werde ich nie überdrüssig!"

Kleinkind
Helfen Sie mit, blinden Kindern wie Arresh das Augenlicht zu schenken!

Bitte helfen Sie mit!


Eine Graue-Star-Operation für Kinder kostet wegen der Vollnarkose 125 Euro.

Für 15 Euro bekommen die Kinder danach eine Brille.

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