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CBM (Christoffel-Blindenmission)

"Ich möchte zeigen, was ich kann!"

Kaleeswari hilft als Orthopädietechnikerin körperbehinderten Menschen

Frau bearbeitet an einer Bohrmaschine eine Beinschiene
Als Angestellte in der CBM-geförderten CSI-Orthopädiewerkstatt ist Kaleeswari heute unabhängig.

Kaleeswari (22) stammt aus einem kleinen Dorf in Indien. Als Kind erkrankte sie schwer an Polio und erfuhr, was Diskriminierung bedeutet. Ihr Leben wurde erst besser, als ein CBM-Gemeindehelfer sie fand. Heute hilft sie in ihrem Beruf anderen Menschen mit Behinderungen. Für uns ist sie eine echte Heldin des Alltags. Die junge Frau berichtet:

"Als ich zwei Jahre alt war, wurde bei mir Polio festgestellt. Beide Beine waren betroffen: Ich konnte weder sitzen noch stehen oder gehen. Immerzu musste ich im Haus bleiben, denn meine Mutter brachte mich selten nach draußen. Sie fürchtete sich zu sehr vor den negativen Kommentaren unserer Nachbarn. Erst sehr viel später durfte ich vor die Tür: Es war mein älterer Bruder, der mich zur Vorschule trug.

Ausgeschlossen und stigmatisiert

Ein Jahr war ich in der Schule – und hatte trotzdem keinen einzigen Freund. Ich wollte mit den anderen Kindern spielen, doch sie ließen mich nicht. Auch im Dorf wollte niemand etwas mit mir zu tun haben. Ich erinnere mich noch, wie Verwandte einmal zu meiner Mutter sagten: ,Warum kümmerst du dich um dieses behinderte Kind? Setz es doch einfach aus!’ Das tat sehr weh. Später fand ich heraus, dass meine Eltern mich sogar umbenannt haben. Mein Name war anscheinend früher Prabha. Doch heute heiße ich Kaleeswari Das bedeutet so viel wie die von der Göttin Kali Bestrafte.

Eine Frau sitzt neben einer Rollstuhlnutzerin
Orthopädietechnikerin Kaleeswari (l.) passt ihrer Patientin Anitha eine Orthose an.
Eine Frau an der
Kaleeswari steht strahlend an der Bohrmaschine, mit der sie eine stützende Beinschiene bearbeitet.

Die große Wende

Es war mein großes Glück, dass mich ein CBM-Gemeindehelfer fand, als ich sechs Jahre alt war. Er empfahl meinen Eltern, mich in ein CBM-gefördertes Internat für Kinder mit Polio zu geben. Dort würde ich zur Schule gehen können und eine gute Behandlung erhalten. Meine Eltern willigten schnell ein. Der Gemeindehelfer sorgte auch dafür, dass ich an den Beinen operiert wurde und Physiotherapie erhielt.

Junge indische Frau mit Unterarmstützen
Kaleeswari: "Ich hoffe sehr, dass ich ein Vorbild sein kann!"

Endlich aufrecht stehen!

Sechs Monate später konnte ich zum ersten Mal auf Krücken aufrecht stehen! Bald lernte ich auch laufen. Das Internat mochte ich von Anfang an. Ich fand schnell Freunde – es war die beste Zeit meines Lebens! Die Freunde dort waren wie eine Familie für mich. Bald hatte ich nicht einmal mehr Lust, in den Ferien nach Hause zu fahren.

Ein selbstständiges Leben

Nach meinem Schulabschluss machte ich eine Ausbildung zur Orthopädietechnikerin. Seit vier Jahren arbeite ich jetzt in der Orthopädiewerkstatt des CSI-Rehabilitationszentrums, einem CBM-Partnerprojekt. Ich hoffe sehr, dass ich ein Vorbild sein kann: Ich möchte den Leuten in meinem Dorf gern zeigen, dass man auch als behinderter Mensch selbstständig für sich sorgen und etwas Sinnvolles tun kann!"

Verhelfen Sie Menschen wie Kaleeswari durch Bildung zu Selbstständigkeit!

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