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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Grauer Star: OP schenkt Augenlicht

Bei der Operation wird die trübe Linse durch eine Kunststofflinse ersetzt

Eine Ärztin setzt eine künstliche Linse ins Auge
Die CBM ermöglichte bereits mehr als 13 Millionen Graue-Star-OPs in Entwicklungsländern.

Bei der Augenkrankheit Grauer Star trübt sich die Linse – so als würde sich ein Schleier davorlegen. Im Laufe der Zeit wird dieser Schleier immer dichter, bis man nur noch hell und dunkel unterscheiden kann. Im schlimmsten Fall führt Grauer Star (Katarakt) zur Erblindung.

Grauer Star: OP ein Routine-Eingriff

Aber Grauer Star ist heilbar – sehr gut sogar! Mit einer Grauen-Star-OP können Menschen ihr Augenlicht (zurück-) erhalten. Gleich, welche Ursachen für den Grauen Star vorliegen, wird bei dem Eingriff die trübe Linse durch eine künstliche Intraokularlinse (kurz IOL) ersetzt. Die Graue-Star-Operation ist eine der häufigsten in der Medizin. Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 600.000 Graue-Star-OPs durchgeführt.

Grauer Star: gängige OP-Techniken

Fishhook-Technik

Bei einer Katarakt-Operation mit der Fishhook-Methode entsteht keine Naht, denn der Schnitt (Tunnelschnitt) in den Hornhautrand ist so klein, dass er von selbst wieder zuwächst. Der getrübte Linsenkern wird mit einem kleinen, gebogenen Häkchen entfernt. Anschließend wird die Kunstlinse in die hintere Augenkammer eingesetzt. Die Fishhook-Technik wurde von Dr. Albrecht Hennig entwickelt, der rund 30 Jahre als Augenarzt für die CBM in Nepal tätig war.

Phako-Technik

Die "Phakoemulsifikation" (Phako, griech. für Linse; Emulsifikation von lat. emulgere: abschöpfen) erfordert nur einen sehr kleinen Tunnelschnitt in die Hornhaut, weil der getrübte Linsenkern mit Ultraschall oder einem Laser zerkleinert und abgesaugt wird. Es wird eine künstliche Faltlinse eingesetzt, die sich im Augeninnern entfaltet.

Katarakt-OP meist ambulant

Die OP am Grauen Star wird normalerweise ambulant durchgeführt und der Patient örtlich betäubt. Kinder wie Bala werden jedoch unter Vollnarkose operiert. Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die eingesetzt werden. Zu den herkömmlichen OP-Techniken gehören z.B. die Fishhook- und die Phako-Technik (siehe Kasten).

Keine Brille nach Grauer-Star-OP

Vor der Grauen-Star-Operation sind einige Voruntersuchungen notwendig. So muss z.B. das Auge präzise vermessen werden, um die passende Brechkraft der Kunststofflinse auszuwählen. Oft werden Monofokallinsen eingesetzt. Sie stellen die Sicht auf eine bestimmte Entfernung ein, so dass noch eine Brille für die Ferne oder die Nähe nötig sind. Multifokallinsen machen dagegen eine Brille überflüssig, weil man damit sowohl in der Ferne als auch in der Nähe sehen kann.

13 Millionen Graue-Star-OPs

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat mithilfe ihrer Spenderinnen und Spender seit 1966 mehr als 13 Millionen Graue-Star-OPs in Entwicklungsländern ermöglicht und dadurch den Betroffenen das Augenlicht geschenkt.

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