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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Behinderte Menschen brauchen einen Job

CBM fördert Programme zur Existenzsicherung

Eine Frau mit Krücken und ein Mann im Rollstuhl
Nilane arbeitet in einer CBM-geförderten Kooperative auf den Philippinen. Sie hat eine Körperbehinderung und weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierige es für behinderte Menschen ist, eine Arbeitsstelle zu finden.
Lächelnde Frau am Schreibtisch
Nilane (links) im Gespräch mit ihrem Kollegen Joseph.

In Entwicklungsländern haben Menschen mit Behinderungen kaum Bildungschancen und deshalb auch wenig Aussicht auf einen Arbeitsplatz. Auf den Philippinen z.B. leben Menschen mit Behinderungen oft von der Hand in den Mund, müssen betteln oder haben kein Dach über dem Kopf. Zu viele Vorurteile verhindern, dass sie Arbeit finden. Ohne Stelle jedoch haben sie kein Geld, kein Essen, keine Zukunft.

Qualifikationen nicht anerkannt

Die 45-jährige Philippinerin Nilane hat eine Körperbehinderung und weiß um die Schwierigkeiten behinderter Menschen auf dem freien Arbeitsmarkt, selbst wenn sie einen guten Schulabschluss haben, "Viele haben keine Arbeit und schämen sich für ihre Behinderung", sagt Nilane.

Arbeitsplätze in Kooperativen

Doch jetzt hat Nilane Arbeit in einer Kooperative – das ist eine gemeinschaftliche Produktionsstätte. Statt Menschen mit Behinderungen in einer beschützenden Werkstätte nur anzuleiten, traut ihnen die CBM mehr zu: In Handwerkskooperativen sind Menschen mit Behinderungen ihre eigenen Chefs und regeln alles selbst – von der Organisation, dem Einkauf von Materialien bis hin zur Fertigung und dem Verkauf. Die erste Kooperative gründete der damalige CBM-Mitarbeiter Peter Hämmerle bereits 1995 im Norden der Philippinen. 2014 arbeiten in 14 Kooperativen mehr als 900 Menschen mit Behinderungen und haben dadurch ein geregeltes Einkommen.

CBM fördert Existenzsicherung für behinderte Menschen

In vielen Entwicklungsländern gibt es zwar Programme für Existenzsicherung und Armutsreduktion, doch behinderte Menschen bleiben meist davon ausgeschlossen. Die CBM setzt sich deshalb mit ihren Partnern besonders für die Existenzsicherung behinderter Menschen ein und engagiert sich in diesen Bereichen:

Zwei Männer hocken vor einem Amboß
Rajashetty (l.) aus Indien ist wegen einer Polioerkankung körperbehindert. Er ist selbstständiger Schmied und Mitglied in einer lokalen Selbsthilfegruppe, die ihm mit Kleinkrediten Investitionen in sein Kleinunternehmen ermöglichte.

  • Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten
  • Unterstützung beruflicher Selbstständigkeit
  • Vergabe von Mikrokrediten
  • CBM-Partnerorganisationen nehmen Kontakt zu Kreditinstituten auf, damit diese auch Menschen mit Behinderungen bei Existenzgründungen unterstützen
  • Startkapital erschließen durch Selbsthilfegruppen, Kooperativen, Kirchen, Rotary-Clubs u.a.
  • Bewerbungstrainings, damit Menschen mit Behinderungen bessere Chancen auf dem freien Arbeitsmarkt haben
  • Sensibilisierung von Arbeitgebern für das Potenzial behinderter Menschen
  • Unterstützung behinderter Menschen, damit sie Leistungen aus Sozialsystemen erhalten, z.B. Kranken-, Sozial- und Rentenversicherung

2015 hatten knapp ein Drittel der CBM-geförderten Projekte Existenzsicherungskomponenten. Damit wurden 91.731 Menschen erreicht. Helfen Sie mit bei der Existenzsicherung behinderter Menschen!


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