Startseite Hauptnavigation Inhalt Footer und Kontaktmöglichkeiten Suche Spenden
CBM (Christoffel-Blindenmission)

Endlich keine Schmerzen mehr

Eine einfache Lid-Operation bewahrt Rukiya vor dem Erblinden

Rukiya Halil ist eine zupackende Marktfrau. In Woja bati/Äthiopien lebt und arbeitet sie und hat ihr Auskommen. Doch heftige Augenschmerzen plagen sie – täglich, fast unablässig. Rukiya fürchtet den Tag, an dem sie wegen der Schmerzen nicht mehr arbeiten kann. Doch mit einem Lautsprecherruf kommt Hoffnung in ihr Leben.

Auf dem Markt hört Rukiya eines Tages eine laute Stimme. "Nächste Woche Donnerstag ist Kliniktag für alle, die Probleme mit den Augen haben. Kommen Sie zur Gesundheitsstation", schallt es aus dem Lautsprecher eines weißen Jeeps, der die Straße entlangfährt.

Auf einer Veranda wartende Frauen
Rukiya (Mitte) wartet mit anderen Augenpatienten darauf, dass ihre Augen untersucht werden.

Mobile Einsatzteams helfen

Rukiya (50) horcht auf. Die Ansage ertönt ein zweites Mal. "Vielleicht bekomme ich dort Hilfe", murmelt sie leise vor sich hin. Seit Wochen schon tun ihre Augen weh, weil die Wimpern auf der Hornhaut scheuern. Die Schmerzen sind heftig! Am Donnerstag darauf macht sich Rukiya auf den Weg zur Gesundheitsstation. Als sie ankommt, ist das augenmedizinische Team von CBM-Partner Grarbet Tehadiso Mahber (GTM) schon im Einsatz.  Das Team fährt in entlegene Dörfer, um Menschen mit Augenkrankheiten zu helfen.

Drei Menschen auf einer Veranda stehen um eine Patientin auf einen OP-Tisch
Gizachew Abebe operiert Rukiya auf der Veranda der Gesundheitsstation an den Augenlidern.

Trachom kann zur Erblindung führen

Die Augeninfektion Trachom ist in Woja bati und Umgebung weit verbreitet und führt unbehandelt zur Erblindung. Deshalb ist die Arbeit des CBM-Partners GTM äußerst wichtig! Rukiya ist dankbar für das kostenlose Angebot, denn als Marktfrau verdient sie nur wenig Geld. Geduldig wartet sie mit rund 50 Frauen, Männern und Kindern, bis sie an der Reihe ist. Als Erstes muss sie einen Sehtest machen. Alles in Ordnung! Die anschließende Augenuntersuchung zeigt jedoch, dass Rukiya Trachom hat. Auf dem linken Auge ist die Krankheit bereits weiter fortgeschritten als auf dem rechten.

Mann im Arztkittel und zwei Frauen auf einer Veranda
Nach der OP: Rukiya ist glücklich, dass die Schmerzen weg sind. Gizachew Abebe (l.) und Helferin Berke Fungolo freuen sich mit.

OP bewahrt vor Blindheit

"Ich werde ihre Augenlider operieren, dann sind die Schmerzen weg", erklärt Gizachew Abebe vom GTM-Team. Und ganz wichtig: Die OP schützt Rukiya vor Blindheit! Der Eingriff unter örtlicher Betäubung dauert gerade mal 20 Minuten. Danach kann Rukiya nach Hause gehen. Eine Woche später zieht ihr Gizachew Abebe die Fäden. Rukiya strahlt: "Die Schmerzen sind weg! Danke."

Das könnte Sie auch interessieren

×

Mit Abonnieren des Newsletters
stimmen Sie der Nutzung Ihrer Daten gemäß der zu.