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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Eine Starthilfe für Gabriel

Dr. Manfred Mörchen hilft Kindern mit Augenkrankheiten langfristig

Ein Mann untersucht die Augen eines Kindes
Wo ist das Licht? Dr. Manfred Mörchen leuchtet in Gabriels Augen. Der Kleine ist begeistert von dem Spiel.

Neun Wochen kam Gabriel zu früh auf die Welt. Der Junge von den Philippinen überlebte, doch sein überstürzter Start ins Leben schädigte die Netzhaut seiner Augen. Gabriel drohte zu erblinden.

Zehn Monate später: Der deutsche Augenarzt Dr. Manfred Mörchen leuchtet mit einem Ophthalmoskop in Gabriels Augen. Der Kleine starrt mit offenem Mund fasziniert den  großen, weißen Arzt an und beginnt glucksend an zu lachen. Auch Dr. Mörchen lächelt. Denn Gabriels Reaktion zeigt: Der Junge kann sehen!

Eine Laser-Behandlung, die Spenderinnen und Spender der Christoffel-Blindenmission (CBM) ermöglicht haben, rettete Gabriels Augenlicht. Doch eine häufige Folge der Frühgeborenen-Retinopathie, an der Gabriel litt, konnte die Behandlung nicht abwenden. Der Kleine wurde kurzsichtig. Das Problem: Eine Brille ist für seine armen Eltern unbezahlbar. Ohne Brille wird Gabriel aber vielleicht nie zur Schule gehen können.

Augenmedizinische Versorgung auf den Philippinen verbessern

Ein Baby mit Brille
Dank Brille kann Gabriel jetzt gut sehen.

Dieses Schicksal will Dr. Mörchen verhindern – für so viele philippinische Kinder wie möglich. Seit 2014 lebt der gebürtige Düsseldorfer mit seiner Frau Petra auf den Philippinen und arbeitet als medizinischer Berater u.a. für den CBM-Partner Cataract Foundation of the Philippines (CFPI). Sein Ziel ist, die augenmedizinische Versorgung in dem Inselstaat zu verbessern. Dazu gehört, Patienten wie Gabriel bis ins Erwachsenenalter regelmäßig zu untersuchen und mit Sehhilfen zu versorgen.

Dem Arzt geht es um Gerechtigkeit

Dr. Mörchen will den Kindern umfassend helfen. Genau deshalb arbeitet er für die CBM. "Mir gefällt, dass die CBM nicht nur Operationen unterstützt, sondern den ganzen Menschen und seine Bedürfnisse fördert", sagt der 49-Jährige. Für ihn geht es dabei um Gerechtigkeit. Aber auch sein Glaube treibt ihn an. Der Arzt braucht diesen Antrieb, denn er hat sich viel vorgenommen: Hilfe für Babys wie Gabriel ist auf den Philippinen nämlich Neuland.

Bisher werden Netzhautschäden bei Frühgeborenen oft nicht erkannt. Viele Kinder erblinden unheilbar. Allein in Manila kommen laut der Weltgesundheitsorganisation jeden Monat rund 2.200 Frühchen auf die Welt. Aber nur zehn Prozent von ihnen werden auf Frühgeborenen-Retinopathie untersucht, die meisten von Augenarzt Dr. Jose Jimenez, der im Auftrag von CBM-Partner CFPI arbeitet.

Ein Arzt untersucht die Augen eines Babys. Die Mutter und ein anderer Arzt sehen zu.
Dr. Jimenez (r.), Experte für Frühgeborenen-Retinopathie, untersucht die Augen eines Babys. Dr. Mörchen (l.): "Wir brauchen mehr solcher Spezialisten."

Viel Ausdauer erforderlich

Dr. Jimenez hat auch Gabriel untersucht und ihn behandelt. "Aber es braucht mehr solcher Spezialisten", sagt Dr. Mörchen. Dafür rührt er unermüdlich die Werbetrommel im Land, vor allem im Gesundheitsministerium. Reihenuntersuchungen sollen eingeführt, Fachärzte ausgebildet und Patientendaten archiviert werden, um Kinder wie Gabriel über Jahre hinweg begleiten zu können. Eine große Aufgabe, die viel Ausdauer erfordert!

Kein Problem für Dr. Mörchen, immerhin trainiert er gerade für einen Triathlon. Kraft tankt der Arzt aber auch bei Begegnungen wie mit dem kleinen Gabriel. Lächelnd schaut er zu, wie der Junge alles bestaunt, was ihm vor die Augen kommt. Solche Momente zeigen Mörchen, dass er den richtigen Weg geht, egal, wie steinig und lang der auch sein mag.

Unterstützen Sie die Arbeit unseres Augenarztes und helfen Sie Kindern wie Gabriel!

Eine Brille, mit der operierte Kinder die Welt entdecken können, kostet 15 Euro.

Eine Laser-Behandlung bei Frühgeborenen-Retinopathie kostet pro Auge 170 Euro.

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