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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Die CBM fördert psychosoziale Hilfe

Immer mehr Menschen haben eine seelische Erkrankung

Am Boden sitzender, den Kopf auf der Hand aufstützender Mann
Tuong aus Vietnam lebte viele Jahre mit Schizophrenie, ohne dass seine Erkrankung diagnostiziert wurde – und seine Familie in Angst.
Auf einer Strohmatte sitzendes Paar
Die Rettung für Tuong kam mit einem Mitarbeiter des CBM-Partners "Provincial Health Department of Hue", der für die richtige Behandlung sorgte. Tuong und seine Frau Mia (l.) sind glücklich, dass es ihm viel besser geht.
Mann sitzt neben einem Tisch, auf der eine Nähmaschine steht
Tuong will wieder zum Lebensunterhalt seiner Familie beitragen. Eine Nähmaschine hat er schon.

Psychische Erkrankungen wie z.B. Depression, Traumata, Neurosen oder Schizophrenie nehmen weltweit zu. Die Ursachen sind äußerst vielfältig. So kann z.B. der Tod eines geliebten Menschen, der Verlust des Arbeitsplatzes, ein Unfall, Gewalterfahrung, Stress, oder Isolation eine psychosoziale Erkrankung nach sich ziehen. Ist eine psychosoziale Erkrankung chronisch, resultiert daraus eine psychosoziale Behinderung.

Stigmatisierung

Für die Betroffenen ist eine solche Behinderung häufig mit einer Stigmatisierung verbunden. Sie haben mit Vorurteilen zu kämpfen, werden von der Gemeinschaft ausgegrenzt und zum Teil sogar an der Wahrnehmung ihrer Rechte wie z.B. ihrem Wahlrecht gehindert. Dies gilt insbesondere in Entwicklungsländern aufgrund mangelnder Aufklärung über das Thema sowie anhaltender Diskriminierung.

Unterschiedliche Behinderungen

Auch Menschen mit einer geistigen Behinderung sind davon betroffen. Fälschlicherweise wird geistige und psychosoziale Behinderung oft gleichgesetzt, dabei sind es zwei unterschiedliche Formen der Beeinträchtigung. Bei einer geistigen Behinderung handelt es sich um eine intellektuelle Beeinträchtigung. Sie ist häufig angeboren wie z.B. das Down-Syndrom oder wird in früher Kindheit erworben z.B. durch Sauerstoffmangel bei der Geburt. Menschen mit einer geistigen Behinderung haben in der Regel Probleme mit der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -umsetzung, also mit Vorgängen, die mit dem Lernen zusammenhängen.

Aufklärung ist wichtig

Bislang sind die Hilfsangebote für Menschen mit einer psychosozialen oder geistigen Behinderung in Entwicklungsländern sehr begrenzt. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) fördert dort deshalb mit ihren lokalen Partnern psychische Gesundheitsdienste und gemeindenahe Rehabilitationsprojekte. So sieht unsere Hilfe konkret aus:

  • Aufklärung über psychosoziale und geistige Behinderungen, damit sie frühzeitig erkannt werden. Gleichzeitig sollen so Vorurteile ausgeräumt und Verständnis für die Betroffenen geschaffen werden.
  • Psychisch behinderte Menschen erhalten eine psychosoziale Behandlung und bei Bedarf Medikamente.
  • Menschen mit einer psychosozialen oder geistigen Behinderung werden gefördert, damit sie eine Schule besuchen können.
  • Sie erhalten Unterstützung im Bereich der Berufsausbildung und Lebenssicherung.
  • Ihre Familien werden in den Behandlungsprozess einbezogen und erhalten Unterstützung von Gemeindehelfern. 
  • Häufig werden auch Nachbarn einbezogen, damit auch sie sich um die Betroffenen und Familien kümmern können.

Eine alte Frau inmitten ihrer Familie
Oma Udenwa (3.v.l.) inmitten ihrer Familie. Dank einer kombinierten Therapie geht es ihr inzwischen viel besser.

Hilfe bei Depression

Oma Udenwa (74) aus Nigeria erhielt z.B. Hilfe durch das CBM-geförderte "Programm für psychische Gesundheit Amaudo Itumbauzo". Die Farmerin hatte jahrelang Schlafprobleme, irrte nachts umher, fand ihre Gegenstände nicht mehr und beschuldigte andere, sie gestohlen zu haben. Die Ursache: Sie ist demenzkrank und hat Depressionen. Oma Udenwa wurde mit einer Kombination aus psychosozialer Behandlung, Medikamenteneinnahme und Unterstützung durch den Dorfgesundheitshelfer und ihrer Familie geholfen. Seitdem hat sie gute Fortschritte gemacht, kann ihren Alltag wieder bewältigen und ist wieder in die Gemeinschaft integriert.

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