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CBM (Christoffel-Blindenmission)

CBM fördert inklusive Bildung

Behinderte Kinder in Entwicklungsländern erhalten eine Schulbildung

Ein Schulklasse voller Jungen
So soll es sein: Kinder mit und ohne Behinderungen lernen gemeinsam.

Was ist inklusive Bildung?

Inklusive Bildung bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von Geschlecht, Religionszugehörigkeit, ethnischer Herkunft, Behinderungen, sozialem oder ökonomischem Status – die gleiche Möglichkeit haben müssen, qualitativ hochwertige Bildung zu bekommen.

Nicht die Lernenden müssen sich in ein bestehendes System integrieren, sondern das Bildungssystem muss sich an ihre Bedürfnisse anpassen. Der Begriff der Inklusion geht damit weit über den der Integration hinaus. Inklusion beinhaltet das Recht auf gemeinsamen Unterricht in einer Regelschule.

Sidaraju (Foto unten, Mitte) aus Indien hat eine Körperbehinderung. Er muss sich nicht seiner Schule anpassen – sie hat sich ihm angepasst!

Bildung ist eine Schlüsselqualifikation. Wer lesen, rechnen und schreiben kann und gelernt hat, selbstständig zurecht zu kommen, hat eindeutig bessere Chancen im Leben. Er kann sich z.B. über seine Rechte informieren, leichter einen Job finden und er erhält einen besseren Zugang zu gesundheitlicher Versorgung. Das gilt in Entwicklungsländern ebenso wie in Industrieländern.

Zugang zu Bildung schaffen

Das Problem ist, dass in Entwicklungsländern die Bildungschancen für Menschen mit Behinderungen bislang extrem schlecht sind. Laut UNESCO besucht nur eins von zehn Kindern mit Behinderungen in den Ländern des Südens regelmäßig eine Schule. Weltweit bleibt 42 Millionen Kindern mit Behinderungen der Schulbesuch gänzlich verwehrt!

Bildung muss inklusiv sein

Damit sie endlich die gleiche Chance auf gute Bildung haben wie alle anderen, müssen Bildungssysteme inklusiv, d.h. so gestaltet sein, dass die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen kein Ausschlusskriterium mehr sind. Erst wenn individuelle und gesellschaftliche Barrieren identifiziert und abgebaut sind, kann dieses Ziel erreicht werden.

Förderung und Braille-Schulbücher

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) engagiert sich deshalb auf vielfältige Weise, damit behinderte Kinder und Erwachsene in Entwicklungsländern Zugang zu Bildung erhalten. Zusammen mit unseren lokalen Partnern fördern wir dort:

  den Schulbesuch behinderter Kinder in einer Regelschule oder bei Bedarf in einer speziellen Schule, z.B. für gehörlose oder blinde Mädchen und Jungen
●  Früherkennung und -förderung von Kindern mit Behinderungen, da dies die Chance auf den Besuch einer Regelschule erhöht
●  Ausbau von Schulen sowie bauliche Veränderungen, z.B. Rampen, damit Kinder im Rollstuhl problemlos ins Gebäude gelangen
●  Fortbildungen für Lehrer, damit sie auf die spezifischen Bedürfnisse von behinderten Kindern eingehen können
●  den Druck von Braille-Schulbüchern
●  Entwicklung von Lehrmaterialien für Kinder mit Behinderungen
●  Unterrichtsmaterialien für Schulen in Deutschland, um für Themen wie "Behinderung und Armut" oder "Inklusive Bildung weltweit" zu sensibilisieren 
●  berufliche Aus- und Fortbildung. Es gibt z.B. berufsorientierte Projekte, die Schulen angegliedert sind wie das "Holy Land Institute for the Deaf" (HLID) in Jordanien. Dort lernen Kinder und Jugendliche mit einer Hörbehinderung wie Fatmeh auch verschiedene Handwerke.

Arbeit auf politischer Ebene

Drei Männer an einem Tisch, davor Publikum
(v.l.) Dave McComiskey, ehemaliger Präsident von CBM International, Bildungsminister Prof. Dr. Ali Zeidan Abu Zuhri und Lord Colin Low, Präsident des ICEVI, bei der feierlichen Vorstellung des nationalen Programms zur Inklusion von Schülern mit Sehbehinderungen in Ramallah (Palästina).

Neben dieser unmittelbaren Hilfe setzen wir uns auf politischer Ebene dafür ein, dass inklusive Bildung vorangetrieben wird. Wir sind Mitglied der Globalen Bildungskampagne, die der Bundesregierung einen Forderungskatalog mit Vorschlägen vorlegt hat, damit sie ihre Entwicklungszusammenarbeit entsprechend ausrichtet. Darüber hinaus stehen einige unserer lokalen Partner mit ihrer Regierung in Kontakt und arbeiten Programme aus, um behinderten Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

In Palästina hatten es z.B. bislang Kinder mit Sehbehinderungen schwer. Es fehlte an Lehrmaterialien und geschulten Lehrern. Das palästinensische Bildungsministerium hat in Zusammenarbeit mit der CBM und dem International Council for Education of People with Visual Impairment (ICEVI) ein Programm ausgearbeitet, damit diese Kinder künftig besser in das Bildungssystem einbezogen werden.

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