Startseite Hauptnavigation Inhalt Footer und Kontaktmöglichkeiten Suche Spenden
CBM (Christoffel-Blindenmission)

Inklusion: Schlüssel zur Armutsbekämpfung

Gleiche Rechte und Chancen für behinderte Menschen nur mit Inklusion

Ein Mädchen und zwei weitere Kinder am Schreibpult im Klassenzimmer
Gelebte Inklusion: Dank Therapie und Rollstuhl kann Grace die Schule besuchen.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) setzt sich für Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit ein. Warum? Inklusion in armen Ländern ist die Voraussetzung für die Verbesserung der Lebensqualität behinderter Menschen. Sie sind meist arm. Und wer Armut in Entwicklungsländern effektiv bekämpfen will, muss die Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen einbeziehen. Was bedeutet das konkret?

Wir müssen umdenken

Inklusion in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bedeutet ein Umdenken und einen enormen Wandel. Denn Behinderung wird nicht mehr als Rand- oder Spezialthema begriffen, sondern muss als Querschnittsaufgabe in der gesamten EZ umgesetzt werden. Diesem Ansatz der Inklusion zufolge gibt es nicht mehr die beiden Kategorien "behindert" und "nicht behindert", sondern nur noch eine Gesellschaft, in der alle Mitglieder in ihrer Unterschiedlichkeit die gleichen Möglichkeiten, Rechte und Pflichten haben.

Niemanden zurücklassen

Dossier der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Zusammenarbeit mit der Redaktion welt-sichten
Titelseite des "welt-sichten"-Dossiers Niemanden zurücklassen mit lachenden Schulmädchen

Das Dossier zeigt auf, warum Inklusion in der Entwicklungs- zusammenarbeit wichtig ist und
welchen Beitrag sie zur weltweiten Armutsbekämpfung leistet. Gelebte Inklusion ist etwas ganz Normales und verursacht keinen hohen Aufwand, wenn man sie von vornherein mitdenkt. Konkrete Beispiele aus der Praxis machen deutlich, wie Inklusion gelingen kann. Menschen mit Behinderungen dürfen nicht länger ausgegrenzt und zurückgelassen werden!

"welt-sichten"-Dossier Niemanden zurücklassen (PDF/2,3 MB)

Gezielte Förderung

Bei der Umsetzung von inklusiver EZ muss Folgendes beachtet werden: Behinderte Menschen haben zum Teil spezifische Bedürfnisse, die gezielt gefördert werden müssen. Es reicht beispielsweise nicht, einen hörbehinderten Schüler in eine Regelschule zu schicken. Er muss vielmehr auch die Möglichkeit haben, Hilfsmittel wie z.B. ein Hörgerät zu nutzen.

Gleichzeitig muss sich auch die Gesellschaft ändern: Lehrer und Mitschüler müssen lernen, so mit ihrem hörbehinderten Mitschüler zu sprechen, dass er von ihren Lippen ablesen kann oder die Gebärdensprache lernen. Nur so kann Inklusion funktionieren.

Zu einer Gesellschaft, in der Inklusion gelebt wird, gehört auch, dass alle öffentlichen Gebäude und Anlagen wie Wahllokale, Brunnen oder Toiletten ohne Stufen erreichbar sind. Und Informationen dürfen nicht nur in einer Form zur Verfügung gestellt werden, sondern auch in Brailleschrift oder Gebärdensprache.

Zweigleisiger Ansatz

Die Beispiele zeigen: Es muss sowohl für den einzelnen Menschen mit  Behinderung als auch auf breiter gesellschaftlicher Ebene etwas getan werden. Die CBM verfolgt daher einen zweigleisigen Ansatz (twin-track approach).

Das eine "Gleis" will Behinderung als Querschnittsthema in allen Vorhaben der EZ verankern. Beim anderen "Gleis" steht die Notwendigkeit im Mittelpunkt, spezifische Projekte durchzuführen, die behinderte Menschen befähigen, Kontrolle über das eigene Leben auszuüben. Beide "Gleise" verfolgen ein Ziel: gleiche Rechte und Chancen für Menschen mit Behinderungen und ihre volle Teilhabe. Damit Inklusion verwirklicht wird.

Das könnte Sie auch interessieren

×

Mit Abonnieren des Newsletters
stimmen Sie der Nutzung Ihrer Daten gemäß der zu.