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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Minister besucht CBM-Weltcafé

CBM wirbt beim Zukunftsforum für inklusive Entwicklungspolitik

Ein Mann im Rollstuhl, um ihn herum stehen zwei Männer und eine Frau
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (r.) im Gespräch mit Graf Fidi (2.v.l.) und den CBM-Mitarbeitern Jan-Thilo Klimisch und Iris Menn.

Über 3.000 Menschen – darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere Bundesminister – besuchten das Zukunftsforum EINEWELT auf Einladung von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Berlin. Die Veranstaltung unter dem Motto "EINEWELT – unsere Verantwortung" bildete den Höhepunkt eines breiten nationalen Dialogprozesses zu den neuen globalen Entwicklungszielen, die nächstes Jahr von den Vereinten Nationen beschlossen werden sollen.
 
Das Ergebnis des Dialogprozesses ist die Zukunftscharta, deren finale Fassung an Bundeskanzlerin Merkel übergeben wurde. Der Christoffel-Blindenmission (CBM) ist es gelungen, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen in diesem Dokument an vielen Stellen explizit berücksichtigt wurden. Insbesondere die Rechte von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen müssten besser beachtet werden, heißt es in der Zukunftscharta, da diese oft besonders stark von Armut betroffen seien. Da Menschen mit Behinderungen die geringsten Chancen auf Bildung hätten, sollte deren Situation besondere Aufmerksamkeit erfahren. Und auch das Ziel, eine gute Gesundheitsversorgung für alle zu verwirklichen, wird in dem Dokument hervorgehoben.

Zukunfscharta spricht sich für inklusive Entwicklungsziele aus

Besonders erfreulich ist aus Sicht der CBM die Ankündigung in der Charta: "Entwicklungspolitische Programme müssen Menschen mit Behinderungen offenstehen. Deutschland wird sich dafür einsetzen, dass die Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen bei den globalen Entwicklungszielen explizit berücksichtigt wird."
 
An dem Zukunftsforum in Berlin beteiligte sich die CBM mit einem sehr gut besuchten Weltcafé-Stand, der Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen ermöglichte. Im "Weltcafé – all inclusive" konnten die Besucher selbst erleben, was es bedeutet, eine Beeinträchtigung zu haben. Die einen bekamen eine Graue-Star-Simulationsbrille, die anderen Kopfhörer, die Dritten nutzten einen Rollstuhl. Gemeinsam wurde in der Kaffeerunde ein Quiz gelöst und über eine inklusive Zukunft für alle diskutiert, für Menschen mit und ohne Behinderungen, in den ärmsten Ländern der Welt. Auch Entwicklungsminister Müller setzte sich eine Brille auf, die Grauen Star im Endstadium simuliert, und diskutierte mit den Gästen über ihre Erfahrungen.

Graf Fidi begeistert Publikum mit seinem Rap

In einer fiktiven Staatssekretärsrunde unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier begeisterte Graf Fidi das Publikum mit seinem Rap für eine inklusive Entwicklungsagenda. Der Berliner Rapper forderte alle Beteiligten auf, sich weltweit mehr für Barrierefreiheit und inklusive Bildung einzusetzen. Er unterstrich, dass eine nachhaltige Entwicklungsagenda ohne Inklusion von einer Milliarde Menschen mit Behinderungen nicht möglich ist. Graf Fidi: "Wir brauchen inklusive Ziele in der globalen Agenda, um Menschen nicht in Gruppen aufzuspalten."
 

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