Startseite Hauptnavigation Inhalt Footer und Kontaktmöglichkeiten Suche Spenden
CBM (Christoffel-Blindenmission)

Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern erneut vergessen!

Die Christoffel-Blindenmission ermahnt Parteien vor der Bundestagswahl

Kleines Mädchen im Rollstuhl
Kommen in Parteiprogrammen nicht vor: Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern – wie der kleine Denis aus Uganda.

Menschen mit Behinderungen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit kommen in Parteiprogrammen nicht vor: Wer kurz vor der Bundestagswahl die Wahlprogramme der Parteien studiert, sucht vergeblich nach behinderten Menschen in Entwicklungsländern. Sie fehlen dort, als gebe es sie nicht! Hilfe für Kinder wie Denis (r.) aus Uganda ist nicht vorgesehen.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) fordert deshalb die Parteivorsitzenden auf, bei der weiteren Ausarbeitung ihrer Programme nachzuholen, was sie bislang versäumten. Auch Fachpolitiker unter den Bundestagsabgeordneten werden ermahnt, Menschen mit Behinderungen in der Entwicklungszusammenarbeit einzubeziehen. Nicht zuletzt fordert die CBM die künftige Bundesregierung auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen – und "niemanden zurückzulassen", wie es die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung festschreibt.

Forderungen der CBM an die künftige Bundesregierung

Dazu gehört, die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung in der deutschen internationalen Zusammenarbeit durchgängig inklusiv umzusetzen. Außerdem muss das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Herausforderungen einer inklusiven Entwicklungszusammenarbeit konsequent angehen und die Akteure zu inklusivem Handeln verpflichten. Spätestens bis zum Jahr 2020, so fordert die CBM darüber hinaus, muss inklusive humanitäre Hilfe durchgängig verwirklicht werden. 

In einer weiteren Forderung dringt die CBM darauf, dass in der internationalen Zusammenarbeit drei Themen prioritär behandelt werden: Gesundheitsversorgung für alle Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderungen, die Eliminierung der 20 vernachlässigten Tropenkrankheiten bis spätestens 2030 und Grundbildung, weiterführende und berufliche Bildung für alle Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderungen.

Ihre Forderungen hat die CBM mit einem Maßnahmenkatalog ergänzt. Dazu gehört zu allererst die Bereitstellung ausreichender Mittel – damit Menschen mit Behinderungen nicht zurückgelassen werden und Kinder wie Denis die Chance auf adäquate medizinische Versorgung, Bildung und ein selbstständiges Leben bekommen.

Den vollständigen Forderungs- und Maßnahmenkatalog können Sie hier downloaden:CBM-Forderungen zur Bundestagswahl 2017 (PDF/141 KB)

Deutschland zu inklusiver Entwicklungszusammenarbeit verpflichtet

Grundlage für die CBM-Forderungen sind die Artikel 11 und 32 der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK). Sie verpflichten Deutschland zu inklusiver humanitärer Hilfe, Katastrophenvorsorge und inklusiver Entwicklungszusammenarbeit. Viele weitere völkerrechtliche und multilaterale Instrumente wie die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung oder die Charta für Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der humanitären Hilfe konkretisieren die von Deutschland hierzu eingegangenen Selbstverpflichtungen. Auch wenn die Bundesregierung in der vergangenen Legislaturperiode auf dem Weg zu mehr Inklusion in der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit wichtige Schritte unternommen hat, tritt Deutschland bei der Umsetzung weiterhin auf der Stelle und missachtet Grundprinzipien der UN-BRK.

×

Mit Abonnieren des Newsletters
stimmen Sie der Nutzung Ihrer Daten gemäß der zu.