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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Forderungen finden bei Politik Gehör

CBM-Empfang anlässlich des Welttags der Menschen mit Behinderungen

Ein Mann hält einen Vortrag
Der Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel während seiner Präsentation zum zehnjährigen Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention.

Das Thema Inklusion ist auf der höchsten Ebene der deutschen Entwicklungszusammenarbeit angekommen – dies wurde am 29. November 2016 auf einer Fachtagung zum zehnjährigen Bestehen der UN-Behindertenrechtskonvention im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) deutlich. Die CBM gestaltete die Tagung maßgeblich mit und lud im Anschluss, ebenfalls in den Räumen des BMZ, zu ihrem traditionellen Empfang zum Welttag der Menschen mit Behinderungen ein. Auch Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, besuchte die Fachtagung persönlich und richtete einige Worte an die Anwesenden.

BMZ kündigte Inklusionsstrategie an

"Für uns ist es ein großartiges Zeichen, dass sich der Minister selbst, ein Staatssekretär, die Menschenrechts- sowie die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung so intensiv damit auseinandergesetzt haben, wie die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Menschen mit Behinderungen besser erreicht", freute sich Michael Herbst, Leiter des Teams Anwaltschaftliche Arbeit der CBM. "Diese Aufmerksamkeit zeigt, dass die Forderungen der CBM an den entscheidenden Stellen Gehör finden." Dazu passten auch die Aussagen des parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel. Er kündigte eine Inklusionsstrategie des BMZ an und betonte die Bedeutung von besser aufgeschlüsselten Daten zur Lebenssituation von behinderten Menschen. Dies sei ein wichtiger Beitrag, um sie auch statistisch sichtbar zu machen.

Was darüber hinaus alle gemeinsam dafür tun können, um die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf der ganzen Welt umzusetzen, darüber tauschten sich die Teilnehmer sowohl auf der Fachtagung als auch auf dem CBM-Empfang intensiv aus. Mit dabei waren Vertreter aus der Politik, von anderen deutschen Nichtregierungsorganisationen sowie von Behindertenverbänden und Selbstvertretungsgruppen. Gerade der Zivilgesellschaft kommt laut Staatssekretär Fuchtel künftig eine größere Rolle bei der Umsetzung der Maßnahmen des BMZ zu. Die CBM begrüßt diese Zusagen der deutschen Politik, mahnt aber gleichzeitig: "Worten müssen Taten folgen!"

Fünf Personen posieren für die Kamera
v.l. Rima Canawati (BASR, Bethlehem Arab Society for Rehabilitation), Facundo Chavez Penillas (Disability Advisor beim Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte), Hans-Joachim Fuchtel (Parlamentarische Staatssekretär beim BMZ), Jemimah Kutata (Mitarbeiterin des CBM-Partners APDK, Association for the Physically Disabled of Kenya), Socheata Lors (Erster Sekretär und stellvertretender Botschafter der Botschaft des Königreichs Kambodscha)
Personen unterhalten sich
CBM-Mitarbeiterin Sarah Meschenmoser (2.v.r.) im Fachaustausch mit Jemimah Kutata (Mitarbeiterin des CBM-Partners APDK, Association for the Physically Disabled of Kenya, 2.v.l.) und Vertretern vom UN-Hochkommissariat für Menschenrechte.

CBM stellte Fachbuch vor

Für den abendlichen Empfang der CBM nahm sich Staatsekretär Fuchtel noch kurzfristig Zeit. Hier stellte die CBM unter anderem ihr neues Fachbuch mit dem Titel "Inklusion – ein Gewinn für alle. Warum sich inklusive Entwicklungszusammenarbeit lohnt" vor. Die Kernbotschaft: Inklusion zahlt sich aus – und zwar nicht nur für Menschen mit Behinderungen auf der ganzen Welt, sondern auch für die ganze Gesellschaft. Neben dem fachlichen Austausch konnten die Gäste auch selbst einmal die Perspektive wechseln und sich mit einer Brille, die den Grauen Star simuliert, und dem CBM-Hörquiz in die Lage von Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen hineinversetzen.

Für Momente des Staunens und Luftanhaltens sorgte Vertikalakrobatin Pilar Quiroz, die in fünf Metern Höhe, nur an einem Tuch hängend, dem Publikum ihre Künste vorführte. Dank Audiodeskription konnten auch Gäste mit Sehbeeinträchtigungen der eindrucksvollen Vorführung folgen. Am späteren Abend brachte das Berliner Musik-Kabarett-Duo "Plückhahn und Vogel" dann sogar Konzertstimmung in das Foyer des Ministeriums.

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