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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Viel Inklusion in neuen Entwicklungszielen!

UN-Mitgliedsstaaten einigen sich auf eine nachhaltige Agenda

Acht Menschen vor einem Häuschen, darunter ein Baby, ein Mann mit Stock und ein Mädchen im Rollstuhl
Arme und verletzliche Menschen werden nun schon in der Präambel der neuen Entwicklungsziele erwähnt.

Die neuen Entwicklungsziele stehen fest - und sie sind erstmals inklusiv! Die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UN) haben die sogenannte 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung bei ihrer Generalversammlung am 25. September 2015 verabschiedet. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) freut sich über die Erweiterung um die Teilhabe von behinderten Menschen: Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zieht sich wie ein roter Faden durch das Dokument! In den Millenniumszielen fehlte der inklusive Ansatz, für den die CBM kämpfte. Jetzt ist er da.

Arme und verletzliche Menschen schon in Präambel

Bereits in der Einleitung bekennt sich die Staatengemeinschaft dazu, bei der Umsetzung der Agenda vor allem auf die ärmsten und verletzlichsten Menschen auf der Welt zu achten. Formuliert wird im Weiteren die Vision einer gerechten, gleichen, toleranten und sozial inklusiven Gesellschaft, in der die Bedürfnisse ihrer schwächsten Glieder berücksichtigt werden.

Menschenrechte als Richtschnur

Die Menschenrechte sind Richtschnur der Agenda, die sich gegen jegliche Diskriminierung wendet. Die 2030-Agenda löst die Millenniumsentwicklungsziele ab und strebt nach dem, was in den vergangenen 15 Jahren noch nicht erreicht wurde, vor allem, indem man die schwächsten Menschen der Gesellschaft unterstützt. Dass zu ihnen insbesondere auch Menschen mit Behinderungen gehören, wird nicht nur ausdrücklich festgestellt, sondern auch begründet: 80 Prozent von ihnen leben in Armut.

Acht von 17 Zielen mit Menschen mit Behinderungen

In acht der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele finden sich in den Unterzielen Menschen mit Behinderungen. Sie werden explizit erwähnt oder als Personen in "vulnerable situations" bezeichnet: Menschen, die in einer Situation leben, die sie besonders verletzlich macht. Sie können bei der Agenda-Umsetzung in diesen Bereichen auf spezielle Unterstützung hoffen:

In Unterzielen werden inklusive Nothilfe und Katastrophenvorsorge ebenso thematisiert wie die Notwendigkeit, Datenerhebungen für Statistiken auch nach Behinderung zu differenzieren.  Letzteres unterstreicht der Text zweifach und verspricht, in die Umsetzung der Agenda die betroffenen Menschen einzubeziehen. Sie sind "Agenten des Wandels". Ebenso bedeutend für die Umsetzung sind verbindliche Messgrößen für die Ziele. Die UN will diese globalen Messgrößen bis März 2016 festlegen. Die CBM wird in den kommenden Jahren die Umsetzung der 2030-Agenda begleiten und dafür sorgen, dass sie tatsächlich das tägliche Leben von Menschen mit Behinderungen nachhaltig verändert.

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