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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Rohingya-Krise in Bangladesch

Die CBM leistet medizinische Hilfe und Rehabilitation für Flüchtlinge

Mann übt mit kleinem Jungen aufstehen.
Der dreijährige Haris erhält im medizinischen Zelt Physiotherapie. Er hat eine Gehbehinderung, aber mit täglichen Übungen werden seine Beine stärker und er wird besser laufen können.

Mehr als eine halbe Million Angehörige der ethnischen Minderheit Rohingya sind seit August 2017 vor schrecklicher Gewalt im Norden Myanmars ins Nachbarland Bangladesch geflüchtet. In den überfüllten Flüchtlingscamps leben hunderttausende von Frauen, Männern und Kindern unter katastrophalen Bedingungen in Zelten und notdürftigen Unterkünften. Nahrungsmittel und medizinische Hilfe sind Mangelware.

Deshalb hat die CBM mit ihrem langjährigen Partner aus Bangladesch, Centre for Disability in Development (CDD), zusammengearbeitet, um den bedürftigsten Menschen im Flüchtlingscamp von Cox's Bazaar zu helfen. An 1.000 Familien wurden Decken verteilt, außerdem wurde medizinische Hilfe, Rehabilitation und Beratung für über 9.000 Menschen geleistet. In einem geschützten kinderfreundlichen Raum werden 100 Kinder betreut. Außerdem bekamen Menschen mit Behinderungen Hilfsmittel wie Brillen.

Medizinische Hilfe und Rehabilitation

Etwa 100 Patienten am Tag erhielten im CBM-geförderten medizinischen Zelt eine Behandlung, die Rehabilitation, Physiotherapie, Beschäftigungstherapie und Beratungsdienste umfasste. So wie der dreijährige Haris: Er hat eine Körperbehinderung und erhielt Physiotherapie. Dank der täglichen Behandlung und Übungen sind seine Beine stärker geworden und das Laufen fällt ihm leichter. Haris lebt mit seiner Familie in einer winzigen Unterkunft aus Bambus und Plastikplanen. Die Familie musste ihr Zuhause verlassen, als Häuser im Nachbardorf abgebrannt wurden.

Ein kleiner Junge liegt auf dem Boden und hat den linken Fuß auf einem Gymnastikball.
Haris übt mit dem Gymnastikball. "Wir machen die Übungen jeden Tag. Mein Sohn kann schon viel besser laufen und fast schon rennen!", berichtet Haris' Vater glücklich.
Ein Mann untersucht die Beine eines kleinen Jungen. Eine Frau mit Kopftuch steht daneben.
Der Physiotherapist ist zufrieden mit Haris' Fortschritt: "Sein Zustand verbessert sich zusehends. Aber damit seine Muskeln stärker werden, muss er jeden Tag Physiotherapie machen."

Sich in einer ungewohnten Umgebungen wie einem Flüchtlingscamp zu orientieren, ist schon schwer genug. Doch noch schwieriger wird es, wenn man nicht richtig sehen kann. Rasheda hat Probleme beim Sehen sowohl in der Ferne als auch in der Nähe. Unsere Klinik versorgte sie mit Brillen. Jetzt kann Rasheda endlich klar sehen  –  das wird ihr das Leben im Camp sehr erleichtern.

Psychologische Unterstützung und Beratung

Als Soldaten ihr Haus anzündeten, mussten Shanaj (55) und ihre Familie flüchten, um zu überleben. Shanajs Ehemann und Schwiegersohn kamen während der Flucht ums Leben. Im Flüchtlingslager fühlt sie sich einigermaßen sicher, doch es ist schwierig, genug Essen zu bekommen. Zusätzlich wird Shanaj nicht mir dem traumatischen Verlust ihres Ehemannes fertig. Sie ist ängstlich und erschüttert. Immer wieder hat sie Alpträume und Flashbacks. Es ist ungemein wichtig für Menschen wie Shanaj, schnell die richtige Unterstützung zu bekommen. Denn nur so lässt sich verhindern, dass ihre Angststörungen sich zu längerfristigen psychischen Problemen entwickeln. Regelmäßige Besuche von unserem psychologischen Berater halfen Shanaj dabei, mit ihren schrecklichen Erfahrungen richtig umzugehen.

Eine Frau bekommt von einer anderen Frau und einem Mann eine Brille angepasst.
Mit ihrer Brille ist der Alltag im Camp für Rasheda besser zu bewältigen: "Alles fühlt sich besser und angenehmer an mit der Brille."
Eine Frau mit gelben Kopftuch sitzt auf dem Boden im Zelt. Menschen stehen am Eingang im Hintergrund, wartend.
Shanaj wird Zuhause regelmäßig psychologisch betreut.

Ein Raum zum Spielen

Für Kinder ist es eine Qual, in den Flüchtlingscamps in Bangladesch leben zu müssen. Nachdem sie gezwungen wurden ihr Heim und alles Vertraute zu verlassen, müssen sie hungernd in überfüllten Lagern leben. Viele haben Gewalt erlebt und gesehen, wie Familienmitglieder gestorben sind. Mit ihrem Partner CDD hat die CBM einen kinderfreundlichen Raum für Kinder mit und ohne Behinderungen geschaffen. Die Kleinen können für medizinische Vorsorgeuntersuchungen kommen, bekommen Physiotherapie oder spielen auch einfach eine Weile im Zelt. Die Lehrkräfte, die die Gruppen betreuen, sind darin ausgebildet Kinder mit Behinderungen einzubeziehen. Sie singen, malen und tanzen mit ihnen. So können die Kinder einfach Kinder sein, wenn auch nur für einen kurzen Moment.

Wir danken allen CBM-Spenderinnen und -Spendern, die die Hilfe für die Menschen in den Flüchtlingscamps ermöglicht haben und so Kindern Schutzraum schenkten.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit in Krisengebieten, damit wir noch mehr Menschen helfen können.


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