Startseite Hauptnavigation Inhalt Footer und Kontaktmöglichkeiten Suche Spenden
CBM (Christoffel-Blindenmission)

Katastrophenvorsorge für alle

Behinderte Menschen einbeziehen und Leben retten

Kazol Rekha ist gelähmt – und rettet Leben. Sie wohnt in einem hochwassergefährdeten Gebiet von Bangladesch. Dort kommt es immer wieder zu schweren Überschwemmungen, wie in vielen Gegenden Asiens. Deshalb ist es überlebenswichtig, dass sich die Bewohner auf die Hochwasser- und Wirbelsturm-Saison vorbereiten können.

Frau im Rollstuhl mit Mikrofon
Kazol Rekha lebt in einem überschwemmungsgefährdeten Gebiet in Bangladesch. Sie gehört zum Vorsorge-Komitee ihres Dorfes.

Kazol weiß, dass Menschen mit Behinderungen wie sie in Katastrophensituationen benachteiligt sind. Wenn Panik ausbricht, versuchen die meisten, sich schnell in Sicherheit zu bringen. Blinde, hörgeschädigte oder körperbehinderte Menschen werden im Chaos häufig übersehen oder vergessen. Dabei können sie nicht so schnell fliehen wie andere und finden sich im Chaos allein nicht mehr zurecht.

Das Risiko ist für viele Menschen mit Behinderungen allgegenwärtig: Taifun Haiyan  kostete z.B. Ende 2013 auf den Philippinen tausende Menschen das Leben. Im August und September 2014 haben heftige Regenfälle in Indien und Pakistan ganze Landstriche unter Wasser gesetzt. Im April und Mai 2015 kamen Tausende Menschen bei Erdbeben in Nepal um. Die Beben hinterließen schwere Verwüstungen.

Vorsorge überlebenswichtig

Einsätze der CBM-Partner bei Naturkatastrophen zeigten: Menschen mit Behinderungen in die Vorsorge und Hilfsprojekte einzubeziehen, ist überlebenswichtig. Unsere Projektpartner in Bangladesch mussten oft schmerzlich erfahren, dass sich gerade behinderte Menschen nicht retten konnten oder bei Hilfsaktionen leer ausgingen. Doch sie nehmen es nicht hin, dass behinderte Menschen auf der Strecke bleiben – und sind aktiv!

So arbeitet das Notfall-Vorsorge-Komitee:

❶ Die körperbehinderte Kazol und andere Mitglieder des Komitees in Bangladesch erstellten eine Liste der Wohnorte behinderter und anderer hilfsbedürftiger Menschen. Dadurch können sie sie im Notfall schnell evakuieren.

❷ In regelmäßigen Abständen trainiert ein Rettungsteam die Evakuierung behinderter Menschen (Foto unten).

❸ Kazol klärt andere Bewohnerinnen und Bewohner darüber auf, wie sie ihre Ernte vor Verunreinigung und Insekten schützen können. So bleibt die Lebensgrundlage nach der Katastrophe erhalten – ein wirkungsvolles Mittel gegen Hunger.

❹ Die Häuser von Kazol und anderen Bewohnern wurden barrierefrei sowie flutsicher umgebaut. So ist die ganze Gemeinde für zukünftige Überschwemmungen bestens gerüstet.

Eine Frau schiebt einen Mann im Rollstuhl, im Hintergrund schauen viele Menschen zu

Vorsorge-Komitees

Kazol ist deshalb Mitglied im Katastrophenvorsorge-Komitee ihres Dorfes. Die Mitglieder sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderungen bei Nothilfeaktionen berücksichtigt werden. Sie erstellten u.a. eine Liste der Wohnorte behinderter und alter Menschen sowie Schwangerer und bildeten ein Rettungsteam, das regelmäßig übt, behinderte Menschen zu evakuieren.

Leben retten

So kann das Einsatzteam im Ernstfall effektiv Leben retten. Was auch wichtig ist: Die Menschen können sich wieder sicher fühlen. Denn sie wissen, dass im Notfall jemand zur Stelle ist, der ihnen hilft.

Modellprogramm

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) möchte, dass dieses Programm Schule macht – nicht nur in Bangladesch, laut Welt-Risiko-Index auf Platz fünf der am meisten gefährdeten Länder, sondern auch in anderen betroffenen Regionen Asiens.

Netzwerk zur inklusiven Katastrophenvorsorge

Um die Hilfe auszubauen, hat die CBM mit weiteren Hilfsorganisationen ein Netzwerk zur inklusiven Katastrophenvorsorge für Asien und die Pazifikregion gegründet. Ziel dieses Netzwerks ist, dass ganze Gemeinden besser auf Naturgefahren vorbereitet sind – und Menschen mit Behinderungen sowie andere besonders schutzbedürftige Menschen bei Hilfsaktionen nicht zu kurz kommen. Je mehr Nothilfeorganisationen mitmachen, desto mehr behinderte Menschen können wir retten.

Bewährtes Vorsorgeprogramm ausdehnen

Das Beispiel von Kazol und ihrem Dorf zeigt: Unsere Nothilfe-Arbeit hat sich bewährt. Daher möchten wir sie auf die Philippinen und weitere asiatische Länder ausdehnen. Doch dafür brauchen wir Ihre Hilfe.

Eine Frau zeigt ihren Zuhörern, darunter ein Mann mit Unterarmstützen, eine Landkarte
Behinderte und nicht behinderte Menschen lernen gemeinsam, wie sie sich in einer Notsituation am besten verhalten.

Unterstützen Sie unsere Katastrophenvorsorge!

Dadurch können wir Menschen wie Kazol, die immer wieder von schrecklichen Naturgewalten betroffen sind, langfristig helfen.

Mit Ihrer Hilfe können wir noch mehr Dörfer auf den Katastrophenfall vorbereiten und – wenn es ernst wird – schnell Erstversorgung leisten. Zudem stellen wir sicher, dass Menschen mit Behinderungen bei Verteilaktionen berücksichtigt werden. So können wir gemeinsam Leben retten.

So können Sie helfen:

Flutsicheres, barrierefreies Haus: 900 Euro
Ausbildung von Katastrophen-Management-Teams: 70 Euro pro Gemeinde
Evakuierungsübung: 145 Euro pro Dorf
Rettungsausrüstung: Rettungswesten, Erste-Hilfe-Kits usw. für ein Dorf: 1.000 Euro
Schulkinder einbeziehen: Schülerinnen und Schülern erklären, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen. Pro Lerneinheit: 110 Euro.

×

Mit Abonnieren des Newsletters
stimmen Sie der Nutzung Ihrer Daten gemäß der zu.