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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Flüchtlingshilfe – das macht die CBM

Weltweit sind rund 65,3 Millionen Menschen auf der Flucht

Menschen auf einer Straße, einfache Häuser
Im Flüchtlingscamp Zaatari an der jordanisch-syrischen Grenze leben rund 80.000 Menschen.
Ein Mann untersucht die Augen eines Mädchens
In Kenia ermöglicht die CBM in den Flüchtlingslagern Dadaab und Kakuma augenmedizinische Hilfe.

Rund 65,3 Millionen Menschen befanden sich 2015 weltweit auf der Flucht. Das sind mehr Einwohner als Großritannien hat. Zirka zehn Prozent der Flüchtlinge haben eine Behinderung.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen fliehen: Neben Krieg und Gewalt sind es vor allem Hunger, Armut und drohende Krankheiten. In der Flucht sehen die Menschen für sich die einzige Chance auf ein besseres und menschenwürdiges Leben. Dafür nehmen sie gesundheitliche Gefahren bis hin zu Tod, Hunger, Entwurzelung und Einsamkeit in Kauf. Menschen mit Behinderungen haben es auf der Flucht besonders schwer, weil Notunterkünfte nicht barrierefrei sind und die medizinische Versorgung nicht ausreichend ist.

Daten und Fakten zum Thema Flucht

Link zum Text: Ein Mann mit Stock auf einer Sandpiste

  • Rund 65,3 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die meisten sind Binnenvertriebene (40,8 Millionen), d.h. sie bleiben trotz Flucht im eigenen Land. 21,3 Millionen Menschen fliehen ins Ausland, weitere 3,2 Millionen sind Asylbewerber.
  • Im Jahr 2015 kamen im Libanon auf 1.000 Einwohner 183 Flüchtlinge, in Jordanien 87, in der Türkei 32, im Tschad 26. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Deutschland nicht unter den Top-10-Aufnahmeländern.
  • Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien: 4,9 Millionen Menschen sind bis Ende 2015 vor dem Bürgerkrieg geflohen. Das ist über ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2010, ein Jahr vor Ausbruch des Krieges, kamen weniger als 20.000 Flüchtlinge aus Syrien.
  • Weitere bedeutende Flucht-Herkunftsländer sind Afghanistan (2,7 Millionen Flüchtlinge), Somalia (1,1 Millionen), Süd-Sudan (779.000), Sudan (629.000) und die Demokratische Republik Kongo (541.000).

Quelle: Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR

Flüchtlingshilfe hat viele Facetten

Dieses Leid kann langfristig nur gestoppt werden, wenn die Fluchtursachen erfolgreich bekämpft werden. Dafür setzt sich die Christoffel-Blindenmission (CBM) weltweit ein: Sie unterstützt in Entwicklungländern viele Projekte im Bereich Nahrungssicherung, medizinische Versorgung, Ausbildung und Berufstätigkeit.

Ernährung sichern

Um z.B. in Äthiopien die Folgen der Dürre durch El Niño zu mindern, fördert die CBM Schulspeisungen, den Ausbau der Bewässerungssysteme, die Verteilung von Saatgut sowie alternative Einkommensquellen (bezahlte Mithilfe beim Brunnenbau, Unterstützung beim Aufbau einer kleinen Tierzucht). Im Niger und in Burkina Faso unterstützt die CBM "Gärten des Lebens" für Großfamilien mit mindestens einem behinderten Angehörigen. Die Obst- und Gemüsegärten mit Bewässerungsmöglichkeit sind eine Reaktion auf frühere Hungerkatastrophen und sichern langfristig die Ernährung (Foto unten).


Arbeit statt Flucht

Damit Menschen mit Behinderungen im Gazastreifen eine berufliche Perspektive haben, fördert die CBM dort z.B. die Ausbildung von gehörlosen Kindern und jungen Erwachsenen. Bei der "Atfaluna Society for Deaf Children" erhalten sie Schulunterricht und werden in verschiedenen Handwerksberufen ausgebildet. Dies gibt ihnen Perspektiven auf ein eigenständiges Einkommen in der von extrem hoher Arbeitslosigkeit geprägten Region. Auch in vielen weiteren Armutsregionen der Welt ermöglicht die CBM Menschen mit Behinderungen den Aufbau einer eigenen Existenz und damit ein wirtschaftlich eigenständiges Leben. Durch die Vergabe von Mikrokrediten und entsprechenden Trainings können sie zum Beispiel eine kleine Fahrradwerkstatt oder einen Friseursalon aufbauen und von den Einkünften leben.

Hilfe für Flüchtlinge in Jordanien, Kenia und Nigeria

Ein Junge mit Prothesen und zwei Männer
Flüchtlingsjunge Rajeh (links) aus Syrien ist schwer verletzt. In Jordanien erhielt er Hilfe von CBM-Partner "Al Hussein Society".

Neben Projekten, die Fluchtursachen entgegenwirken, beinhaltet die Flüchtlingshilfe der CBM auch Projekte für Menschen auf der Flucht. Seit 2012 kümmert sich die CBM mit ihrem lokalen Partner Al Hussein Society um syrische Bürgerkriegsflüchtlinge mit Behinderungen, die in Jordanien Zuflucht gefunden haben.

Aktuell ist die CBM in den Flüchtlingscamps Zaatari und Emirates Jordan sowie in Gemeinden in den Bezirken Irbid und Ma’an aktiv. Dort werden Flüchtlinge mit Behinderungen medizinisch versorgt, erhalten Hilfsmittel sowie physiotherapeutische Betreuung. Des Weiteren sorgt die CBM für barrierefreie Toiletten und Waschräume in den Camps. Ähnliche Flüchltingshilfe-Maßnahmen wie in Jordanien unterstützt die CBM auch in den kenianischen Flüchtlingslagern Dadaab und Kakuma, wo insgesamt mehr als 800.000 Flüchtlinge aus Somalia und dem Süd-Sudan leben, sowie in Flüchtlingscamps in Nigeria und im Niger. Darüber hinaus gibt es ein weiteres Flüchtlingshilfe-Projekt im Südsudan. Binnenflüchtlinge in Juba und Umgebung werden augenmedizinisch behandelt und erhalten bei Bedarf Hilfsmittel.

Bitte unterstützen Sie die Flüchtlingshilfe der CBM, damit wir weiterhin erfolgreich Fluchtursachen bekämpfen und Flüchtlingen helfen können.


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