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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Erdbeben Ecuador: CBM-Partner helfen

Erdbebenopfer erhalten Lebensmittel und psychologische Unterstützung

Zerstörte Gebäude
Eingestürzte Häuser, umgeknickte Strommasten - in der Provinz Esmeraldas bietet sich ein Bild der Zerstörung.
Drei Frauen vor einem Haufen Wasserflaschen
Mitarbeiterinnen von CBM-Partner OVCI mit Hilfsgütern für die Erdbebenopfer.

Ein schweres Erdbeben erschütterte am 16. April 2016 Ecuador, am 18. Mai gab es zwei starke Nachbeben. Mehr als 500 Menschen verloren ihr Leben, über 7.000 Menschen wurden verletzt. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) stellte 310.000 Euro für die Soforthilfe bereit.

Mehrere Frauen und Männer vor Säcken mit Hilfsgütern für Erdbebenopfer
Mitarbeiterinnen von CBM-Partner OVCI verteilen Lebensmittel an die Erdbebenopfer.

Gerade Menschen mit Behinderungen brauchen Unterstützung. CBM-Partner kümmern sich gemeinsam mit der Regierung um die Erdbebenopfer in den Provinzen Esmeraldas und Manabi. OVCI la Nostra Famiglia verteilte zum Beispiel Wasser, Rollstühle und Krücken an Menschen, die ohne Gehhilfe völlig hilflos wären.

Hilfe für Erdbebenopfer

Die drei ecuadorianischen CBM-Partner OVCI, CONADIS und SETEDIS halfen nach dem Erdbeben hunderten Menschen:

  • 300 Menschen erhielten medizinische Hilfsmittel wie z.B. Krücken und Rollstühle
  • 468 Menschen wurden mit Essen versorgt
  • Da viele Menschen nach dem Erdbeben traumatisiert sind, ist psychologische Erste Hilfe wichtig. Mindestens 300 Menschen werden psychologisch betreut.
  • 340 Kinder und Erwachsene mit einer Verletzung und/oder Behinderung erhielten Physiotherapie
  • 145 Menschen erhielten psychosoziale erste Hilfe, über 170 Kinder nahmen an Freizeitaktivitäten teil
  • 50 Familien werden beim Bau einer temporären Unterkunft unterstützt.
  • Über 2.700 Menschen mit Behinderungen wurden in sechs barrierefreie Anlaufstellen (Focal Points) registriert. Dort erhalten die Menschen Beratung, wo und welche Art der Unterstützung es für sie gibt, und werden an verschiedene Hilfsdienste überwiesen.
  • 12 barrierefreie Sanitäranlagen wurden an den Focal Points und an anderen Anlaufpunkten für Erdbebenopfer installiert.

Erdbeben Ecuador: Porträt eines Mannes
Stefan Dofel ist CBM-Regionaldirektor in Ecuador. Er erlebte das Erdbeben in der Hauptstadt Quito.

Das stärkste Erdbeben seit 1979

Das Erdbeben der Stärke 7,8 in der Provinz Esmeraldas (im Nordwesten Ecuadors) war das schwerste seit 1979. CBM-Mitarbeiter Stefan Dofel spürte es selbst in der 170 Kilometer entfernten Hauptstadt Quito: "Ich war mit meiner Frau und unserem Baby gerade draußen unterwegs, als das Erdbeben anfing. Die 40 Sekunden fühlten sich endlos an, der Boden bewegte sich in Wellen unter den Füßen. Unsere Tochter fing an zu schreien und ich dachte sofort an unsere Mitarbeiter."

Nach dem Erdbeben machte sich Dofel mit seiner Familie schnell auf den Weg nach Hause, um Kontakt mit Kollegen und CBM-Partnern aufzunehmen. Die CBM-Partner berichteten von panischen Menschen in Esmeraldas und Chaos auf den Straßen. Überall gab es zerstörte Häuser und umgestürzte Strommasten. Die Menschen waren verzweifelt. "Viele Menschen suchten Zuflucht in der Schule unseres Projektpartners, um dort sicher schlafen zu können", so Dofel.

Die Christoffel-Blindenmission arbeitet mit vier Partnern in Ecuador zusammen, zwei von ihnen – OVCI la Nostra Famiglia und Corporación COMPARTIR – haben Gemeindenahe Rehabilitationsprojekte in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten.

Ecuador liegt am Pazifischen Feuerring

Ecuador gilt als besonders anfällig für Naturkatastrophen. Es liegt am Pazifischen Feuerring, einem 4.000 Kilometer langen Gürtel mit vielen hundert aktiven Vulkanen. An diesem Feuerring treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Die Folge können Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Tsunamis sein.

Bitte unterstützen Sie unsere Nothilfe-Arbeit, damit wir auch künftig Menschen in Katastrophenfällen schnell helfen können!


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