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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Äthiopien: Hungersnot durch El Niño

Schulspeisungen und Saatgut helfen, den Hunger in Afrika zu stoppen!

Die Hungersnot in Äthiopien ist die verheerende Folge des Wetterphänomens El Niño. Ausbleibende Regenfälle ließen die Ernten vertrocknen. Wasser ist knapp. Millionen Kinder und Erwachsene in Äthiopien leiden unter Hunger.

Menschen mit Behinderungen sind besonders hart von der Dürre in Afrika betroffen. Die Familien kämpfen ums blanke Überleben und haben oft nicht mehr die Kraft, sich um ihre schwächsten Mitglieder zu kümmern.

El Niño und seine Folgen

Ausgetrockneter Erdboden mit Rissen

So ausgetrocknet wie hier sind die Ackerböden in Äthiopien durch El Niño.

El Niño ist ein Wetterphänomen, das alle paar Jahre für Unwetter und Dürre sorgt. Nach Schätzungen der Weltorganisation für Meteorologie ist der aktuelle El Niño der stärkste seit 15 Jahren.

Woher kommt der Name? Übersetzt heißt "el niño" das "Christkind", weil er immer um die Weihnachtszeit zu beobachten ist. Peruanische Fischer gaben ihm den Namen. Wegen El Niño blieben Fischschwärme aus.

Was bewirkt El Niño? Er verändert Regen- und Temperaturmuster in vielen Teilen der Welt, insbesondere in den tropischen Regionen Afrikas, im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika. Dort kommt es dann sehr oft zu gefährlichen Naturkatastrophen. In manchen Regionen regnet es viel heftiger, in anderen gar nicht. Überflutungen, Dürreperioden, Temperaturerhöhungen führen zu Ernteverlust, Hunger und dem Tod von Mensch und Tier.

Was ist die Ursache? Veränderungen von Wasser- und Luftströmungen im/über dem Pazifik führen dazu, dass Winde feuchte Luft statt in Richtung Westen (Südostasien, Australien) nach Osten (amerikanische Westküste) treiben. Dort gibt es mehr Niederschläge, während es im Westen des Pazifiks zu Dürren kommt. Klimaforscher vermuten, dass El Niño künftig immer häufiger immer extremere Auswirkungen haben wird.

Welche Länder sind gefährdet? Laut WHO ist Äthiopien besonders hart betroffen. Es leidet unter der schwersten Dürre seit 30 Jahren. Aber auch andere Länder in Äquatornähe wie der Südsudan, Kenia, Simbabwe, Malawi, Guatemala, die Philippinen und Indonesien spüren die Auswirkungen El Niños.

Äthiopien: Hungersnot in Amhara

Eshetie Gebru (Fotogalerie unten), ein Farmer aus West-Belessa in der Amhara-Region, hatte im vergangenen Jahr keine Ernte. Es gab keinen Regen, alles ist vertrocknet: "Nichts ist gewachsen!", sagt Eshetie. Durch die Dürre in Äthiopien stand der Familienvater vor dem Nichts. Jetzt hat der 40-Jährige Saatgut von CBM-Partner ORDA erhalten und hofft auf Regen. Esheties gehörloser Sohn Bezeye erhält von ORDA in seiner Schule regelmäßig eine Mahlzeit. "Wir haben nicht genug, um morgens eine Mahlzeit zuzubereiten", sagt Eshetie und ist dankbar, dass Bezeye versorgt wird.

El Niño in Äthiopien

Durch El Niño verzögerte Regenzeiten bewirkten, dass in Äthiopien die Haupternte 2015 so gering ausfiel, dass mehr als zehn Millionen Menschen dringend Lebensmittelhilfe benötigen. Bereits seit Anfang 2015 stieg die Anzahl unterernährter Kinder kontinuierlich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass 2016 400.000 Kinder von extremer Unterernährung betroffen sind.

Ein Mann und eine Frau reichen Kindern Teller mit Brei

Verteilung von Essen und Saatgut

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat daher mit ihrem Partner "Organisation für Rehabilitation und Entwicklung in der Amhara-Region" (ORDA) ein Programm gegen die Hungerkatastrophe in Äthiopien gestartet, um vor allem Menschen mit Behinderungen zu helfen. Denn diese trifft es am härtesten. Mit Schulspeisungen (Foto oben: Alberto Giuliani), Verteilung von Saatgut und "Cash for Work"- Programmen (Bargeld gegen Arbeit), bei denen u. a. Brunnen gebaut werden, versucht der CBM-Projektpartner, das größte Elend abzuwehren:

  • Schulspeisungen: 23.951 Kinder in 45 Schulen erhalten regelmäßig Mahlzeiten, darunter viele Kinder mit Behinderungen
  • 138 Köche wurden für die Schulspeisungen eingestellt
  • Umbau bzw. Bau barrierefreier Speisesäle hat begonnen
  • 13.428 Haushalte erhielten Saatgut, darunter 223 mit einem Familienmitglied, das eine Behinderung hat
  • 615 Haushalte erhielten Hühner (je zwei Hennen und einen Hahn)
  • 660 Haushalte erhielten je drei Schafe bzw. Ziegen
  • 16 Wasserstellen (Sammelbecken, Bewässerungskanäle, Dämme, Brunnen) für 6.000 Menschen werden instand gesetzt oder gebaut
  • 3.666 Menschen beteiligen sich an einem "Cash-for-Work"-Programm (Bargeld gegen Arbeit, z.B. beim Brunnenbau), darunter 220 Menschen mit Behinderungen

Sie können mithelfen – jede Spende mildert den quälenden Hunger!

Unser Projektpartner ORDA engagiert sich in Äthiopien gegen die Hungersnot. Mit seiner Hilfe verbessert er die Ernährungslage von Menschen mit Behinderungen langfristig.

20 Euro kostet es, ein Schulkind fünf Monate lang mit Notrationen an Lebensmitteln zu versorgen.

Für 45 Euro können wir eine Familie mit einem Hahn und zwei Hennen versorgen, für 90 Euro mit drei Ziegen.

Durchschnittlich 2.685 Euro kostet der Bau eines Brunnens, der die Wasserversorgung sicherstellt.


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