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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Trachom ist hochansteckend

Schlechte hygienische Verhältnisse fördern die Verbreitung des Erregers

Junge mit entzündetem Augenlid
Ntambara aus Burundi hatte jahrelang Augenprobleme. Bei einem CBM-geförderten mobilen Augenklinik-Einsatz wurde Trachom diagnostiziert.
Lachender Junge
Ntambara nach seiner Lidoperation. Jetzt scheuern die Wimpern nicht mehr auf der Hornhaut!

Trachom ist eine bakterielle Augeninfektion. Sie wird auch als "ägyptische Körnerkrankheit" bezeichnet und trifft vor allem arme Menschen in heißem Klima, wenn die hygienischen Verhältnisse extrem schlecht sind.

Mehrere Infektionswege 

Weltweit sind 21,4 Millionen Menschen mit Trachom infiziert. Der Erreger "Chlamydia trachomatis" wird leicht durch direkten Kontakt übertragen. Er gelangt zum Beispiel über die Hände von einem Auge ins andere. Auch gemeinsam benutzte Handtücher und Kleidung können die Trachom-Erreger transportieren. Insbesondere in tropischen Ländern übertragen auch Fliegen den Erreger, indem sie sich in die Lidwinkel setzen.

Der Krankheitsverlauf

Die bakterielle Infektion macht sich zunächst wie eine unspezifische Bindehautentzündung durch tränende Augen und angeschwollene Lider bemerkbar. Dann treten an der Innenseite des Augenlids grobkörnige Gewebsveränderungen auf. Die Körner sind weißlich gefüllte Bläschen, sogenannte Follikel. Sie vergrößern sich, bis sie aufplatzen.

SAFE rettet Augen

SAFE steht für vier Maßnahmen, die im Kampf gegen Trachom dazu beitragen, das Augenlicht von Millionen Menschen zu erhalten. 

S = surgery
Eine Operation bewahrt die Augen vor dem Erblinden.

A = antibiotics
Die Einnahme von Antibiotika stoppt die Trachom-Infektion.

F = face washing
Aufklärung über bessere Hygiene hilft, die Infektion einzudämmen.

E = environmental improvement
Mit dem Bau von Toiletten, Brunnen und Waschplätzen mit sauberem Wasser sinkt das Risiko für die Verbreitung von Trachom.

Unwiderrufliche Erblindung droht

Aus den geplatzten Follikeln entstehen Narben und die Lidinnenseite "schrumpft", bis die Wimpernreihe nach innen gezogen wird. Der Augapfel trocknet aus, gleichzeitig scheuern die abgebrochenen Wimpern auf der Hornhaut. Es kommt zu Verletzungen, die sich infizieren und unter Narbenbildung abheilen. Durch die Narben wird das Sehen immer stärker beeinträchtigt. Erhalten infizierte Menschen keine Behandlung, erblinden sie unwiderruflich.

Rechtzeitige Behandlung wichtig

Deshalb ist es wichtig, sie rechtzeitig mit Antibiotika – und im Fall vernarbter Lider mit Lid-Operationen – zu behandeln. Die CBM setzt zudem auf Aufklärungskampagnen in Entwicklungsländern, um die Hygienesituation zu verbessern. Saubere Gesichter sind ein Schlüssel zur Trachom-Bekämpfung! Diese Maßnahmen sind Bestandteil der SAFE-Strategie, die das Ziel hat, Trachom langfristig einzudämmen. Im Jahr 2016 wurden in CBM-geförderten Projekten mehr als vier Millionen Menschen mit Antibiotika gegen Trachom behandelt und mehr als 33.000 Augenlidoperationen durchgeführt.


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