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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Trachom ist hochansteckend

Mangelnde Hygiene fördert die Verbreitung der Augenkrankheit Trachom

Junge mit entzündetem Augenlid aufgrund der Augenkrankheit Trachom
Ntambara (14) aus Burundi hatte jahrelang Augenprobleme. Bei einem CBM-geförderten mobilen Augenklinik-Einsatz wurde Trachom diagnostiziert.
Lachender Junge nach einer erfolgreichen Trachom-Behandlung
Ntambara nach seiner Augenlid-OP: Der Junge ist endlich schmerzfrei. Er muss nicht mehr fürchten wegen Trachom zu erblinden!

Trachom ist eine bakterielle Augeninfektion. Sie wird auch als "ägyptische Körnerkrankheit" bezeichnet und trifft vor allem arme Menschen in heißem Klima, wenn die hygienischen Verhältnisse extrem schlecht sind. Unbehandelt führt die Erkrankung zur Erblindung. Dabei ist eine Behandlung so einfach!

Infektionswege der Erkrankung

Weltweit sind rund 200 Millionen Menschen von Trachom bedroht. Der Erreger "Chlamydia trachomatis" wird leicht durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Er gelangt zum Beispiel über die Hände in die Augen. Gemeinsam benutzte Handtücher und Kleidung können die Trachom-Erreger transportieren und von dort zum Auge gelangen. Insbesondere in tropischen Ländern übertragen auch Fliegen den Erreger, indem sie sich in die Lidwinkel setzen und die Augen infizieren.

Symptome und Verlauf

Die bakterielle Infektion macht sich zunächst wie eine unspezifische Entzündung der Bindehaut durch tränende Augen und angeschwollene Lider bemerkbar. Dann führt die Erkrankung an der Innenseite des Augenlids zu grobkörnigen Gewebsveränderungen. Die Körner sind weißlich gefüllte Bläschen, sogenannte Follikel. Sie vergrößern sich, bis sie aufplatzen.

SAFE- Strategie gegen Trachom: S=Surgery:Augenlid-OP bewahrt vor dem Erblinden.A=Antibiotics:Die Antibiotikaverteilung stoppt Infektionen.F=Face washing:Hygieneaufklärung beugt neuen Erkrankungen vor.E=Environment: Wasserversorgung erleichtert die Hygiene

Ohne Behandlung droht Erblindung

Aus den geplatzten Follikeln entstehen Narben und die Lidinnenseite "schrumpft", bis die Wimpernreihe nach innen gezogen wird. Ohne den Schutz der gesunden Lider trocknet der Augapfel aus, gleichzeitig scheuern die abgebrochenen Wimpern auf der Hornhaut. Jeder Lidschlag ist wie Sandpapier für das Auge! Es kommt zu Verletzungen, die sich infizieren und unter Narbenbildung abheilen. Durch die Narben wird das Sehen immer stärker beeinträchtigt. Erhalten infizierte Menschen keine Behandlung, erblinden sie unwiderruflich. 1,9 Millionen Menschen sind sehbehindert oder bereits erblindet aufgrund von Trachom, schätzt die WHO.

Symptome rechtzeitg behandeln

Deshalb ist es wichtig, Betroffene rechtzeitig mit Antibiotika – und im Fall vernarbter Lider mit Augenlidoperationen – zu behandeln. Die CBM setzt zudem auf Aufklärungskampagnen in Entwicklungsländern, um die Hygienesituation zu verbessern. Saubere Gesichter sind ein Schlüssel zur Trachom-Bekämpfung! Diese Maßnahmen sind Bestandteil der SAFE-Strategie, die das Ziel hat, Trachom langfristig einzudämmen. Allein im Jahr 2016 wurde in CBM-geförderten Projekten Antibiotika gegen Trachom an 4,2 Millionen Patienten verteilt. Außerdem wurden mehr als 33.000 Augenlidoperationen durchgeführt.

Zum Beispiel beim 14-jährigen Ntambara aus Burundi (im Foto oben): Nach seiner Augenlid-OP ist der Junge endlich schmerzfrei und muss nicht mehr fürchten wegen Trachom zu erblinden!

Doch viele andere Menschen warten noch auch Hilfe. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit.


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