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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Grauer Star: Ursachen sind vielfältig

Angeborener Grauer Star kommt in Entwicklungsländern häufig vor

Kind mit Augenverband
Wandugu aus Tansania hat die Graue-Star-Operation gut überstanden. Noch muss er einen Verband tragen.

Immer wieder berichtet die Christoffel-Blindenmission (CBM) über Katarakt (Grauer Star) – auch bei Kindern. Spender fragten uns: "Wieso haben eigentlich so viele Kinder in Afrika und Asien Grauen Star? Grauer Star ist doch eine Alterskrankheit?"

Richtig – die Mehrzahl aller Katarakte tritt im Alter auf. Die klare Linse im Auge trübt sich im Laufe eines natürlichen Alterungsprozesses, also ähnlich der Faltenbildung der Haut oder dem Grauwerden der Haare. Man sieht wie durch einen Schleier. Dieser wird im Laufe der Zeit immer dichter, bis das Auge am Ende fast nur noch zwischen hell und dunkel unterscheiden kann. Man spricht hier von erworbenem Grauen Star. 

Ein Arzt untersucht die Augen eines Kindes
Das kleine Mädchen (Mitte) hat angeborenen Grauen Star. Vor der Operation wird es noch einmal vom Augenarzt untersucht.

Grauer Star schon von Geburt an

Als weitere Ursache gibt es auch den angeborenen Grauen Star, d.h. die Augenlinse weist schon bei der Geburt eine Trübung auf. Nicht immer kann eine genaue Ursache dafür festgestellt werden. Bekannt ist aber, dass eine Rötelnfektion der Mutter während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft beim Kind neben anderen Schäden Grauen Star ausbilden kann. Hierzulande ist die Mehrheit der Bevölkerung gegen Röteln geimpft.

Grauer Star kann auch genetisch bedingt sein, z.B. durch Chromosomenabweichungen (Trisomie 13 oder 15, Downsyndrom).

Häufige Graue Star Ursache in armen Ländern

In armen Ländern sind meist nur wenige Menschen gegen Röteln geimpft. Deshalb kommt angeborener Grauer Star in Verbindung mit Röteln dort häufiger vor. Es wird vermutet, dass viele Kinder in Entwicklungsländern auch wegen Mangelernährung von der Krankheit betroffen sind.

OP-Szene
Eine erfolgreiche Behandlung des Grauen Stars ist einzig und allein durch eine Operation möglich.

Vielfältige Auslöser

Weitere Ursachen für Grauen Star sind zum Beispiel Augenverletzungen, schwere Entzündungen und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes). Auch nach intensiver und häufiger Strahleneinwirkung, etwa durch Röntgenstrahlung, Infrarot- oder UV-Strahlung hat man Katarakt festgestellt.

Was hilft gegen Grauen Star?

Egal, was die Ursache ist: Grauer Star lässt sich nur durch eine Operation behandeln. Medikamente helfen nicht. Die getrübte Augenlinse wird dabei durch eine Kunstlinse ersetzt. Die Operation dauert nur etwa 15 Minuten. Leider sind die meisten Menschen in Entwicklungsländern zu arm. Sie können sich eine Operation nicht leisten.

Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin Menschen mit Grauem Star helfen. Seit 1966 wurden in CBM-geförderten Projekten über 12,9 Millionen Katarakt-Operationen durchgeführt. Es ist so eine große Freude, wenn ein Mensch nach einer einfachen OP wieder sehen kann.

Helfen Sie mit!

125 Euro kostet eine Graue-Star-OP bei Kindern, weil sie unter Vollnarkose operiert werden, und 30 Euro bei einem Erwachsenen.


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