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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Grauer Star: Ursachen sind vielfältig

Angeborener Grauer Star kommt in Entwicklungsländern häufig vor

Ein Mann untersucht die Augen eines Kindes
Dr. Heiko Philippin schaut sich vor der OP Hemedis Augen an. Der angeborene Graue Star ist deutlich erkennbar.

Immer wieder berichtet die Christoffel-Blindenmission (CBM) über Katarakt (Grauer Star) – auch bei Kindern. Spender fragten uns: "Wieso haben eigentlich so viele Kinder in Afrika und Asien Grauen Star? Grauer Star ist doch eine Alterskrankheit?"

Eine Ursache für Grauen Star: Alter

Richtig – die Mehrzahl aller Katarakte tritt im Alter auf. Die klare Linse im Auge trübt sich im Laufe eines natürlichen Alterungsprozesses, also ähnlich der Faltenbildung der Haut oder dem Grauwerden der Haare. Man sieht wie durch einen Schleier. Dieser wird im Laufe der Zeit immer dichter, bis das Auge am Ende fast nur noch zwischen hell und dunkel unterscheiden kann. Man spricht hier von erworbenem Grauen Star. 

Frau mit Kleinkind
Oloke (2) aus dem Kongo wurde mit Grauem Star geboren. Seine Eltern bemerkten das erst, als er anfing zu laufen. Ein OP wird ihm das Augenlicht schenken.

Grauer Star schon von Geburt an

Als weitere Ursache gibt es auch den angeborenen Grauen Star, d.h. die Augenlinse weist schon bei der Geburt eine Trübung auf. Nicht immer kann eine genaue Ursache dafür festgestellt werden. Bekannt ist aber, dass eine Rötelnfektion der Mutter während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft beim Kind neben anderen Schäden Grauen Star ausbilden kann. Hierzulande ist die Mehrheit der Bevölkerung gegen Röteln geimpft.

Häufige Graue-Star-Ursache in armen Ländern

In armen Ländern sind meist nur wenige Menschen gegen Röteln geimpft. Deshalb kommt angeborener Grauer Star in Verbindung mit Röteln dort häufiger vor. Es wird vermutet, dass viele Kinder in Entwicklungsländern auch wegen Mangelernährung von der Krankheit betroffen sind.

Vielfältige Auslöser

Grauer Star kann auch genetisch bedingt sein, z.B. durch Chromosomenabweichungen (Trisomie 13 oder 15, Downsyndrom). Weitere Ursachen für Grauen Star sind zum Beispiel Augenverletzungen, schwere Entzündungen und Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes). Auch nach intensiver und häufiger Strahleneinwirkung, etwa durch Röntgenstrahlung, Infrarot- oder UV-Strahlung, hat man Katarakt festgestellt.

OP-Szene
Eine erfolgreiche Behandlung des Grauen Stars ist einzig und allein durch eine Operation möglich.

Was hilft gegen Grauen Star?

Egal, was die Ursache ist: Grauer Star lässt sich nur durch eine Operation behandeln. Medikamente helfen nicht. Die getrübte Augenlinse wird dabei durch eine Kunstlinse ersetzt. Die Operation dauert nur etwa 15 Minuten. Leider sind die meisten Menschen in Entwicklungsländern zu arm, um sich eine Operation leisten zu können. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin Menschen mit Grauem Star helfen. Seit 1966 wurden in CBM-geförderten Projekten über 12,9 Millionen Katarakt-Operationen durchgeführt. Es ist so eine große Freude, wenn ein Mensch nach einer einfachen OP wieder sehen kann.

Helfen Sie mit!

125 Euro kostet eine Graue-Star-OP bei Kindern, weil sie unter Vollnarkose operiert werden, und 30 Euro bei einem Erwachsenen.


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