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CBM (Christoffel-Blindenmission)

Ursachen von Hörverlust

360 Millionen Menschen haben eine Hörbehinderung

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben rund 360 Millionen Menschen eine mäßige bis gravierende Hörschädigung – das sind mehr als fünf Prozent der Weltbevölkerung! Auffällig ist: Die meisten Betroffenen leben in Entwicklungsländern.

Ansicht eines Ohrs von innen
Innenansicht eines Ohrs. Es kann durch Infektionen und Medikamente geschädigt werden.

Es gibt verschiedene Abstufungen einer Hörschädigung: gering, mittel, hochgradig und gehörlos. Eine geringe Hörbehinderung liegt z.B. vor, wenn man das Ticken einer Armbanduhr nicht mehr wahrnimmt, was einer Lautstärke von rund 20 Dezibel entspricht. Wer sein Gegenüber nicht mehr hört - normales Sprechen ist 60 Dezibel laut - gilt schon als hochgradig hörgeschädigt. Gehörlose Menschen können nahezu nichts oder gar nichts hören.

Ursachen für Hörverlust

Die Ursachen einer Hörbehinderung sind vielfältig. Es gibt angeborenen und erworbenen Hörverlust.

Angeborener Hörverlust (dazu zählt auch der in den ersten Lebenswochen auftretende) kann verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel:

  • genetischer Defekt (u.U. vererbt)
  • Röteln oder eine andere Infektion während der Schwangerschaft
  • geringes Geburtsgewicht
  • Sauerstoffmangel während der Geburt
  • Einnahme von gehörschädigenden Medikamenten während der Schwangerschaft
  • Gelbsucht beim Baby in den ersten Lebenswochen

Ein erworbener Hörverlust kann folgende Auslöser haben:

  • Infektionen wie Mumps, Masern, Menengitis
  • (chronische) Mittelohrentzündung – eine der häufigsten Ursachen bei Kindern
  • Verletzungen
  • Einnahme von gehörschädigenden Medikamenten z.B. Antibiotika, Anti-Malaria-Mittel
  • Lärm
  • Verstofpung des Ohrkanals
  • altersbedingt – Schwerhörigkeit im Alter

Auswirkungen einer Hörbehinderung

Je nach Grad der Hörbehinderung haben Betroffene mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen: Diese reichen von sozialer Ausgrenzung über Ausschluss aus dem Bildungssystem bis hin zu wirtschaftlicher Not. Gerade Menschen in Entwicklungsländern  sind im besonderen Maße benachteiligt. Das Gesundheitssystem ist dort oft unzureichend und sie sind häufig zu arm, um sich behandeln zu lassen. Für hörbehinderte Kinder gibt es in diesen Ländern nur wenige Angebote. Die Folge: Viele von ihnen erhalten überhaupt keine Schulbildung, finden später keine oder nur äußerst schwer Arbeit.

Wer sich mit gehörlosen Menschen verständigen möchte, aber nicht die Gebärdensprache beherrscht, kann Fingeralphabetzeichen nutzen. Probieren Sie es aus – hier zeigen wir Ihnen das Fingeralphabet

Mädchen mit einem Hörgerät
Kalabati (5) aus Nepal ist gehörlos. Dank Hörgerät ist sie der Welt der Stille entkommen. 

Was kann man tun?

Laut WHO könnten allein schon durch Prävention 50 Prozent aller Hörbehinderungen vermieden werden, bei Kindern sogar 60 Prozent. Wichtige Präventionsmaßnahmen sind z.B. Kinder rechtzeitig vor Infektionen wie Röteln, Masern, Meningitis impfen, Mädchen und Frauen vor Röteln impfen, Reihenuntersuchungen von schwangeren Frauen, Ausbau der Geburtshilfe, Lärm vermeiden, Aufklärung, um die Einnahme von hörschädigenden Medikamenten zu verhindern.

Darüber hinaus könnte rund 20 Prozent aller Betroffenen mit einem Hörgerät geholfen werden. Das Problem: Es werden weltweit zu wenig Hörgeräte hergestellt. Nur zehn Prozent des Bedarfs werden gedeckt! Die Folgen für hörgeschädigte Menschen in Entwicklungsländern: Weniger als drei Prozent von ihnen erhalten jedes Jahr ein Hörgerät. 

Das muss sich ändern! Deshalb hat die Christoffel-Blindenmission (CBM) zusammen mit anderen Organisationen die Kampagne WWHearing (Worldwide Hearing Care for Developing Countries/Weltweite Gesundheitsfürsorge für Hörgeschädigte in Entwicklungsländern) ins Leben gerufen, damit jeder, der ein Hörgerät braucht, auch eins erhält.

Darüber hinaus unterstützt die CBM viele Projekte für Menschen mit einer Hörbehinderung in Entwicklungsländern wie z.B. die Beit-CURE-Klinik in Sambia.

Helfen Sie uns bei der Unterstützung von Menschen mit Hörbehinderungen!


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