Tansanisches Kind läuft mit einem Laufgitter © CBM/Hayduk

Das CCBRT – umfassende Rehabilitation für behinderte Menschen in Tanzania

Die tansanische Gesundheitsorganisation CCBRT (Comprehensive Community Based Rehabilitation in Tanzania) hat einen Namen, der Programm ist. Sie arbeitet umfassend (comprehensive) für und mit Menschen mit Behinderungen: mit Vorsorge, medizinischen und Reha-Diensten. Und sie stärkt die Menschen und ihre Familien in ihrem Umfeld (community-based). Das Ziel für Menschen mit Behinderungen ist ein Leben in größtmöglicher Selbstständigkeit!

Umfassend und nah am Menschen

Viele Patienten warten im Aussenbereich des CCBRT-Hospitals auf ihre Behandlung © CBM/Hayduk
Hunderte Patienten kommen täglich in das Hospital des CCBRT – der Bedarf ist groß.

Der langjährige Partner der Christoffel-Blindenmission (CBM)  hat seinen Sitz in Dar es Salaam. Das ist die mit Abstand größte Stadt Tansanias. Das CCBRT-Zentrum arbeitet nach einem umfassenden Prinzip: immer nah am Menschen, seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten.

Behinderungen soll durch Aufklärung und frühe Intervention bei der Mutter-Kinder-Gesundheit vorgebeugt werden. Bestehende Behinderungen werden nach Möglichkeit z. B. durch Operationen oder Rehabilitationsmaßnahmen behandelt und im besten Fall überwunden. Ist keine Heilung möglich, gibt das CCBRT Menschen mit Behinderungen und ihren Familien zahlreiche Hilfestellungen, um mit der Behinderung die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.

Arme Patienten stehen im Fokus

Im Fokus der Arbeit stehen dabei besonders arme, bedürftige Patientinnen und Patienten. In Tansania leben mehr als vier Millionen Menschen mit Behinderungen, bei einer Gesamtbevölkerung von 57 Millionen. Das Land zählt zu den ärmsten der Welt. Menschen mit Behinderungen sind dabei am stärksten von Armut betroffen, Gesundheitsdienste für sie oft unbezahlbar oder unerreichbar. An der Überwindung dieser Barrieren arbeitet das CCBRT-Programm – seit 1994 mit Unterstützung der CBM.

Verhelfen Sie Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen zu einem selbstständigen Leben!

  • Zwei Jungen mit Gipsfüßen
    100
    Spenden

    Klumpfuß-OP

    Ermöglichen Sie einem Kind wieder schmerzfrei gehen zu können – mit einer Klumpfuß-OP.

  • Schulkinder stehen in einer Schlange
    70
    Spenden

    Medizinische Untersuchungen

    Mit dieser Spende finanzieren Sie den Außeneinsatz eines Arztes oder einer Ärztin in einer Schule oder einem abgelegenen Dorf.

  • Afrikanisches Mädchen im Rollstuhl
    120
    Spenden

    Rollstuhl

    Schenken Sie einem gehbehinderten Menschen mit einem Rollstuhl ganz neue Mobilität und Unabhängigkeit.

Fachkrankenhaus für Menschen mit Behinderungen

© CBM/Hayduk
Die Klinik des CCBRT-Projekts bietet Menschen mit Behinderungen moderne Behandlungsmethoden.

Am Anfang stand die ambulante Versorgung von Menschen mit Behinderungen in den Slums der Großstadt. 2001 eröffnete das CCBRT dann ein Krankenhaus, woraus sich eine moderne Klinik für Menschen mit Behinderungen entwickelt hat. Sie bietet Abteilungen für Augenheilkunde, Orthopädie und Neurochirurgie sowie zur Behandlung von Geburtsfisteln.

Operationen am Grauen Star und die Operation von Kindern mit Klumpfüßen, Wasserkopf oder Spina Bifida sind besonders häufige Eingriffe im CCBRT.

  • 6.828 körperlich behinderte Kinder sind 2017 im Projekt untersucht worden.

  • 2.309 Kinder haben 2017 eine augenmedizinische Untersuchung erhalten.

  • 1.975 Kinder sind 2017 mit Brillen versorgt worden.

Helfen direkt vor Ort

Eine afrikanische Projektmitarbeiterin trainiert das Laufen mit einem an körperbehinderten Kind © CBM/Hayduk
Aufsuchende Dienste gehören zum gemeindenahen Ansatz des Projektes.

Teil des CCBRT ist zudem ein umfassendes Rehabilitationsprogramm mit vielen gemeindenahen Gesundheits- und Rehabilitationsdiensten, beispielsweise Stützpunkte für Familien mit behinderten Kindern.

Dort erarbeitet ein Team aus Physio- und Ergotherapeuten gemeinsam mit Gemeindehelfern und Eltern Rehabilitationspläne für die Kinder. Außerdem leisten die Teams umfangreiche Aufklärungsarbeit über die Entstehung von Behinderungen und die Behandlungsmöglichkeiten.

Mutter-Kind-Gesundheit stärken

Afrikanische Frau liegt mit ihrem Kind in einem Krankenhausbett © CCBRT/Dieter Telemans
Mutter-Kind-Gesundheit ist ein wichtiges Thema des Projekts: So früh wie möglich helfen, um Behinderungen zu vermeiden.

Seit 2010 engagiert sich der CBM-Partner CCBRT verstärkt in der Mutter-Kind-Gesundheit, denn Tansania hat eine der höchsten Sterberaten bei Müttern und Säuglingen weltweit. Rund 42.000 Babys sterben jedes Jahr in den ersten vier Wochen nach der Geburt.

Zum diesem Engagement gehören bauliche Maßnahmen und die Verbesserung der Ausstattung kleiner Krankenhäuser, frühe Interventionsmaßnahmen, Trainings für Hebammen und Krankenhauspersonal sowie umfangreiche Aufklärungsarbeit.

Auf dem CCBRT-Gelände entsteht ein neuer Gebäudekomplex, der auf schwangere Frauen und Neugeborene ausgerichtet ist, das "Maternity and Newborn Hospital".

Die Reichweite weiter ausbauen

Afrikanisches Kind bei der Verbandabnahme nach seiner Operation am Grauen Star © CBM/Hayduk
Die Anzahl der Operationen am Grauen Star bei Kindern und die OP-Nachsorge sollen künftig ausgeweitet und weiter verbessert werden.

Mit der Verbindung aufsuchender, mobiler und stationärer Dienste knüpft das Projekt ein dichtes Netz, um möglichst viele hilfsbedürftige Menschen zu erreichen.

Das Team der CCBRT wird dafür sorgen, dieses bestehende Netz weiter zu stärken – um noch mehr Menschen vor Behinderung zu bewahren, ihnen zu helfen, die Behinderung zu überwinden oder sie dabei zu unterstützen, mit ihrer Behinderung so selbstständig wie möglich zu leben.